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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
buben bis bubenfrei (Bd. 2, Sp. 462 bis 463)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) buben , flagitium perpetrare.
1) scortari, paedicare, verbunden werden huren und buben: freilich ists war, das der buben musz, der nicht ehelich wird, wie solts anders zugehen? Luther 2, 172;

wie er gebubt hat und gespilt.
Murners schelmenz. 83, 1;

wenn einer tag und nacht jubiliert, spilt, bbt, mtwilt. Frank parad. 100a und oft; wie der alt stinkende bock so unflätig daselbst gebbet habe. Petr. 54a; lge nur, das du deines vatters that nicht erbest und auch dermaszen bbest. 115a; solch urtheil fallen oftmals uber ein, der eim sein witwen bübet und in hurerei führt. Paracelsus 2, 239a; hunger und durst leiden, huren und buben, rasseln und spielen. Simpl. 1, 59; der kerl thut nichts als fressen und saufen, huren und buben. Abele 2, 27;

du hurst und bubest frech und frei.
Hübners poet. handb. 109.


2) conviciari, lästern: ob hie iemand wird sagen, ich werfe zu fast mit buben umb mich, könne nicht mehr denn buben und schelten, dem sei erstlich also geantwortet. Luther 5, 285b;

und sauf um fürsten sich zum thier
und bub und lästre gott!
Voss 4, 34,

in welcher stelle es doch auch die erste bedeutung haben kann. gotteslästerung und büberei stehen oft nebeneinander. vgl. DWB ausbuben, DWB erbuben, DWB verbuben.
 
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bubenbauch, m. ire hurenbelge und bubenbeuche. Luther 3, 384b.
 
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bubenbeichte, f. confessio simulata, scheinbeichte, wie sie aus eines schlechten menschen munde geht.
 
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bubenbein, n. auf die jungfrauen kann man sich nicht mehr verlassen, gäb wie man es ihnen sagt, wenn die hinter sieben zäunen ein bubenbein sehen, so bringt man sie mit keinem lieb mehr ab platz (durch kein zureden von der stelle). Gotthelf sagen 4, 133.
 
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bubending, n. fraus, büberei: hüte dich vor diesen schwanfeldern (bettlern, gaunern), denn es ist bubending, und gib ihnen nichts. exp. in truphis cap. 12. 8.
 
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bubendistel, f. dipsacus fullonum, bubenstengel, bubenstriegel.
 
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bubeneck, n. soltestu sie einmal küssen, du würdest die lefzen und wangen besudlen, als ein kuttelfeger am bubeneck

[Bd. 2, Sp. 463]


zu Straszburg oder am metzgerthörle zu Frankfurt. Philander 1, 99 (102).
 
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bubenei, f. was büberei, gebildet wie arzenei: bubenîe und lotterfure. Pfeiffer myst. 107, 26.
 
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bubenfisch, m. ein blutstillendes mittel: verstelle nachmalen das blut mit einem bubenfisch, oder in ander weise. Würtz 85; ich nam einen groszen pfauwisch, bedecket die wunden damit und zog sie zu mit breiten binden (am rande: pfauwisch und bubenfisch, eins). 101. vgl. DWB bube 7.
 
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bubenfist, pueri crepitus, was bofist. Henisch 1119, 51. Adam Lonicerus kreuterbuch 81a; bubenfist sind ganz runde und weiszlichte schwämme, wie ein lederballen, wenn diese dürr werden, reiszen sie auf und lassen einen gelben staub von sich. Hohberg 3, 1, 405b.
 
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bubenfrei, leichtfertig und bubenfrei. mägdelob 69.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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