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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachtsack bis nachtschade (Bd. 13, Sp. 212 bis 213)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachtsack, m. kleiner reisesack für das nachtzeug: er sah keinen nachtsack, in welchem er sorgfältigst seinen toilettenapparat mitgenommen. Gotthelf erz. 3, 26.
 
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nachtsaft, m.: nachtsaft wird von einigen der mohnsyrup genennet. Zedler 23, 283.
 
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nachtsam, adv. auf den abend, gegen die nacht: nachtsam komen. Diefenbach-Wülcker 776 aus Mainzer und Frankfurter urkunden v. j. 1461 und 1573.
 
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nachtsang, m. nachtsanck, completorium Dief. gl. 137c.
 
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nachtsänger, m. sänger (person oder vogel) zur nachtzeit: unbedachtsamkeit gleichet den nachtsängern, die im finstern herum wandeln, nicht wissen was sie suchen oder wo sie hingehen. Butschky Pathm. 272; auf dem hollunderbaum über deinem haupt wohnt ein kleiner grauvogel, der nachtsänger. Freytag ahnen 1, 32; die grasmücke, motacilla curruca Nemnich 2, 610. Brehm thierl. 3, 846.
 
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nachtsängerin, f.: sie merkten die nachtsängerin nicht, welche über dem ast ängstlich ihre kinder an die abreise mahnte. Freytag ahnen 1, 96.
 
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nachtsäugen, n. das säugen bei nacht: ich eifere gegen das nacht-säugen; denn ihre frau soll schlafen und es ist genug, wenn sie kurz vor dem einschlummern und sogleich nach dem aufwachen das geliebte tränkt. J. Paul Levana 2, 6 (vorher das nächtliche säugen).
 
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nachtschach, m. mhd. nahtschâch, nächtlicher raub: umb ain nachtschach ist die buosz zehen pfund pfennig. weisth. 1, 214. 6, 355 (15. jh.).
 
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nachtschächer, m. nächtlicher räuber: da überfielen mich nachtschächer, blutdürstige räuber. Freytag ahnen 2, 108.
 
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nachtschade, s. DWB nachtschatten.

[Bd. 13, Sp. 213]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachtschade, nachtschaden, m. mhd. nahtschade, nächtlich zugefügter schade: nachtschäden, dieberei. österr. weisth. 6, 111, 35 (v. j. 1603); der clagt, wie seiner hausfrawen was widerfaren, solt namlich ain nachtschaden sein; wer von seiner nachpurn einem, einem jungen kerle beschehen, der het sich bei der frawen zu vil haimlich gemacht. Zimmer. chron. 3, 548, 22;

die pfaffensöhn kein glück angaht,
danns vatters platt zeigt ihn das rad,
der mutter spatt den nachtschad.
Fischart Garg. (1617) B 5b.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,