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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
brunfthirsch bis brünkeln (Bd. 2, Sp. 431)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brunfthirsch, m. cervus rugiens.
 
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brunftplatz, m. Döbel 1, 9b. 123a, vgl. DWB blohm sp. 142.
 
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brunftstand, m. dasselbe.
 
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brunftwildbret, n. die hinden, hirschkühe in der brunftzeit.
 
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brunftzeit, f. beginnt beim rothen wildbret um Aegidii, beim schwarzen um Martini, und währt vierzehn tage.
 
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brunieren, polire. Ben. 1, 268b. Frisch 1, 146b. Adelung u. d. w.
 
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brunk, m. splendor, heute prunk, pracht, prahlen, vgl. DWB brangen sp. 303. vgl.bränk, DWB brenk.
 
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brunke, m. frustum, brocke, durch N erweitert, wie frago in frango: ein brunken brot, frustum panis, nach schlesischer mundart. Steinbach 1, 211. s. DWB brünkel.
 
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brunkel, f. und n. in der Wetterau und Oberhessen ein nasses gelände mit graswuchs, viridarium, scheint genau verwandt mit brink, anger: es ist brunkel; dieses land ist brunkel. zu Rainrod bei Alsfeld führt ein grasgarte den namen brunkelsgarte. Stöber in den proben aus einem elsäszischen idiotikon hat brunkel für sumpf, brunkli für sumpfig: dmatt isch brunkli. die alemannischen und schweizerischen wörterbücher verzeichnen es nicht. dies brunkel trift also ganz mit der vorstellung von bruch = aue zusammen und könnte durch einschaltung eines N daraus entsprungen sein. anzuklingen scheint das ir. bru, a low marshy country, the borders or banks of a river, bruach, the brink of a river. unvereinbar mit brunkel aue ist ein älteres gebrunkel (Pfeiffers Jeroschin s. 154), das gedränge bedeuten soll, und verbrunken, splendorem exstinguere, welche zu brunk, prunk splendor gehören.
 
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brünkel, n. frustulum: nimm nur ein kleines brünkel vernunft an. Holtei Lamfell 4, 288.
 
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brünkeln, friare, krümeln, zerreiben. Steinbach 211; pflaster beim abnehmen geprünkelt und zusammengefallen. Ettners hebamme 766.