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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bufbohne bis büffelarbeit (Bd. 2, Sp. 491 bis 492)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bufbohne, f. vicia faba, von der schwellenden gestalt: ich will mein ganzes vermögen gegen eine pufbohne setzen. Wieland 13, 8; unter bohnen werden hier (zu Girgenti) die pufbohnen verstanden. Göthe 28, 170.
 
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bufbret, n. das bret zum bufspiel.
 
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büfchen, n. puerulus, mit langem vocal, für bübchen, nnl. boefje:

gnug, dasz sie mich ihr büfchen hiesz,
mir hand und guschel reicht,
und mir ein saftig schmätzchen liesz,
dem auch der most nicht gleicht.
Hagedorn 3, 76.


 
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bufe, m. puer, für bube, nnl. boef: vriheit und bufen schullen iren loufvanen haben. Ortloffs dist. s. 305; bufe, hofierer. Maaler 81a; bufe, vortänzer, der den hoftanz füret. 476d;

huren und bufen
kommen auch ungerufen,
scurrae vel scorta veniunt bene non vocitata.
Gartneri dicteria 68b.

auch ältere einzeldrucke lutherischer schriften gewähren verschiedentlich buffe, buffen, wie man auch geruffen schrieb.
 
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buferei, f. für büberei: vil buferie warf sich an in. Lindenbl. 156.

[Bd. 2, Sp. 492]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bufermel, m. manica efferta, ausgebolsterter, bauschiger ermel.
 
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buffe, f. was buf 4: knappe lange beinkleider mit puffen. Göthe ...
 
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buffe, m. scurra, nach dem it. buffone, franz. bouffon:

welscher buffen scherz.
Gotter 1, 113.


 
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büffel, m. bos bubalus, büffelochs, it. sp. bufalo, franz. buffle, engl. buffalo, böhm. bwol, poln. bawół, ungr. bial, seltsam schreibt voc. 1482 e 4a buchfel, ein wilder ochse; man sagt zottig wie ein büffel. bei Luther steht püffel. 5 Mos. 14, 5. kommt häufig als schelte vor: ach was groben büffels! Wirsung Cal. C 2a; als dem, der ein junger büffel war und nicht übriges verstands (siccome rozzo e poco cauto). Bocc. 1, 59b; ein geiziger, ungehobelter frasz und püffel. Kirchhof wendunm. 214a; der ist ein grober büffel, caliga Maximini est. Henisch 551, 48; der ist ein flegel, büffel, bachant, der arm ist. Lehmann 33;

wil ie ein püffel bleiben.
H. Sachs I, 537a;

mit euch faulen büffeln.
Ayrer fastn. 122a.

büffel heiszt auch was büffelrock, ein grobes, zottiges gewand.
 
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büffel, m. wird von Fischart Garg. 59b, auch fac. facet. 105 unter den bieren genannt, scheint aber nach buf 5 zu deuten.
 
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büffelarbeit, f. labor rudis, ochsenarbeit, büffelei: die andern aber, die nur eine büffelerbeit daraus machen, können nimer mit lust noch andacht beten. Luther 5, 401a; gelt ubrigs samlen, das vilen redlichen handwerksmennern nit gedeien mag bei all ihrer böffelarbeit. Frank spr. 2, 76a. vgl. DWB büffeln.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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