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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
buchelpfetzen bis buchengang (Bd. 2, Sp. 471)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) buchelpfetzen, puchelpetzen, fagari oder essen, comedere. voc. 1482 aa 1? vgl. DWB pfetzen.
 
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buchen, für buken, praet. von backen, die alte, gute form:

denn sie das brot und eierkuchen
auf steinen an der sonnen buchen.
Wolgemut 2, 460.


 
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buchen, f. Buchonia, mit buchen bewachsne gegend, dergleichen es vormals eine menge gab, vorzugsweise ein landstrich in der Wetterau, nach Hessen und Thüringen hin. Maaler 82a hat: in der Buchen, vor Menz über bei Gelhausen, Bucinobantes. allerdings deutet sich der name dieses alamannischen volkes aus ahd. puochîn fagineus und panz, bant pagus (gesch. d. d. spr. 594); rings schlossen sich tiefe wälder an, Odenwald und Spessart. in silva Bacenis setzte Caesar das deutsche K, behielt aber das lat. A von fagus, bei Greg. tur. 2, 40 steht Buchonia silva; gleichen sinn hat die sl. Bukovina in Galizien.
 
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buchen, spicare, ähren, frucht treiben: buochen oder spillen, so der samen in die ähere gat. Maaler 82a, ein sonst nirgend verzeichnetes, merkwürdiges wort, das mit der grundbedeutung von buche, fagus zusammen hängen musz. angenommen, dasz es so viel als fruchten aussagt, liegt darin ein beweis für die deutung buoche = cibus, fructus. vgl. DWB büchel, spica.
 
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buchen, referre in rationes, zu buch tragen, bringen, verrechnen: die 23 ellen speculation haben sie doch heute gebuchet? J. P. flegelj. 2, 59. nnl. hoeken, te boek zetten. engl. book.
 
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buchen, mit kurzem U, was bochen (sp. 199), pulsare, schlagen, stoszen: die im das herz buchend gemacht haben. Luther 4, 119b;

wie sie einander theten puchen.
H. Sachs I, 513b;

mit eim fusz gar lautreisig puchen. I, 514c;

vermeint zu buchen gott im himel. III. 1, 168c;

mich aber thut der hunger buchen. III. 2, 26c,

und noch oft.
 
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buchen, büchen, fagineus, fageus, ahd. puochîn, mhd. büechîn und noch im voc. 1482 e 2b buechein: büchene breter; einen alten kohlenkorb tüchtig büchener kohlen. Göthe 21, 55. steif wie ein buchenes scheit. Gotthelf schuldenb. 2;

viel hundert mutterküs auf dieser büchnen rinden
mit thränen wolgenetzt, die werdt ihr als ein pfand
der mütterlichen treu und festen hofnung finden.
Fleming 120 (122).


 
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buchenberg, m. mons fagis vestitus: wir sahen über einen alten buchenberg eine kunststrasze führen. Göthe 58, 157. ahd. puohperac.
 
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büchenblätter, pl. dünn geschnittne büchene breter zu degenscheiden.
 
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buchenflechte, f. lichen fagineus.
 
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buchengang, m. buchenallee:

wie durch dunkle buchengänge
blasser vollmondschimmer bricht.
Matthisson.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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