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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
nachtreffer bis nachtrennen (Bd. 13, Sp. 207 bis 208)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachtreffer, m. der nächste treffer nach dem haupttreffer einer lotterie. Augsb. allgem. zeitung 1825 nr. 9.

[Bd. 13, Sp. 208]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) nachtregen, m. nächtlicher regen: das durch einen nachtregen erst erfrischte grün der fruchtfelder. Göthe 22, 192; d' nachtrög'n im mai sind kerndieb. oberösterr. bauernregel bei Wander 3, 853.
 
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nachtreiben, verb. absolut und transitiv.
1) hinterher treiben: da er ohn gefahr zum meer durch nachtreibenden windt kommen ware. Fronsperger 3, 259b; die säw nachtreiben. Fischart Garg. 224a;

ach hirte, lieber hirte mein,
was hab ich dir gethan,
dasz ich musz alle morgen, morgen
treiben mein kühlein nach,
treiben mein kühlein nach. volkslied (unter dem Harz);

er aber schwang zu wagen wieder sich,
ergriff das blinkende gezäum, und trieb
im hui sein ehernhufiges gespann
Tydiden nach.
Bürger 162a.

holz nachtreiben, das an den ufern hängen gebliebene flöszholz flottmachen. Jacobsson 3, 118b.
2) von pflanzen, neue triebe machen: der baum treibt nach, treibt blätter nach; bildlich: die natur treibt im menschen die verschiedenen zweige seiner entwickelung in periodischer folge ... wenn sie den einen jeweilig begünstigt, so grünt der andere weiter, und es wird dem ganzen baume des lebens das gedeihlichste sein, wenn neben dem von der jahreszeit geförderten schosse die zurückgedrängten weder unzeitig wetteifernd nachtreiben, noch auch der saft ihnen ganz entzogen wird. Gervinus literaturg. 55, 657.
 
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nachtreich, n. das reich der nacht, die unterwelt, hölle:

des nachtreichs
fürsten zu schrecken.
Sonnenberg;

ein todter im dumpfigen wuste des nachtreichs.
Voss antisymb. 1, 215;

den reichen und vornehmen mann aber .. stieszen sie hinab in das finstere nachtreich. Freytag ahnen 1, 472.
 
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nachtreif, m. pruina nocturna Stieler 1585; nicht alle knospen hatte der nachtreif vernichtet. Freytag handschrift 2, 82; mühsam ist der streit zwischen tageswärme und nachtreif. ahnen 1, 416.
 
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nachtreifung, f. gelicidium nocturnum Stieler 1585.
 
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nachtreiher, m. ardea nycticorax Nemnich 3, 404; der nachtreiher, quak- oder schildreiher, nachtrabe, focke (nycticorax europaeus). Brehm thierl. 4, 707.
 
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nachtreise, f. reise bei der nacht: nach der dichtesten nachtreise in den Harz hinein. Göthe 30, 221. Uhland (1879) 1, 73 überschrift; recht hoffend nahm Liane den befehl der nachtreise zum guten, frommen vater auf. J. Paul Titan 3, 122.
 
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nachtreisend, part. bei der nacht reisend:

der für nachtreisende war eine morgenrast,
und eine mittagsruh dem morgendlichen gast.
Rückert Hamasa 1, 394.


 
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nachtreiter, m. nächtlicher reiter:

.. ja, ein fremdling, ein nachtreiter, den der rücken
des wüstenmeeres warf umher und seines wegs unkunde.
Rückert Hamasa 2, 249;

niederrhein. nachtzrider. städtechron. 12, 362, 19; mnd. nachtridder, von bösen geistern. horae belg. 1, 119.
 
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nachtrennen, n. hastiludium nocturnum Estor rechtsgel. § 3578.

 

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1) nachtrabe
 ... nachtrabe , m. ahd. nahthraban, nahtraban, nahtrafan,