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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bumbeln bis bummelwitzig (Bd. 2, Sp. 515 bis 516)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bumbeln, s. DWB bummeln.
 
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bumber, s. DWB bumper.
 
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bumbeutel, m. in der gaunersprache ein bienenkorb, vgl. DWB beute 1, 1750 und bummen, brummen, summen.
 
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bumbs, sub ictu, im schlag, stosz, fall, plumps, im brem. wb. 1, 162 bums! getroffen! da liegts: und bumbs schmeiszt ihm ein zeitungsschreiber den kanzelton in den bart. Sophiens reise 2, 433; und springt einem ein nasenweises wort übers maul, bumbs! habens fürst und maitresse und praesident, und du hast das siedende donnerwetter am halse. Schiller 183b. schweizerisch, bumpis, bumps, tracht schläge. Stald. 1, 242. pumpes kriegen. Simpl. 1, 102.
 
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bumbsen, bumpsen, wacker prügeln. Stalder a. a. o.
 
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bumhart, m. was bomhart sp. 236: bumhart, ein grosze pfeif, parda oder pardaun, schalmei. voc. 1482 e 4a; die sackpfeif bedeut die welt, darin alle böse und finanzerei stecken, so bald du nun in den sack blasest, fahet der bumhart an zu brummen und magst du nit mer darvor gehören. Hönigers narrensch. 326.
 
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bummel, m. f. quod pendens huc illuc fertus, die im ring bummelnde eichel, ohrbummel, franz. pendant, gr. βάλανος:

hat gestern abend meinem weibchen unversehns
beim tanz der bummel aus der fassung sich gelöst,
ὀρχουμένης μου τῆς γυναικὸς ἑσπέρας
ἡ βάλανος ἐκπέπτωκεν ἐκ τοῦ τρήματος.
Droysen Lysistr. 419.

das nnl. bommel bezeichnet einen mit gesaus losbrechenden propf, dann auch die summende hummel. gerade so stehen Garg. 147b bommeln und brämen, hummeln und bremsen zusammen. vgl. altn. bumbl resonantia.
 
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bummeln, huc illuc ferri, suspensum pendere, vagari, baumeln, bammeln, hin und her stoszen:

des pumblens do die kuo verdrosz. ring 10c, 39,

d. h. des gestöszes, lärms. heute aber schweben, hängen: am galgen bummeln, wie bammeln; die arme bummeln lassen. Bode Tristr. Sh. 6, 17; alles was daran hängt und bummelt; zumal sich müszig auf der strasze umtreiben, franz. flâner. das brem. wb. 1, 161 hat drei bedeutungen: schweben, läuten und schlendern. der zweiten entspricht bimmeln sp. 30, aber auch altn. bumla, bumbla, resonare.

[Bd. 2, Sp. 516]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bummelieren? in einem alten liede heiszt es:

bummelierst du mir, so bummelier ich dir,
in hohen freuden leben wir.


 
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bummelwitzen, superbire, übermütig sein:

därfst nit a so bummelwitzn,
kannst gleih aum boden sitzn.
Seidl almer 1, 70.


 
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bummelwitzig: indeme er dem mägdgen schöne liedergen aufgespielet und sie damit ganz bummelwitzig gemachet. Praetorius Katzenveit 52. östr. bummelwitzi mutwillig.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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