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brüthaus bis brütler (Bd. 2, Sp. 456)
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[Bd. 2, Sp. 456]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brüthaus, n.
 
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bruthenne, f. gallina incubans, ahd. pruothenni fovenus (ein in lat. und mlat. glossaren mangelndes wort). Graff 4, 958 aus Docen 1, 230a; wer merket nit, wie brthennen für junge hünlin so hitzig, heftig streitend, wie sie gar nichts leiden kan? Petr. 107b; aber es sind bös brthennen. Garg. 196a; das capital als die unantastbare bruthenne der zinsen. J. P. kom. 3, 23.
 
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bruthitze, f. ardor fovendi: wir liegen brütend auf der kalten erde wie die vögel auf kreide, nicht um etwas auszubrüten, sondern um die bruthitze der siechen brust zu lindern. J. P. büchersch. 2, 90.
 
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brütig, calens, hitzig, ags. brôdig, engl. broody, mhd. brüetic, bei Stalder 1, 236 brütig, schwül, dunstig, brütigheisz, vom obst unreif: henne die den klux hat und brütig ist. Keisersb. bilg. 18a; disen monat (octob.) werden die gänse hitzig und brütig. pflanzb. 45; als die henne brütig wurde (brüten wollte). Simpl. 3, 177; sind die hüner brütig, so hätten sie gern eier. Simrock 4976; auf das brutige geflügel acht haben, dasz man ihnen eier unterlege und sie ansetze. Hohberg 1, 108b. es heiszt ein brütiger mensch, der sich gern warm hält; brütiges wetter, heiszes, schwüles; brütigen hunger haben, heiszen hunger. aber auch: ein brütiges ei, ein bebrütetes, angebrütetes; brutige, faule eier, ova inepta, incubatione derelicta. Henisch 540, 62.
 
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brütkaste, m. was brütfach.
 
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brütkästchen, n. das schirachsche brütkästchen und der brütofen. J. P. teufelsp. 2, 14.
 
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brütkessel, m. ahenum: ich musz wissen, wie der innerst brütkessel geschaffen ist. Garg. 42b; ein dintenhorn, welches so viel hielt als die bambergische brutkessel. 140b.
 
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brutknospe, f. die sich von der pflanze trennt und selbst ausbildet.
 
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brutkörblein, nidus: so war sein haushaltung schon bestellt, fürnemlich wann er ein stang oben durchzog, darauf der han mit seinen kebsweibern sasz und ein storkennest oder prutkörblin darbei aufricht, auf das sie ihm die eier nicht auf den kopf ins lang haar legten. Garg. 195b.
 
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brutlache, f. stehendes wasser, worin sich fischleich findet: es sol ouch nieman deheine brtlache z valle verstellen, es sige mit wartolfen oder mit riusen. Mones zeitschr. 4, 84.
 
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brütler, m. incubans: den weiberbeherschten gaucheierbrütlern rufen. Garg. 109a.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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