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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
busentasche bis busig (Bd. 2, Sp. 569)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) busentasche, f. die im busengewand angebracht ist. Gotthelf sagen 4, 47.
 
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busentuch, n. velamentum colli, halstuch, busenschleier:

und flog mit gaukelhaftem flug
dann auf die weisze hand,
dann wieder auf das busentuch
und pickt am rothen band.
Hölty 46.


 
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busenvater, m. kundschafterische beichtvätter oder busenvätter. bienenk. 160b.
 
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busenwaise, m. posthumus. Henisch 570, 6. man sollte meinen, ein kind, dem die säugende mutter gestorben ist.
 
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busenwallen, n. busenschlag:

weinet um mich, die ihr nie gefallen,
denen noch der unschuld lilien blühn,
denen zu dem weichen busenwallen
heldenstärke die natur verliehn.
Schiller 5a;

bald ein sanftes busenwallen,
bald ein nasser seitenblick.
Fr. Müller 2, 357.


 
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busenwarm, warm wie im busen: so gieng es selig dahin in der weiszen busenwarmen nacht. J. P. anh. zu Tit. 2, 55.
 
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busenwort, n. lieblingswort, das man oft im munde führt: pflegten sonst meine busenwörter zu sein. Hippel lebensl. 1, 185.
 
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busereinen, putere, foetere, it. puzzare:

was hast für ein unzifer bracht,
so knappet, höckricht und so hinket,
so pusereinet und so stinket.
H. Sachs V, 245a;

nun hab ich mir ein weib genommen,
die ist bucklet, so bin ich hinket,
sie busereint, so bin ich stinket. V, 343b;

das erste pusereinet ist part., das andere busereint aber III. praes. sg. des verbums selbst, dessen bildung der von essigeinen bei H. Sachs I. 5, 518d. 519a, nach essich schmecken, und büffeinen, stoszen gleich kommt:

püffeinet, wie ein alter bock. IV, 3, 4c,

welches vorhin sp. 492 nachzuholen ist. wie deutet sich nun busereinen? kann es zu buse, puse, katze gehören, nach katzenpisse stinken? Schmid 110 hat busen mingere = pissen.
 
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buseron, m. mendax, it. bugiardo, bugiardone? oder concubinus? der ein sechzig köchin und beischläferin und ein zwenzig puseronen gehabt hat. Luther tischr. 311b;

war ein wucherer und buseron
und het auch etlich mörd gethon.
H. Sachs IV. 3, 91a.


 
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busick, n. negotium, occupatio:

und laszt den fraasz sein busick enden,
wann er den bratspiesz höret wenden.
Fischart lob der lauten s. 120,

mahnt ans engl. business arbeit und busy geschäftig, nnl. bezig.
 
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busig, erscheint in den falschgebildeten zusammensetzungen bloszbusig, hochbusig, vollbusig, tiefbusig, βαθύκολπος, wofür busnig, busmig stehn sollte, weil die liquida in busen, busem wesentlich ist. der misbrauch geneigt aber N wegzulassen, wo es gehörig und einzuschalten, wo es ungehörig ist. freilich zeigt schon Maaler 82c bsachtig, die grosz tutten und brüst hat, mammosa.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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