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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bullenkalb bis bülsenkraut (Bd. 2, Sp. 513 bis 514)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bullenkalb, n. vitulus masculinus.
 
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bullenmarkt, m. mercatus bullarum: da nu solchs begunst (begann) gelt zu tragen und der bullenmarkt gut ward, erdacht er das gülden jar und legets gen Rom. Luther 6, 517b.
 
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bullenwachs, n. cera bullarum: das wachs, welches dise romanistische binen würken, wird genant bullenwachs. bienenk. 243a.
 
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buller, m. was bullenbeiszer:

sein buller hat gar viel zerzaust,
doch keine schöne dame.
Soltau 513.


 
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büller, m. dens molaris, gingiva, was biller, billern (sp. 24): das ander fleisch zwischen den zännen, als do seind die büller. Gersdorf 1; wider die apostematen des mundes und der büller und auch des fleischs in dem die zän gewurzelt seind. 17; damit wäsch die zänn und büller. 96.
 
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bullerborn, m. fons bulliens, ein murmelnder, rauschender, schäumender.
 
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bullerig, murmurans, stridens.
 
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bullern, stridere, fervere, bullas emittere:

[Bd. 2, Sp. 514]


ach horch, da bullerts wieder!
lasz sein, sprach sie, lasz sein, mein kind,
was drauszen bullert ist der wind,
komm leg dich ruhig nieder.
Ursinus balladen;

in dem groszen wassertümpel, in dem fürchterlichen abgrund, da kollern die wasserteufel, und bullern und brüllen und brällen ja so abscheulich, dasz einem hören und sehen vergeht. Tieck Vittor. Accoromb.; über felsschichten hinrauschend schäumt, bullert, schwillt (der Rhein). Bettine br. 1, 275. vgl. DWB bollern und DWB poltern.
 
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bülling, m. Garg. 81a unter mehreren namen der würste aufgeführt.
 
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bullochs, m. was bulle, brüllochs.
 
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bülsenkraut, n. was bilsenkraut: man soll bulsenkraut (herbam symphoniacam) wie ein kron umb den stammen (des kirschbaumes) winden oder unden bei dem wurzelstock ein hütten darausz machen. Herrs Colum. und Palladius 203a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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