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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bürsterz bis burterbrate (Bd. 2, Sp. 552 bis 553)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bürsterz, n. bürstenförmig gesprossenes silber.
 
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bürsthaar, n. seta. Dasyp. 311c.
 
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bürstig, bürsticht, setosus, hirsutus. Henisch 566. gewöhnlicher borstig (sp. 246).
 
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bürstlein, n. bürstchen, kleine bürste: mit einem hölzinen reisbürstlein das haubt kratzet und rieb. Garg. 173a.
 
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bürstlein, n. puer, bürschchen, wie burst für bursch, früher auch noch mit der collectivbedeutung von bursa, contubernium: das kein ordentlicher gereuf (raufen) ist, als wann die liechter ausgehen und das bürstlein einander trewlich mit streichen gemeint. Fischart groszm. 26; das redlich bürstlein henker. 69; rosbuben in Friesland, rotruhrbürstlein im Niderland. 71; dem geizkreuzigen, geltmelkenden Judasbürstlein. 87; zu lieb dem eingieszenden bürstlein (den weintrinkern). Garg. 30a; hie ligt er im treck in aller sau namen, wie ein geschlachtes bürstlein (ferkel? heiszt hier das geschlachtete schwein bürschchen, wie der gefangne fisch bursch, sp. 549). 94b; hielt er bei seim bürstlein (zechgelag) an, das man es auf ein newes anfieng, da man es vor gelassen hat, lustig gut geschirr zu machen. 102b; Orlandus ist für das ungezogene volk und das unflätige bürstlein. Phil. lugd. 5, 280; hette sie bei dem bürschlein (so) drauszen bleiben müssen. 5, 298. noch heute sagt man in Schwaben und der Schweiz bürschtle, bürschtli für bürschchen.
 
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bürstling, m. perca fluviatilis, entstellt aus bars, bersling
 
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bürstwurm, m. cimex campestris, feldwanze.
 
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burt, f. partus, geburt, ahd. purt (Graff 3, 159), mhd. burt (Ben. 1, 154b), ags. byrd, engl. birth, altn. burðr m. das einfache wort, statt des heutigen geburt, begegnet noch bis ins 16 jh.

ires sunes purt.
Haupt 6, 41;

burt kumpt usz dim kragen.
Ruefs Adam 914,

[Bd. 2, Sp. 553]


wozu man die vom herausgeber s. 198 angezogne stelle aus Geszners thierbuch halte;

die knäblein in der burt zu tödten.
H. Sachs IV. 1, 32d.

Maaler 83c hat: an der burt ston, noch nit gar an dwält kommen sein.
 
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bürtel, n. ovarium. Höfer 1, 130.
 
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burtenbach, name eines marktfleckens zwischen Augsburg und Ulm, sitz des bekannten Schertlin. wie zu erklären?
 
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burterbrate, m. den verketzerten, hechsengebrenten, gefeurten, gezimberten, beymberten, bekümmerten burterbraten liesz er den bankbrüchigen ... kaufleuten und fürkeufern. Garg. 54b. was für ein brate war das? druckfehler für butterbrate?

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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