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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bubenrose bis bubensträl (Bd. 2, Sp. 463 bis 464)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bubenrose, f. paeonia officinalis, weil sie die buben aufstecken.
 
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bubenrotte, f. sceleratorum hominum turba.
 
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bubensack, m. du bubensack! H. Sachs I, 478d. iv. 3, 23c.
 
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bubensammet, n. pseudoholosericum. Frisch 1, 148b. Stieler 1679, trippsammet, tripe de velours. Schmeller 1, 143. vgl. bastartsammet 1, 1151 und andere zusammensetzungen mit bastart oder bauer.
 
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bubenschenkel, m. ein aus zwei schenkelartigen theilen bestehendes gebäck von waizenmehl in der Wetterau und Rheingegend.

[Bd. 2, Sp. 464]


zu Mainz lauft man über den gefrornen Rhein nach Castel, um bubenschenkel zu holen. auch in Nassau und Speier. Schmidt westerw. id. 41. ohne zweifel alt und weiter verbreitet:

ob schon nicht werd darbei gesend
ein bubenschenkel, wie mans nent,
oder ein gute fläsch mit wein.
Wolfh. Spangenb. fangbriefe K 8b.

vgl.bätzbuben, eine mehlspeise in Baiern. Schm. 1, 143 so wie die benennung babe für backwerk (1, 1057).
 
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bubenschuh, m. kinderschuh: sie befleiszen sich die kindische bubenschuch auszuziehen. Simpl. 3, 87.
 
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bubenschule, f. die welt ist ein rechte bubenschule des teufels. Luther 3, 427b; denn gottes gaben sind beide kinder und ir gedeien, beide wol geraten und gut bleiben, sonst wird ein haus nicht anders denn ein sewstall, ja eine bubenschule. 6, 312a; solche sünde ist gespart gewest auf die letzte grundsuppe der allerverdampten bubenschulen, des widerchrists kirche. 6, 319b; damit wir deste sicherer werden, das wir wider den teufel selbs und seine verdampte bubenschule die warheit verfechten. 6, 486b; so seid ir des teufels hure oder bubenschule. Luther von den jüden. Wittenb. 1543. J 3.
 
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bubenspiegel, m. ein schön weib ist ein bubenspiegel.
 
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bubenspiel, n.
1) ludus puerorum, knabenspiel.
2) flagitium nebulonum: ihren mutwillen, huren und bubenspiel desto freier zu treiben. Kirchhof disc. mil. 59; von uns armen,

die si mit unrecht oft und vil
thun zwingen zu irem bubenspil. gedicht, wie die geistlichkeit zu Erfurt gestürmbt ist worden. a. 1521.


 
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bubenstengel, m. was das folgende.
 
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bubensträl, m. nebulonum pecten, was bubendistel, weil kletten und disteln an den landstreichern, die auf dem feld liegen, hängen bleiben, ihre haare kämmen. bubenstreel, wolfsstreel, kartendistel. Lonicerus 99b; kartendistel, bubensträl, weberdistel. Sebiz 42. vgl. auch bubenwinde.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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