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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
buchdruckerkunst bis buchel (Bd. 2, Sp. 469 bis 470)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) buchdruckerkunst, f. ars typographica.
 
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buchdruckerlehrling, m.
 
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buchdruckerpresse, f. prelum typographicum.
 
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buchdruckerschwärze, f. atramentum typographicum.
 
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buchdruckerstock, m. ornamentum typographicum, holzstock: Flamin, der sonst sogar die prosaischen buchdruckerstöcke über die lebenden ölgemälde der dichtkunst stellte. J. P. Hesp. 1, 60; er sägte mit einem federmesser buchdruckerstöcke, die auf die juliusbutter des schmuckes wegen zu drucken waren. 2, 2.
 
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buchdruckerwalze, f.
 
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buche, f. fagus. des goth. ausdrucks gewahren wir nicht mehr, vermuten darf man bôka oder vielleicht bôkô; ahd. puocha oder puochâ (Graff 3, 35), mhd. buoche, pl. buochen MS. 1, 20a. ags. auszer bôc auch bêce n., was ahd. puochi, mhd. büeche wäre, und zum bair. das buech für wald stimmt (Schm. 1, 146), engl. beech (mit ch, wie in bench, ags. benc, oder in much, altn. miök); nnl. beuk m.; altn. beyki n., wozu dän. bög stimmt, während schw. bok den vocal von buche hält. das altn. ey in beyki für bœki (wie in sœkja, goth. sôkjan, ahd. suochan) steht analog dem in eykr jumentum, schw. ök, dän. ög, von der wurzel aka ôk vehere. hiernach ist goth. ô, ahd. uo der organische vocal von bôka, puocha, unser bauchen, beuchen, lixivia macerare (1, 1166. 1742), wenn es zu buche gehört, würde dieselbe abweichung darbieten. zum ô und uo stimmt auch die urverwandtschaft des lat. fagus und gr. φηγός,

[Bd. 2, Sp. 470]


deren vocale sich verhalten wie in mater und μήτηρ zu muotar. fagus ist das it. faggio, armor. fao, fav, welsche ffawydd. fagus und φηγός fallen zur wurzel φαγεῖν, weil ihre frucht zur speise und nahrung des viehes gereicht, wie faba aus fagba, bône aus bagbunô (1, 1243. 2, 234), fames aus fagmes folgt, vgl. DWB baum und bagms. im skr. aber entspricht die wurzel bhak edere, welcher Bopp auch bacca und goth. basi überweist; man könnte fraxinus = faxinus hinzunehmen und esculus mit esca vergleichen. ob auch unser backen, ahd. pachan puoh, wie es die laute gestatten, mit der vorstellung von puocha und speise sich einigen lieszen, bleibt hier unangeschlagen, vgl. DWB buchen spicare.
Die buche ist gleich der eiche vorzugsweise ein deutscher baum und gedeiht in unserm boden aufs prächtigste, den Finnen heiszt sie die deutsche eiche 'saksan tammi'; im buchenwald werden hauptsächlich die opfer der heidnischen zeit begangen worden sein, die buche gewährt das holz zum brand und zur runentafel, wie die eiche zum zimmern, man sagt die buche scheiten, in scheiter spalten; eicheln und bücheln sind die mast der herde, eichen und buchen geben den breitesten, kühlsten schatten, s. DWB buchengang, DWB buchengewölbe, DWB buchenhain, buchenlaubdach, buchenwald, buchenzelt; wir lagerten uns mittags unter der schattigen buche (patulae recubans sub tegmine fagi);

mich umfängt ambrosische nacht, in duftende kühlung
nimmt ein prächtiges dach schattender buchen mich ein.
Schiller 75a;

es fallen
die tropfen stärker, doch mich schirmt, o buche,
dein laubdach.
Candidus deutscher Christus 83.

Luther schreibt buche, nicht büche: ich wil auf dem gefilde geben tennen, buchen und buchsbawm mit einander. Es. 41, 19; das er adern abhawe und neme buchen und eichen. 44, 14; die herlichkeit Libani soll an dich komen, tennen, buchen und buchsbawm mit einander. 60, 13; oben auf den bergen opfern sie und auf den hügeln reuchern sie, unter den eichen, linden und buchen, denn sie haben feine schatten. Hos. 4, 13, welche stellen sämtlich das genus nicht erkennen lassen, doch ist es unbezweifelbar weiblich, denn nur wenige kennen ein männliches, z. b. da fand ich erst ein dürr laub von einem buchen. Würtz 244. Man übersehe nicht, dasz buche zuweilen auch die frucht, gleichsam fagum, unterschieden von fagus (wie malum, pomum von malus, pomus) ausdrückt: meine nahrung war nichts anderst als buchen, die ich unterwegs auflase. Simpl. 1, 67; schweiz. buech, die frucht der buche. Stalder 1, 237. ebenso gut also konnte buche auch die schreibtafel, das buch bezeichnen. s. hagenbuche, hainbuche, mastbuche, rothbuche, weiszbuche.
 
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bucheckern, n. glans fagea, worin das goth. akran, ags. äcern u. s. w. enthalten ist, vgl. 1, 173. Frank spr. 1, 130 hat bcheckern, nd. bökekern. verderbt ist die form buchecker. der schw. name lautet bokllon, welches llon gleichfalls auf akarn zurückweist.
 
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bucheckernöl, n.
 
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bucheichel, f. glans fagea, nach dem lat. ausdruck. Henisch 33, 56. s. DWB buchnusz.
 
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buchel, büchel, f. dasselbe, wie man wol auch ahd. puochilâ, mhd. büechel sagte, gebildet von buche, wie eichel von eiche: buchel, ein frucht, die auf pucheinholz wechst, fagum. voc. 1482 e 2b. aa 1a; mit eicheln und buchlen und obs. Spangenberg lustg. 103; Schm. 1, 146.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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