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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
butzenauge bis butzenmann (Bd. 2, Sp. 595)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) butzenauge, n. portulaca oleracea. Holls pflanzennamen 60b. die ursache der benenung möchte man erfahren.
 
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butzenböck, m. verstärkende verknüpfung der sich sonst schon gleichbedeutigen ausdrücke butze und bögge (sp. 221). Dasyp. 128c sagt zu maniae sive maniolae: ungestaltige bildnussen, butzenböck, auf die man den kinderen trauwet (mit denen man den kindern droht). 311d butzenbeck, maniae, maniolae.
 
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butzenbrecht, m., ein dämon, sonst Berchtolt (mythol. 257. 884), knecht Ruprecht genannt, die männliche Berchta, Brechta.
 
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butzenbrunne, m., nach Schmid schw. wb. s. 111 ein brunne in Ulm, woraus die hebammen die kleinen kinder holen. hierdurch gewinnt an wahrscheinlichkeit, dasz auch der vorhin sp. 588 genannte bairische puziprunno mythischen gehalt habe, nicht mit puzi puteus zusammengesetzt sei, eine urk. um 1130 schreibt Puzprunne. MB. 2, 280.
 
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butzengesicht, n. was butzenantlitz.
 
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butzengespenst, n. Keisersb. siben schw. cc 7b.
 
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butzengreuel, m. larva horrida. mhd.

swelch man diu jâr hât âne muot, diu doch manzîtic sint,
den machet lîhte butzen griul
bî vier und zweinzic jâren kûme jærec.
Lachmanns Walther s. 140.

d. h. wem in jahren der mannbarkeit mannes muth fehlt, den macht ein vorgebundner larvenbart auch im vierundzwanzigsten jahr nicht volljährig. in einer folgenden zeile:

bartelôser muot, nu birc daʒ kinne,
eʒ spottet dîn, sam tuos dû sîn,

birg, so viel du wollest, unbärtiger mut, dein kinn in die larve, es' spottet deiner, wie du seiner. butzengriul musz ein geläufiger ausdruck für maske oder butzenantlitz gewesen sein. Frank im weltb. 205b dreht ihn um: auch die greüwelbutzen in teuflischer kleidung. vgl.schreckbutze.
 
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butzenhänsel, m. die ebtissin zu Nidermünster soll ire wasserruns tag und nacht offen stehn lassen, damit der butzen hänsel desto bas aus und ein wandern könne. weisth. 1, 691. der eigentliche sinn dieser stelle ist unbekannt, doch scheint der butzenhänsel dem butzenbrecht und rebhänsel vergleichbar. s. DWB hanselmann.
 
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butzenkleid, n. ein schwarz berenhut oder ein butzenkleid anthn. Keisersb. bilg. 137a.b.
 
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butzenklette, f. arctium lappa.
 
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butzenmann, m. larvatus, gleichviel böggelmann, brögelmann, bröckelmann, popelmann, welche sonst vorkommen und worüber mythol. 473 ff. nachzusehn ist: larva, mania, ein verstellt antlitz, heszlich bild, butzenman. Alberus; der tod ist ein köstlich ding den auserwelten heiligen, den gottlosen aber, so in nit kennen und als ein butzenmann fliehen, ein eingang ewiger verdamnus. schöne, weise klugr. 136a, genommen aus Franks spr. 2, 122b; dan die gestalt des kreuzes het unzweifenlich solche kraft, dasz es der teufel für ein mummelesser, ein butzenman, ein kinderschrecker und scheusal ansihet. bienenk. 176b; man stellt ein butzenmann oft hinter den ofen, mag darnach fragen, wer da will. Lehmann 154. man findet auch geschrieben butzemann, z. b. das rechte recht ist zum schemen und putzemann worden. Luthers tischr. 402a; butzemann oder mummelmann, manducus. Stieler 1234; butzemann, vogelscheuche. E. Meiers schwäb. sagen 149;

es tanzt ein butzemann
in unserm haus herum. wunderh. 3, 435.

von uns entnommen dän. busemand, bussemand. vgl. DWB butzelmann.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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