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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bürstenbinder bis bürstlein (Bd. 2, Sp. 552)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bürstenbinder, m. setarius, ihm wird herkömmlich grosze trinklust zugeschrieben, vgl. DWB bürsten 3: mir zu! ich bin ein bürstenbinder. was, hab ich ein tode sau geschunden, das mir keiner kein bringt? ich hab ein igel im bauch, der musz geschwummen haben. Garg. 85b;

und gsoffen wie die bürstenbinder.
Ayrer fastn. 59a;

fluchen wie ein anderer soldat und darneben saufen wie ein bürstenbinder. Simpl. 2, 122.
 
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bürstenholz, n. worin die borsten befestigt werden.
 
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bürstenkäfer, m. anthribus (?) nach Nemnich.
 
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bürstenmacher, m. setarius. voc. 1482 e 2b.
 
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bürstenraupe, f. larva fasciculata.
 
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bürstenwurm, m. gordius aquaticus.
 
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bürsterz, n. bürstenförmig gesprossenes silber.
 
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bürsthaar, n. seta. Dasyp. 311c.
 
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bürstig, bürsticht, setosus, hirsutus. Henisch 566. gewöhnlicher borstig (sp. 246).
 
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bürstlein, n. bürstchen, kleine bürste: mit einem hölzinen reisbürstlein das haubt kratzet und rieb. Garg. 173a.
 
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bürstlein, n. puer, bürschchen, wie burst für bursch, früher auch noch mit der collectivbedeutung von bursa, contubernium: das kein ordentlicher gereuf (raufen) ist, als wann die liechter ausgehen und das bürstlein einander trewlich mit streichen gemeint. Fischart groszm. 26; das redlich bürstlein henker. 69; rosbuben in Friesland, rotruhrbürstlein im Niderland. 71; dem geizkreuzigen, geltmelkenden Judasbürstlein. 87; zu lieb dem eingieszenden bürstlein (den weintrinkern). Garg. 30a; hie ligt er im treck in aller sau namen, wie ein geschlachtes bürstlein (ferkel? heiszt hier das geschlachtete schwein bürschchen, wie der gefangne fisch bursch, sp. 549). 94b; hielt er bei seim bürstlein (zechgelag) an, das man es auf ein newes anfieng, da man es vor gelassen hat, lustig gut geschirr zu machen. 102b; Orlandus ist für das ungezogene volk und das unflätige bürstlein. Phil. lugd. 5, 280; hette sie bei dem bürschlein (so) drauszen bleiben müssen. 5, 298. noch heute sagt man in Schwaben und der Schweiz bürschtle, bürschtli für bürschchen.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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