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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
büffel bis büffelkuh (Bd. 2, Sp. 492)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) büffel, m. bos bubalus, büffelochs, it. sp. bufalo, franz. buffle, engl. buffalo, böhm. bwol, poln. bawół, ungr. bial, seltsam schreibt voc. 1482 e 4a buchfel, ein wilder ochse; man sagt zottig wie ein büffel. bei Luther steht püffel. 5 Mos. 14, 5. kommt häufig als schelte vor: ach was groben büffels! Wirsung Cal. C 2a; als dem, der ein junger büffel war und nicht übriges verstands (siccome rozzo e poco cauto). Bocc. 1, 59b; ein geiziger, ungehobelter frasz und püffel. Kirchhof wendunm. 214a; der ist ein grober büffel, caliga Maximini est. Henisch 551, 48; der ist ein flegel, büffel, bachant, der arm ist. Lehmann 33;

wil ie ein püffel bleiben.
H. Sachs I, 537a;

mit euch faulen büffeln.
Ayrer fastn. 122a.

büffel heiszt auch was büffelrock, ein grobes, zottiges gewand.
 
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büffel, m. wird von Fischart Garg. 59b, auch fac. facet. 105 unter den bieren genannt, scheint aber nach buf 5 zu deuten.
 
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büffelarbeit, f. labor rudis, ochsenarbeit, büffelei: die andern aber, die nur eine büffelerbeit daraus machen, können nimer mit lust noch andacht beten. Luther 5, 401a; gelt ubrigs samlen, das vilen redlichen handwerksmennern nit gedeien mag bei all ihrer böffelarbeit. Frank spr. 2, 76a. vgl. DWB büffeln.
 
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büffelei, f.
1) labor qualem bubalus sustinet, büffelarbeit.
2) mores rustici, ungeschliffenheit.
 
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büffelfleisch, n. caro bubalina. Henisch 551.
 
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büffelhaft, male moratus, grob, roh.
 
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büffelicht, dasselbe.
 
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büffelkäfer, m. scarabaeus bison, seiner gekrümmten hörner wegen.
 
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büffelkalb, n.
 
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büffelkäse, m. caseus bubalinus. Henisch 551.
 
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büffelkuh, f. wenn jeder bräutigam seiner braut eine wilde büffelkuh zur morgengabe brächte. Stolberg 3, 166.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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