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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bruststimme bis brusttuch (Bd. 2, Sp. 451)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bruststimme, f. vox pectoralis, aus voller brust hervorgehende stimme, vgl. DWB brustgesang.
 
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bruststreif, m. taenia pectoris, busenstreif.
 
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bruststrenge, f. raucitas: es vertreibt den pferden, rindviehe und schafen die bruststrenge, das keichen und husten. Tabernaem. 624.
 
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bruststrich, m. franz. jabot, bruststreif.
 
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bruststück, n. nnl. borststuk, in mehrfacher bedeutung.
1) segmentum carnis de pectore sumtae, was brustkern vom rinde, man sagt aber auch das bruststück von einer gans: wer das bruststuck an der gans gern isset, dem geraten die gäns nicht wol. Henisch 540. das bruststückchen.
2) imago clipeata, was brustbild.
3) thorax, brustharnisch.
4) das bei fechtübungen vor die brust gebundene leder, zum auffangen der stösze.
 
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brustsucht, f. phthisis, tabes, schwindsucht: kummen die täglichen febres usz der lungen oder brustsucht. Gersdorf 19; als Julianus, mit einer brustsucht beladen, viel blut auswarf. Spangenberg lustg. 620.
 
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brusttäfer, n. pluteus parietum, getäfel an der wand. die wände mit brusttäfer zieren oder bekleiden. Henisch 540.
 
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brustthee, m.
 
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brusttrank, m. decoctum pectorale.
 
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brusttropfen, pl.
 
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brusttuch, n. mamillare, fascia pectoralis. Dasypodius 310b; halsgoller. Henisch 540; altn. briostadûkr, dän. brystdug.

noch was ein krieg, der daucht mich fremd,
des prustuchs und des gefitzten hemd.
das prustuch hets ein weil bevor,
darnach do hieng man im ein or,
das man des hemds auch sech ein ort,
do hat es kein genüg an vort,
das prustuch must ganz halp hinweg. fastn. 1276;

brusttücher, die weiszen, seind gefült mit baumwollen, und stot das wammesch offen und seind uber das weisz brusttch ingebrisen, und kummen daher gleich als die reisknecht, z dem dasz die brusttücher wol stond, als sie sprechen, so geben si inen auch warm. z dem andern, so seind es die weichen tüchlin, halsmentlen, die sie under den wullinen röcken tragen, bringen nutz, dasz die ruhe des rocks si nit beiszet, und wenn sie nit brüst hond, so stoszen sie dieselben weichen tüchlin in die glenken, oder wenn sie ze vil

[Bd. 2, Sp. 452]


brüst hon, so binden sie dieselben brüst darin und halten sie zesamen, sie zerflüssen sunst, wie ein weicher kes. Keisersberg von kaufmannschatz 96a; also was auch einmal ein fäderschwinger, der trg den ht voller strauszfädern, aber ein hasenbalg z einem brusttch. Wickram rollw. 51b (89a); er würgt den habich, wicklet in in sein brusttch und stiesz in in den bsen. Frey garteng. cap. 1; gott sei bei uns und gebe, dasz es in allen köpfen richtig stehe, unterm brusttuch sind wir gut genug (herz haben wir genug). Wieland bei Merck 1, 348. die stellen zeigen, dasz es von frauen und männern getragen wurde, heute veraltet und durch halstuch vertreten.