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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
busche bis büschelkirsche (Bd. 2, Sp. 559 bis 560)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) busche, f. schenke, wirtshaus, weil über der thür ein busch aufgehängt ist. Zingerle märchen 2, 323. 324.
 
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buschein, adv. in arbustum: buschein springen.
 
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büschel, m. fasciculus, manipulus, bund, bündel, nach der zweiten und dritten bedeutung von busch, wodurch eine ableitung aus binden, bund schein gewinnt, und busch, büschel dem lat. fascia, fascis, fasciculus glichen, vgl. DWB büscheln. mhd.

leut, lant und êre bedarf mêr witze dann ein bluomen büschel.
Albr. Tit. 2906;

swenne daʒ snit kumet, riutent zem êrsten ûʒ den knüllen und den ratten unde bindent den ze sament ze büscheln, daʒ man die ferbrenne, colligite primum zizania et alligate ea in

[Bd. 2, Sp. 560]


fasciculos ad comburendum. Grieshaber 2, 38. 44. nhd. und nemet ein püschel isopen und tunket in das blut in dem becken und berüret damit die überschwelle. 2 Mos. 12, 22; mein freund ist ein büschel myrrhen, das zwischen meinen brüsten hanget. hohelied 1, 13; hat mich gebeten, e. ch. f. gn. dieselben brieve, so in einem püschel eingemacht waren, zuzufertigen. Luther 2, 284a; fasset gleichwie in einem püschel. tischr. 147b; die alten weisen Römer gaben iren regenten, losungern und ratleuten zwölf diener zu, die trugen sechs püschel gerten (fasces), die andern sechs parten (secures). Mathesius 48a; Maaler 83c nennt diese fasces buschlen rten, so man den burgermeistern vortrg; tregt einen groszen büschel schlüssel. Ayrer fastn. 140a; Jahn geht ein, tregt einen dicken püschel brief. Ayrer 101a;

es sind die püschel schon zu blumenkränzen da.
Schönborn bei
Gryphius 2, 29;

er hat ihm einen büschel haare ausgerauft; büschel heu, büschel flachs; er that seinen büschel von einfällen nach art eines pfauenschwanzes auseinander. J. P. lit. nachl. 4, 121. büschel heiszen die mit weiden zusammengebundnen ballen von lohrinde, aber auch für die nachgeburt kommt übereinstimmend mit bürde und bürdel die benennung büschel vor, puschel = purde, fascis. voc. 1482 aa 1a. s. büschlein.
 
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büschel, f. dasselbe: deshalben solt du gerüstet haben ein grosze buschelen tannenschindelen aller gattung. Fel. Würz 209.
 
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büschelartig, in modum fasciculi formatus.
 
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büschelbirn, f. pirus arbutifolia.
 
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büschelchen, n. fasciculus pusillus, s. DWB büschlein.
 
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büschelerbse, f. pisum sativum.
 
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büschelglöckchen, n. campanula glomerata.
 
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büschelkiefer, m. pinus strobus.
 
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büschelkirsche, f. prunus padus.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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