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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
butzelmann bis butzenbrunne (Bd. 2, Sp. 591 bis 595)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) butzelmann, m. s. DWB butzenmann. Ducange 5, 525b hat pusilmannus, servus culinarius nach consuet. mss. eccl. colon.:

[Bd. 2, Sp. 592]


magister coquinae IV den. et obolum, quatuor coci et duo pusilmanni cuilibet obolum. butzelmann bedeutet auch penis und steht im rothwelschen voc. für zagel.
 
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butzeln, musz in folgender stelle so viel als pedibus verrere, scharren, kratzen oder rutschen bedeuten, welches mit der demütigen gebärde des bückens verbunden wurde (sp. 488): was ist das für ein wunderliches bücken und ritschen, mit dem kopf, mit händen und füszen, mit dem ganzen leib? du schnapst mit dem kopf zu den füszen wie ein däschenmesser, das man auf und zuthut ... was meinstu, dasz wir solches bückens und butzlens allhie (in Deutschland) achten, die wir gewohnt sind drein zu schmeiszen und zu schlagen als die blinde und mehr auf unser pferd und vieh achten, als auf solche lumpenbossen. Philand. 2, 91. oder wäre es busseln, hände und füsze küssen?
 
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butzeln, implicare linum stupamque, in einen butzen und klumpen verwirren (butze 5), bei H. Sachs verbutzeln:

so ist ir (der faulen magd) spinnen auch verloren,
eins verdret, das ander verwutzelt,
hanf und flachs sie schendlich verbutzelt. I, 509b.


 
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bützeln für bitzeln (sp. 58), mordere, vexare:

dann noch ein sorg, welche mich bützelt
und tag und nacht anficht und kützelt.
Jac. Frischlins Rebecca 1589 s. 12;

das goslarisch bier hat ein ziemliche wärmende natur, ist etwas süszlechtig im anfang, darnach bützelt es mit einem weingeschmack auf der zungen. Tabernaem. 788; so der salpeter aber bützelt auf der zungen und süsz ist, so ist er gut. Fronsp. 2, 221a.
 
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butzemann, m. siehe butzenmann.
 
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butzen, putzen, purgare, mundare, reinigen, säubern.
1) wie purgare ein rein (purum), lauter machen, mundare ein hell, schmuck (mundum) machen, ist auch putzen ein comere, schmücken, zieren, glänzend machen und putz, gleich dem lat. mundus, gr. κόσμος, schmuck und zier der kleidung, des gewandes. wie weib und kind gebutzt weren. Matthesius 26a; das kind putzt seine puppe, die mutter putzt ihr kind, die frau putzt sich gern, das mädchen putzt sich schön, versteht sich zu putzen, ist nett geputzt; du bist hübsch butzt, ein schöne tanztochter. Petr. 2a; nit merken, wie wol butzet du seiest, sonder auf das achten, was dir noch felt und mangelt. 7b; sie hatte sich recht schön, sehr schön geputzt. Gellert 3, 353; mit edelsteinen zieren und butzen. bienenk. 134b; mit einem wol gebutzten zeug. Frank weltb. 50a; sie butzte sich hinlässig. Simpl. 2, 385; sie erschien von jetzt an nachlässiger geputzt;

ich geh und putze mich. komm, Lamon, geh mit mir!
Göthe 7, 20.

häufig steht nun anputzen, aufputzen, ausputzen, herausputzen, erputzen, z. b. madam, ich will sie anputzen wie einen engel. Gellert 3, 252; kommen sie, ich will sie wie eine princessin anputzen. 3, 369; als sich nun der armselige bub so köstlich anfieng heraus zu butzen. Galmy 228;

ein mansbild sol sich nicht aufbutzen.
Scheit grob. A 3.

die ältere sprache pflegte butzen mit mutzen, aufbutzen mit aufmutzen zu verbinden: man tht die altär auf, butzt und mutzt die heiligen auf. Frank weltb. 133a;

als sich die göttin hett gebutzt
und, wie gemeld, schön aufgemutzt.
Spreng Il. 315b;

kleinot und gezierd, damit alle die kirchen der heiligen uberreichlich gestaffiert, geschmuckt, aufgemutzt und gebutzt werden. bienenk. 4a; ehe sie sichs versahe, war die jungfer gebutzt und gemutzt. Simpl. 2, 235. auch zieren steht neben butzen: do ist angst und not, wie es allessament reinlich geordnet werd, fin geziert und gebutzt. Keisersb. post. 3, 80.
2) an putzen, kleiden reiht sich unmittelbar die vorstellung des hüllens, einhüllens, verhüllens, mummens, vermummens, verlarvens, folglich wird butzen ein verbutzen, verkleiden, verstellen, personam induere, zum scherz und zur lust bei aufzügen, tänzen, festen wie zum schrecken und scheuchen. davon ist butze eine larve, schreckbild, vogelscheuche und wird gleichbedeutig mit dem aus brogen, schrecken abgeleiteten brög und bögge. butzen gehen hiesz verlarvt, in maske ausgehen und laufen:

morgens vor fastnacht, e man butzen gieng.
Jac. Köbels tischzucht, altd. bl. 1, 281;

ein teil die tnt sich vast berutzen,
antlitz und leib sie ganz verbutzen
und loufen so in böucken wis.
Brant 110b, 6;

[Bd. 2, Sp. 593]



viel fasznachtspiel bring ich herbei
und an zal gar viel mummerei,
die sich vermummen und verbutzen,
eins teils wie weiber sich aufmutzen,
eins teils wie münch, eins teils wie morn.
H. Sachs I, 534e;

butzen, mutzen und larfieren. Garg. 50b. später erlischt das verbum butzen in diesem sinn.
3) man sagt von thieren, die sich sauber lecken und glatt streichen, dasz sie sich butzen, namentlich von der katze, dem hasen, aber auch von vögeln, wenn sie ihre federn mit dem schnabel zausen und schniegeln: sasz ein has in der sonnen, sich mit den fordern laufen umb den kopf butzende. Kirchhof wendunm. 257a; putze dich, liebes kätzlein, du darfsts wol. Luther 5, 82a;

es hüpfen die sänger des waldes
fröhlich empor und putzen die schwingen.
Zachariä.


4) putzen von sachen, polire, rein, sauber machen, glätten, waschen: die schnallen, sporn, schlösser, riemen, leder, gewehre, die klinke, das glas, fenster putzen; seubern, aus warmen wasser schon putzen. küchenmeist. a 7b; kohl, rüben putzen, geschlachtete thiere butzen, in der küche reinigen, zurichten, z. b. das huhn rupfen, den fisch schuppen, der hasen ausnehmen. Henisch 575, 20; schnecken aus dem hauslein nemen und butzen. 575, 24; die schuhe putzen, calceos mundare: ja sie (die frau) butzt ihm (dem mann) die schuch, fegt die kleider aus. Garg. 73b;

will ihm abziehen die stiffel sein
und die ausbutzen wol und fein.
H. Sachs V, 363d;

die stiefel sehen als ob sie vor vier wochen gebutzt sein. Schuppius 107; schuster putzen die absätze durch glätten:

er putzt ein jedes mahl (naevum), er schmünket alle flecken.
Logau 3, s. 217.


5) den baum, strauch, die hecke putzen, putare, die wilden, schädlichen zweige und ranken abschneiden, stutzen, zustutzen; den garten ausputzen.
6) den bart putzen, barbam radere, scheren, abnehmen: den leuten den bart zu putzen, ihnen diese barthaare hinweg zu nehmen. Göthe 15, 59;

so müszt ihr werden wie unser einer,
geputzt, gestutzt, glatt, sgilt sonst keiner. 13, 111;

alle leute über einen kamm zu butzen gewohnet. maulaffe 202. uneigentlich braucht man, zumal in Niederdeutschland, dies putzen, wie etwa auch reine arbeit machen, für rein aufessen, die schüssel leeren, rein machen: er kann gut putzen, stark essen; er putzte alles weg, asz alles auf, wurde damit fertig. ja man sagt, einen kopf mit dem säbel wegputzen, abschneiden, abhauen, mit dem blaserohr sperlinge wegputzen.
7) einen putzen, ausputzen, conficere, mitnehmen, übel behandeln kann eine figur der vorigen bedeutung sein, aber auch schon der ersten und vierten; ein heer wird geputzt, wenn es eine niederlage erleidet: der feind ist rechtschaffen geputzt;

die Franzosen, so den teufel
fast bishero selbst getrutzt,
sind nunmehr ohn allen zweifel
dergestalt und so geputzt (zur see geschlagen worden),
dasz sie werden dran gedenken
weil die see wird fische tränken.
Soltau 319 a. 1692;

ich will dich butzen, das wird eben laug für deinen kopf sein. Garg. 102a; aber dieses alles ... ist etwas zu scharf gebutzt. Weise erzn. 322; er verdienet, dasz ein eben so strenges gericht über ihn ergienge, als über diesen phrygischen könig (Midas). und ich meine, er ist geputzet. Liscov 14 (119);

sie wird dich putzen.
Logau 2, 6, 34;

der trödelkrämer Mercurius (der wielandische) wird alle tage gegen seine mitarbeiter schulmeisterlich impertinenter, putzt sie wie buben in noten und nachreden. Göthe 60, 224. früher aber hiesz es einem den buben butzen:

mein fraw wird mir den buben butzen.
Haupt 3, 262;

dan er wuste wol, dasz Moyses ein alter melancholischer mann war und ime den buben in dieser sache weidlich geputzt hett. Ayrer proc. 2, 3. auch einem die platte putzen, weichen, räumen: putze mir die platte, entferne dich! in diesem sinn heiszt sich putzen, fortwischen, sich wegmachen: pfuch an den galgen mit dir, mach dich bald hinweg und butz dich! Keisersb. christl. kungin 48.

[Bd. 2, Sp. 594]



8) die nase putzen, emungere nares, sich schneuzen, schnüpfen: die nas butzen. Henisch 574, 64. Maaler 83c;

wer hören wil
der butz die nas und schweig fein still.
Scheit grob. A 2.

man sagt auch von den sternen, dasz sie sich putzen, schneuzen, schnüpfen, mhd. fürben, franz. fourbir, östr. reuspern, die trajectio stellarum heiszt sternbutze, sternschnupfe (nd. schnuppe), sternfürwe (Mones anz. 8, 497), östr. sternreuspe. ebenso das licht putzen, emungere, abbrechen und lichtputze, abbreche. voc. 1482 aa 1a. lichter mit pistolen putzen. ehe eines weibes 79.
9) abstract für zieren, ornare: ietzt wöllen sich euwer gelehrten putzen, und ziehen alle canones und vetersprüche herfür, das die messe ein opfer bei ihnen genennet sei. Luther 5, 82a; wo ihr solche greuwel vergessen wöllet, darzu euch noch schmücken und putzen. 5, 83b; wie ir euch bessern oder euch putzen und weisz brennen wöllet. 5, 84a; denn die papisten wolten sich wol gern putzen und solche greuwel unter die bank stecken. 5, 282b; weil die bösewichter nicht wollen büszen, sondern dazu das evangelium verdammen, gottes wort lestern und schenden und sich putzen. 5, 283a; und putzen sich doch daher, der glaube macht gerecht, wenn die werke dabei sind, sonst ist er nichts. 6, 105b; du habest es eben wol gebutzt und ausgericht. Ayrer proc. 1, 12; hingegen wie die welt die manieren und die lebensart eines menschen ausarbeitet, so putzet die belesenheit den verstand desselben. J. E. Schlegel 5, 124; geputzte seichtigkeit. Kant 10, 135; niemand habe wol die wahrheit mehr geliebt, geputzt und überhaupt seltener belogen. J. P. teuf. pap. 2, 25.
10) unsichrer bedeutung ist butzen in einem kartenspiel:

treib auch ein spil, heiszt man das butzen,
wenn ich das gwinn, mag ich wol schmutzen.
H. Sachs V, 537b, auch I, 518b.


11) gar nicht zu dem bisher verhandelten butzen ornare gehört ein butzen turgere, das Henisch 575, 3 unter butzend, 'starzend, aufgeblähet, geschwollen vor völle, gesteckt voll' angibt, wie auch im voc. 1482 c 4a butzender, turgius (so, für turgidus) vorkommt. dies butzen entspringt aus burzen, borzen, barzen turgere, mit ausgestosznem R, wie mutzen aus murzen. noch ein andres butzen, bützen, suere, sarcire, nähen, flicken: butzen oder häften die wunden zu. Forer fischb. 175b; Henisch 575, 26 ist verderbt aus büszen (sp. 572), aber schon Dasyp. 236d hat es und die Schweizersprache für diese bedeutung überall. Stald. 1, 252.
12) fragt es sich nun endlich nach der abkunft und wurzel unseres von 1—9 dargestellten butzen, putzen, so leuchtet ein, dasz alle bedeutungen von mundare, induere, polire, putare, mungere aus dem begriffe des reinigens und säuberens flieszen, also zusammen gehören. auffallend ist die abwesenheit dieses verbums im ahd. und mhd., zwar steht Helbl. 1, 988

ich lâʒ in waʒʒer bützen (: nützen),

was doch, schreibe man bützen oder pützen, heiszt aus dem brunnen (ahd. puzi) schöpfen, nnl. putten und mit unserm butzen nichts zu schaffen hat. wol aber verbürgt das vorkommen eines mhd. butze (larva, diabolus) auch das verbum. sonst kennt nur die nnd. sprache putzen (d. i. putsen mit ts, wie in gants), die schw. putsa, die dän. pudse, und alle entlehnen aus dem nhd.; selbst nnl. fehlt es. jenes butze (larva) suchte ich früher mit bôʒen, stoszen zu verbinden, und nahm zu diesem ende ein bieʒen bôʒ buʒʒen an (mythol. 475, ausg. von 1835 s. 289), welche annahme ich oben sp. 268 umsoweniger Lachmann hätte zur last legen sollen, als der verhalt von butzen: bôʒen durch den analogen von stutzen: stôʒen bestärkt zu werden scheint. ist nun stutzen ein abstoszen, so darf auch butzen ursprünglich ein abboszen gewesen sein und butze ein stoszender, boszender, bochender geist. der vorstellung des reinigens, schmückens und kleidens träte man dadurch wieder nah, dasz auch dem reinigen ein abstoszen des unrats zum grunde liegt und sehr auffallend heiszt stutzen in kleidern prangen, stutzer ein sich putzender, zierender. freilich die starken verba bieszen bosz, stieszen stosz werden sich niemals aufzeigen lassen und sind durch die reduplicationen boszen biesz, stoszen stiesz längst verdrängt. der analogie von butzen und stutzen kommt zu statten, dasz auch im identischen mutzen, mutilare ein stutzen zu erkennen war (1, 88. 692. 694) und wenn es für murzen steht, das unter 11 erwähnte butzen = burzen doch herangezogen werden darf. verwandtschaft

[Bd. 2, Sp. 595]


zwischen butzen und dem lat. putare, amputare wird sich nicht leugnen lassen, dahin gestellt bleiben musz eine mit posse, nnl. poets (sp. 261). altn. bûta truncare.
 
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butzenantlitz, n. larva, persona: o lieben schwöstern, wie vil ist der in der welt und klöstren, die da zwei antlüt haben, ein natürlichs und ein gestiftet oder butzenantlüt. Keisersb. selenparad. 227d; butzenantlütz, die man zu fastnacht antt. spinnerin e 4d; butzenantlitter, larvae. irr. schaf 18; butzenanzlit, persona, larva. Dasyp. 311d; persona, ein gemachte gestalt oder antlitz, ein schem oder butzenanlitz. Serranus 53a; butzenantlit, larva, persona. Maaler 83c; facialis, butzenantlitz. Garg. 140b; einem ein butzenantlitz von kütreck fürthun. 122b; hogerige, krüppele, veitzdänzige butzenandlitz. 272b; die vätter erhalten ihre kinder mit butzenantlitz in furcht. Zinkgref 366, 15. s. böggenantlitz, engelsantlitz, menschenantlitz, teufelsantlitz.
 
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butzenauge, n. portulaca oleracea. Holls pflanzennamen 60b. die ursache der benenung möchte man erfahren.
 
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butzenböck, m. verstärkende verknüpfung der sich sonst schon gleichbedeutigen ausdrücke butze und bögge (sp. 221). Dasyp. 128c sagt zu maniae sive maniolae: ungestaltige bildnussen, butzenböck, auf die man den kinderen trauwet (mit denen man den kindern droht). 311d butzenbeck, maniae, maniolae.
 
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butzenbrecht, m., ein dämon, sonst Berchtolt (mythol. 257. 884), knecht Ruprecht genannt, die männliche Berchta, Brechta.
 
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butzenbrunne, m., nach Schmid schw. wb. s. 111 ein brunne in Ulm, woraus die hebammen die kleinen kinder holen. hierdurch gewinnt an wahrscheinlichkeit, dasz auch der vorhin sp. 588 genannte bairische puziprunno mythischen gehalt habe, nicht mit puzi puteus zusammengesetzt sei, eine urk. um 1130 schreibt Puzprunne. MB. 2, 280.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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