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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
brustlatz bis brüstlindig (Bd. 2, Sp. 450)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brustlatz, m. pectorale.
1) bei männern, wie brustfleck, brustlappe, die weste:

und het ein guten brustlatz bkomen.
Wolgemut 116;

der (fuchs) hat ein schonen warmen balk,
wenn ir im den von stund abzügt,
ein weil für ein brustlatz trügt,
damit die krankheit solt überwinden. das.;

anstatt des strohes brauchte ich meinen schönen in lauter streifen zerrissenen brustlatz, machte feuer an und blies so lange, bis das ziemlich klein gesplitterte holz in volle flamme gerieth. Felsenb. 1, 142; in der dünne meines brustlatzes. Fr. Müller 2, 181; die weste, innen von weichem sammt, auszen glatte seide, je behaglicher mir unter diesem wolgeeigneten brustlatz wird, je bedrängter ist mein gewissen. Bettine br. 2, 155.
2) bei frauen, ein mieder.
 
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brustlatzknöpfchen, cypraea globulus, sonst auch blosz knöpfchen, kügelchen, perlchen, nnl. knoopje, pareltje.
 
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brustleder, n.
 
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brustlehne, f. lorica, pluteus, an fenstern, gebäuden, was brüstung, brustmauer; an brücken das geländer.
 
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brustleib, m. was schnürleib oder das blosze leib, leibchen.
 
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brustleiden, n. brustkrankheit: sein hartnäckiges brustleiden will keinem mittel weichen.
 
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brustleidend, brustkrank.
 
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brustleier, f. den büchsenspannern ein bohrer, dessen gestell an die brust gesetzt wird, brustbohrer.
 
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brüstlein, n. mamilla, papilla. mhd.

daʒ erstracte im sîniu brüstelîn. Parz. 118, 17.

nhd. die brüstlein sollen an den jungfrauen klein sein und tapfer. buch der natur von 1483; Alexander ein wenig höher greif, da fand er zwei rundige, weisze, herte brüstlein, da er wol bald erkannt, dasz der herr und junge apt ein fraw must sein. Bocc. 1, 51, wo aber der Ulmer druck liest 'zwei radscheibe herte prüstlin'; auch ir stirn, nasen und iren rosenfarben mund und besonder ir wolgeschickte brüstlein preist. 1, 254a; nachdem beide jungfrauwen mit den netzen in den weier giengen, denen das wasser bis an ire brüstlein schlug. 2, 187b; und iren (ei) deren (der küsse) etliche an mündlein und brüstlein trungenlich abname. Ismenius 43a;

brüstlein, rothe wangen,
das alles schaft der hochgelehrte mann.
Göthe 41, 18.


 
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brüstlich, pectoralis: nun in solchem seugenden stand ist er gestanden bis auf ein jar und zehen monat, nicht lenger hat er den brüstlichen saft ziehender und lüllender weis ersogen. Garg. 111a.
 
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brüstlindig, mollis, lenis pectore, Fischarts stelle ist unter anbiegig ausgeschrieben. vgl. mhd.

ir brüstel linde unde wîʒ Parz. 110, 25.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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