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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
brotlaube bis brotmangel (Bd. 2, Sp. 404 bis 405)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brotlaube, f. brotschranne. Jägers Ulm 524.
 
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brotlehen, n. feudum panis coquendi, zu lehen gegebne brotbackgerechtigkeit.
 
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brötlein, n. ein brotlaibchen: ein ungebacknes brötlin. der a. m. im Tockenb. 80. auch für das liebe brot: asz mein brötlin. 26.
 
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brotlese, f. collectio favi, einsammeln des bienenbrots.
 
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brötling, m.
1) famulus, brotdiener, lohndiener: man meinte es were ein trefliches, dasz ich die kost uber dem gesindtisch so gut als die viehemagd und andere brötling hette. Philand. lugd. 3, 230.
2) agaricus Georgii, ein eszbarer waldschwamm mit süszem milchsafte: diese werden brötling genannt und werden auch rohe gegessen, vgl. mlat. buccellarius. Ad. Lonicerus kreuterbuch 81a; brötling, in der grösze der heiderling, sind ganz braun und geben eine süsze weisze milch, werden in hohen wäldern gefunden. Hohberg 3, 1, 405b. hier hat brot den begrif von speise. brätling (sp. 312) ist derselbe schwamm, mit andrer wendung des namens.
 
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brotloch, n. in gemeiner volkssprache, der mund, das maul.
 
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brotlöffel, m. cochlear paniceum, löffel, den man aus brot schneidet und nach gemachtem gebrauch zuletzt aufiszt, sonst auch brotschüsseln und brottische, wie Anchises dem Aeneas geweissagt hatte (7, 58):

quum te, nate, fames ignota ad litora vectum
accisis coget dapibus consumere mensas,

und hernach Julus ausruft:

heus, etiam mensas consumimus?

[Bd. 2, Sp. 405]


was alles bei Veldeke (sp. 111. 112 Ettm.) viel umständlicher ausgeführt ist. bei Pauli sch. u. ernst cap. 9 heiszt es: es sind aber etliche geizige herren, wenn ire schafner und amptleute reich werden und gut uberkommen, so brechen sie ein ursach von einem zaun wider sie, das sie es in wider nemen, und brotlöffel aus inen machen, denn so man ein brotlöffel gebraucht, so iszt man in denn.
 
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brotlos ,
1) victu privatus, arm: der mann ist brotlos geworden; diese ränke machten ihn brotlos, brachten ihn um sein brot.
2) infructuosus, inutilis, kein brot bringend: brotlose grillenfängereien. Weise erzn. 221; vielleicht ahndete mir, dasz eine zeit kommen würde, wo mir dieses einfältige handwerk nützlicher wäre, als alle brotlosen künste, die ich wol chedem getrieben hatte. Wieland 8, 352.
 
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brotlosigkeit, f. egestas.
 
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brotlümmel, m. homo desidem agens vitam, der sein brot iszt, ohne etwas zu verrichten: was soll ich nun mit dir weiters anfangen, du brotlümmel, zu was bist du mir nutz? ungr. Simpl. 16. vgl. DWB brothemel.
 
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brotmangel, m. inopia alimentorum.