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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
buhlen bis buhlerisch (Bd. 2, Sp. 501 bis 505)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) buhlen , amare, venere uti, minnen, freien, begegnet noch nicht in rein mhd. quellen, wäre gleichwol möglich, die frühsten stellen aus dem Dresdner roseng. und aus den fastn. spielen sollen hernach beigebracht werden. voc. 1482 aa 2a hat pulen freien, Dasypodius 311a blen liebhaben, amare, habere rem cum aliqua; nnl. boelen steht gleich dem schw. bola, dän. bole nur für unerlaubter liebe pflegen. ganz unverwandt ist den buchstaben nach das dän. beile, freien, um liebe werben, welches aus altn. biðla (wie seile aus sigla) entspringt und in der bedeutung sich berührt, aber erlaubtes werben meint. formell hätte buolen aus buobilen eine ähnliche wandlung erfahren.
1) intransitiv, ohne casus,
a) auf beide geschlechter zusammen bezogen: kom, lasz uns gnug bulen (vulg. inebriemur uberibus, was Luther vorher gab: lasz uns der brüste satt werden) bis an den morgen und lasz uns der liebe pflegen. denn der mann ist nicht daheime, er ist einen fernen weg gezogen. spr. Sal. 7, 18.
b) auf männer: so ein junger gesell blet in diser statt zur ee oder sunst. Frank weltb. 205b;

der welcher buhlet hat vil plag,
und der nicht buhlet het all tag
auch müh gnug sein herz zu verdrieszen.
Weckherlin 395;

es sei auch was es sei. die sing- und seitenschulen
die lernen uns bevor das wol vergunte buhlen,
und wie man sittsam wird.
Fleming 58 (59);

was bei schwärmen, trunk und buhlen
freier geister handwerk ist.
Günther 194;

wer sonst bult, der bult mit reden, schreiben, winken, tanzen, pfeifen,
bauren bulen gar vil näher, bulen balde nur mit greifen.
Logau 3, 4, 68;

vgl. die 1, 1754 angezogne stelle.
c) auf frauen:

ein frawe die da bult aus dem haus.
Keller alte schwänke s. 26;

die tochter buhlt. o straft sie nicht,
das gute kind will allen,
wie ihres vaters reim, gefallen.
Lessing 1, 20.


d) auf thiere:

sticht selbst ein ferklin ab, würgt einen feisten han,
der unwerth (untüchtig) ist gemacht und nicht mehr buhlen kan.
Opitz 1, 157 (162);

wo sie auf der nechsten weide
zwene spatzen buhlen sehn.
Hagedorn 2, 153;

wie buhlen dort die turteltauben. 3, 35.

[Bd. 2, Sp. 502]



e) buhlen wird gern gesagt von luft und fächelndem winde: flattert vielleicht in jenem buhlenden zephyr ein atom Anakreons? Schiller 700b. vgl. 3, b, buhler 2 und auch buhlerisch, freierisch.
2) mit dem dat. der person, hofieren, den hof machen: das mochte sie vielleicht umb ires adels willen thun, oder sich vielleicht irer schöne übernam und daucht, er ir zu bulen nit wirdig were. Bocc. 1, 295a; nachdem aber etliche herren dem fräulein buhleten. Schweinichen 2, 33; da ich doch meinem itzigen weibe bis ins fünfte jahr buhlete. 2, 138;

auf deutsch ist welt ein weib, lateinisch ist sie mann,
drumb siht man, wie jetzt mann, jetzt weib ihr buhlen kan.
Logau 1, 6, 26;

buhler sind gemeinlich blinden, wer ihm selbst buhlt, der ist blinder,
dann der buhler buhlt dem buhler, buhlt und wird gebuhlt nicht minder. 2, 2, 36;

die sternen buhln der nacht, ziehn ihr ihr goldstück an.
Lohenst. Arm. 1, 1129;

ihrer vil schelten den Macchiavellum offentlich, lieben und buhlen ihm dennoch ingeheim. Butschky Patm. 424.
3) buhlen, und die praep. um, werben, sich mühen.
a) bezogen auf männer:

ich puolt umb eine eins wol zwir. fastn. 340, 24;

do puolt ich umb unser mülnerin. 345, 25;

einer der eim umb sein eeweib pult. 711, 7;

auch was zierlich gmalt an der wand,
wie Vertumnus der jüngling zart
umb die Pomona blen ward.
Wickram bilg. 76;

und ich gieng fur dir uber, und sahe dich an, und sihe es war die zeit, umb dich zu bulen, da breitet ich meinen gern uber dich. Ez. 16, 8; gehe noch eins hin und bule umb das bulerisch und ehebrecherisch weib. Hos. 3, 1; nun Ricardus umb dieselbige schöne frawe bulet. Bocc. 1, 161a; ein wittfrau sagt von zwein, die umb sie buleten. Lehmann 164; um dieselbe (fräulein) bulete ein teutscher fürst aus der nachbarschaft. Micrälius 2, 160;

Nisus buhlte stark um Nisam, dieses gab ihr viel beschwerden,
wolt ihn nicht, sie freit ihn aber? seiner also los zu werden.
Logau 3, zug. 59;

wärest du nie doch geboren, das wünscht ich dir, oder gestorben,
eh du um weiber gebuhlt.
Voss Il. 3, 41.


b) auch diese construction gilt von winden und schmetterlingen:

(das kind, es) haschte schmetterlinge,
die um die rosen buhlten.
E. von Kleist 1, 38;

der zephyrn gleich um alle blumen scherzet,
um alle buhlt, doch nur die schönsten herzet.
Wieland.

dann wird sie auf andere werbungen erstreckt: do zmal was ouch der cardinal (von Sitten in) Zürich, der bulet umb Züricher, sie sölten mit im zum bapst zien. Plater 31

wir buhlten nicht um schätze, nein um ehre.
Gotter 1, 279;

wie lange schon buhlt ich nicht um das glück
vor euch zu stehn! 1, 268;

da wir buhlten um die ehre des gesanges. Göthe 16, 167; daher sind die künstler übler daran, die persönlich um den beifall des moments buhlen. 44, 267; um die gunst des volks buhlen, auram popularem captare;

kann wol was ungereimter sein, als zwei
unsinnige, die um dasselbe buhlen!
Schiller 241b;

o jetzt, jetzt lern ich sie verstehn, sie haben
nur um bewunderung gebuhlt. 295b;

doch von ferne dir nach sind stets drei künste geschlichen,
die mit wechselndem glück oft um dein lächeln gebuhlt.
Rückert 276.


4) buhlen und die praep. mit,
a) von männern: denn Juda bulet mit eines frembden gottes tochter. Maleachi 2, 11; und schämeten nicht einer dem andern zu offenbaren und ein ieglicher hätte gern mit ir gebulet. Susanna 11; maulchristen, welche einen scheinheiligen wandel äuszerlich führen, aber in heimlichen sünden stecken bis über die ohren und mit dem teufel buhlen. Schuppius 641;

wo bader und balbier mit Meditrinen buhlen.
Günther 382;

der so die tochter will, musz mit der mutter buhlen. 550.


b) von frauen: aber du (Judaea) sprichst, ich musz mit den frembden bulen und inen nachlaufen. Jer. 2, 25; und (Ahala) bulet mit allen schönen gesellen in Assyria. Ez. 23, 7; die hexe bekennt, mit dem teufel gebuhlt zu haben.

[Bd. 2, Sp. 503]



c) anwendung auf naturerscheinungen: die kalte nachtluft stählte mich, ich buhlte, neckte mich mit den tausend augen der finsternis, die aus jedem busch uns entgegen blitzten. Bettine tageb. 4, 8; mit lufterscheinungen (phantomen) buhlen. Klinger 8, 122.
d) andere anwendungen:

ein vogel ist es, und an schnelle
buhlt es mit eines adlers flug.
Schiller 74b;

ein quidam sagt, ich bin von keiner schule,
kein meister lebt, mit dem ich buhle (wetteifre).
Göthe 2, 292.


5) transitives buhlen mit acc.
a) von männern gesagt:

mir puolt auch niemant das schön weib,
denn es thu mir einer zu eim neid. fastn. 633, 26;

die hausfrau pulstu durch gewin,
dich müsziggend zu prengen hin,
die dochter in pöser begir
dich zu erlustigen mit ir,
die meid zu hilf der kuplerei. 1075;

für war er blt ein andres weib.
Uhland 170;

ein kurzer mann hiesz Hänselein,
der thät ein jungfrau bulen.
Hoffm. gesellsch. s. 230;

kein zager blt kein schönes weib.
Scheit grob. E 1;

ein verzagt herz bult kein schön frawen.
H. Sachs IV. 3, 5a;

prudens dominatur astris,
und kan bulen schöne weib
in urbibus atque castris. de fide meretr. 103;

wenn einer einem das weib wil blen, so msz er vor den man blen. Keisersb. brösaml. 92; als so du einen lobst in sünden, das einer eim andern sein frauen blet. s. d. m. 31b; denn bald nach der flucht hat er seines bruders weib gebulet. Melanchthons Daniel deutsch von Jonas 116; Machomet hett allein funfzehen hausfrauen all edel und der concubinen on zal, welche er all einschlieszen liesz, damit sie von niemant anderen gesehen oder geblt würden. Frank weltb. 122a; Tristan bulet euwer weib. buch der liebe 87, 2; der frawen man, die der bilger bulet. Bocc. 1, 168b; fraw Magdalena, wiewol sie lange zeit von dem herzogen gebulet was gewesen. 1, 219a; der im gute zeit fürgenommen hett, die jungfraw Simona zu bulen und lieb zu haben. 1, 234a; wie Anastasius ein fraw bulet. 1, 294b; denn ir wol kund und wissend war, dasz Friederich den falken on masz lieb hett und auch dasz sie Friedrich gebult hett. 1, 300a; wargenommen hette, dasz sie ein junger bürger bulet. 2, 36b; derselbig jung sie vor langer zeit gebulet hette. 2, 54b; mir hat einer gesagt, wie du ein junges schönes mägdlin hie bei nechst bulest. 2, 95; der kaufmann hette ein knecht, der das weib gern gebulet hett. alt. weisen exemp. 89a;

ward fro, verliesz gar bald die schulen,
begund eins bürgers frawen bulen.
Waldis Es. 4, 27.


b) von frauen:

do si (Krimhilt) nun was gewachsen,
do pult si einen helt,
der was grosz ungelachsen,
zu dem sie sich geselt. Dresdn. roseng. 3;

blt er ein weib, bl ich ein man.
Uhland 170.


c) diese fügung mit dem acc. scheint im 17 jh. erloschen, und nur zusammensetzungen würden sie heute noch gestalten, z. b.

ir habt dem mair sein weib ab pult. fastn. 651, 34

liesze sich ebenso ausdrücken: abgebuhlt. s. hinwegbuhlen.
 
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buhlenart, f. ganeonum, adulterorum mos:

und wie wir oft sodann im raub genossen
nach buhlenart des ehstands heilge rechte,
von reifer saat umwogt, vom rohr umschlossen,
an manchem unort, wo ich michs erfrechte.
Göthe (ungedr.).


 
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buhler, m. amasius, adulter. dies wort, das nichts ist als fortbildung von buole, buhle, obschon sich kein mhd. buolære anbietet, könnte verleiten hinter ihm als grundlage ein mlat. puellarius, παιδεραστής bei Ducange 5, 505c anzunehmen und nicht nur erscheint in einer urk. von 1272 in Langs regesten 3, 388 ein Chunradus puollærius, sondern Albrecht in seinem Titurel 180 sagt

Ovidium puellære las ich,

wie er ihn nochmals 250 Ovidium den lecker nennt, im verfolg 5093 den wîsen. jener Conrad mag nun ein Puhelære sein, denn in fast gleichzeitigen bair. urkunden begegnet Cunradus de Puhele, auch der dichter Püller MSH. 4, 411 käme in betracht. aus puellære und puellarius unser weitwurzelndes buole entspringen zu lassen, wäre verkehrt. voc. 1482 z 8b gewährt puler, amasius, voc. predic. d 7a concubinarius, ein buler.

[Bd. 2, Sp. 504]



1) in üblem sinn: es kumpt ein anderer, ein ofner bler, lei oder priester, der do grosz ergernus gibt dem volk umb siner biwonung willen, das er also offenlich bi der metzen z hus sitzt, mit deren er kinder hat. Keisersb. bilg. 94a; so spricht der bler, wir wöllen im wol thn, das es der man und der junker nit innen wirt. s. d. m. 12b; spricht man das ist ein spiler oder ein bler, man spricht nit pfuch. 24b; du aber hast mit vielen bulern gehuret, doch kom wider zu mir, spricht der herr. Jer. 3, 1; denn allen andern huren gibt man geld, du aber gibest allen deinen bulern geld zu. Ez. 16, 33; Ephraim schenkt den bulern. Hos. 8, 9;

so haben wir mit augen gsehen
ein buler aus deim zimmer gehen.
Ayrer 135a;

Apollo ein verworfener buler. Gryphius 1, 478.
2) in gutem sinn: ein armer köler gedacht, du liegst allhie im wald, arbeitest tag und nacht, bleibst doch für und für ein armer mühseliger buler und stumpfer (stümper). Kirchhof wendunm. 131a;

kein geld ich hab, bin drum schabab,
weich aus der buler straszen.
Hoffm. gesellsch. s. 86;

dasz aber ich hab keinen gleichen
und alle buhler mir weit weichen,
ist kein gedicht.
Weckherlin 400;

ein buhler soll nur seiner lieb willfahren. 481;

wenn bei geheimer nacht
ümm sein geliebtes haus ein muntrer buhler wacht.
Fleming 645;

denn auf disz seh ich sich schwingen
dicke schwarze wolken auf,
so uns armen buhlern bringen
leid und pein und schmerz vollauf. 505;

Albella, wärest du gleich nur ein kalter stein
würd ein Pygmalion dein buhler dennoch sein.
Logau 1, 5, 44;

wann jungfern wollen frein und ändern ihren titel,
ist ihre meiste sorg um ihres buhlers mittel
zu ihrem unterhalt. 2, 3, 62;

wann die buler ihrer selbsten solten zu narcissen werden,
hett es fast so viel narcissen, als es menschen hat auf erden. 3, 5, 1;

der buhler liebt die mutter um der tochter willen. Philand. 1, 9b; wann er mit einem schönen mägdigen allein in einem gemache säsze, andere buhler schliefen, seine begierde aber wachete. pers. rosenth. 5, 12;

schöne buhler werden kommen,
werden dich um liebe flehn.
Bürger 6a;

wind ist der welle
lieblicher buhler,
wind mischt vom grund aus
schäumende wogen.
Göthe 2, 59.

wie die winde sonst auch DWB söhne und DWB enkel heiszen (mythol. 598), vgl. DWB buhlen 1, e. 3, b. siehe mitbuhler und nebenbuhler.
 
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buhlerart, f. o wie mit groszem schmerzen hab ich dieselbige nacht solche bulerart empfunden. Ismenius 39a.
 
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buhlerauge, n.

wenn mich nicht die brunst erhitzet
die aus ihrem herzen steigt,
ist es nichts, ob sie gleich schwitzet
und ein buhlerauge zeigt.
Schirmers sing. rosen lied 39.


 
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buhlerbürschlein, n. und endlich du mein gassentretendes bulerbürstlein, das hin und wider umbschilet und nach dem holz stinket. Garg. 17b.
 
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buhlerei, f.
1) amores, scorta: auf buhlereien ausgehen;

schönheit hilft wol zur bulerei,
schön gstalt macht frech und stolz darbei.
fromkeit hilft nichts zur bulerei,
drum mir dasselb verboten sei.
Hoffm. gesellsch. s. 283;

wer nichts mehr vermag von thaten,
ob er viel vermag im rathen,
mag nur bei den buhlereien
dieses namens sich verzeihen.
Logau 1, 7, 43;

belebt die buhlerei nicht jeden sperling mehr,
als alle lüsternheit den traurigen Tiber?
Hagedorn 1, 16;

die sanfte schmeichelei,
die mittlerin vergnügter buhlerei. 2, 112.

die praep. mit und um fügen sich zu buhlerei wie zu buhlen: die buhlerei mit der frau, um die frau.
2) carmen amatorium. Weckherlin 698 überschreibt: buhlereien oder liebgedichte.
 
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buhlergeschäft, n. dasselbe: in den elegien hat man

[Bd. 2, Sp. 505]


erst nur traurige sachen, nachmals auch buhlergeschäfte geschrieben. Opitz poeterei 24.
 
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buhlerhaft: bald sind es die schlüpfrigsten reden, die buhlerhaftesten scherze, die euch an uns gefallen. Lessing 2, 20.
 
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buhlerin, f. meretrix: ein hurrische, bubische fraw, ein bulerin. Eichman voc. pred. n 2a; eine gemeine buhlerin; sie ist zur buhlerin geworden, herabgesunken; fleuch die bulerin, das du nicht in ire stricke fallest. Sir. 9, 3;

die schöne bulerin.
H. Sachs I, 516c;

der verräther! im triumph
vor seiner buhlerin mich aufzuführen!
Schiller 433b;

welche gleich der babilonischen huren ein verschreite bulerin geschetzt wurde. Ismenius vorr.; abgefäumte buhlerin. Lessing 7, 154; die kecke buhlerin. 7, 156. auch blosz werberin: galanterie als eine blosze buhlerin um den beifall des geschmackes. Kant 1, 373.
 
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buhlerisch, amatorius, meretricius, bei Fleming sonst auch freierisch: gehe noch eins hin und bule umb das bulerisch und ehebrecherisch weib. Hos. 3, 1;

wenn die buhlerische luft
sie (die wellen) verschläget an die kluft.
Fleming 507 (504);

das buhlrische geschlechte.
Günther 522;

die lerche steiget in die höhe,
ihr buhlerischer lustgesang
verehrt und lobet lebenslang
die freie liebe, nicht die ehe.
Hagedorn 3, 35;

so schön, dasz man es gern vergiszt,
dasz sie ein wenig buhlrisch ist.
Lessing 1, 20;

als ihm des königs buhlerische absicht
verraten war, da jauchzten seine mienen.
Schiller 264b;

buhlerische neigung im feinen verstande, nemlich eine geflissenheit einzunehmen und zu reizen. Kant 7, 386.