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blumenzucht bis blumwerk (Bd. 2, Sp. 167)
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[Bd. 2, Sp. 167]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) blumenzucht, f.
 
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blumenzwickel, m. geblümter zwickel:

und weisze strümpfchen fein gestrickt,
mit blumenzwickeln ausgeschmückt.
Bürger 120b.


 
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blumenzwiebel, f. bulbus, bolle.
 
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blumgewirk, n.

sieh an das blumgewürk, das gleichsam leibt und lebt.
Rompler v. L. 52.


 
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blumgeziert: dem plumgezierten, fruchtgespickten, traubenbehenkten, opsreichen horn der geisz Amalthee. Garg. 115a.
 
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blumi, m. und f. name eines bunten, an der stirne fleckigen rindes. s. oben sp. 71 und hernach blümlein.
 
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blumicht, floridus, bei Dasypodius 306d blmechtig: abgrund, an dessen blumichtem rand er sorglos herum tanzte. Wieland 2, 248; auf dem blumichten pfade des vergnügens. 3, 242; die schöne Lili hüpfte auf dem blumichten wege fort. 6, 73; das blumichte Enna. 10, 19; noch lacht dein heiteres antlitz gleich blumichten bächen. 23, 91. bei Kleist geschrieben blumigt:

auf blumigter flur. 1, 14;

bethaute, blumigte thäler. 2, 4.


 
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blumig, floridus, floreus, oft mit dem begrif von bunt:

die obere sonne
bildet mit dieser vertrauten gehülfin den blumigen frühling.
Klopstock Mess. 1, 627;

was empfand ich, als nun das neue leben mich aufhub
aus der blumigen gruft. 15, 408;

die blume blühet, mit welcher
einiger gräber geliebte nun bald bestreuen, und dennoch
sprach nicht los das gericht den todten im blumigen grabe. 16, 36;

o gefeiert sei mir, blumiger zwölfter mai! werke 1, 46;

jetzo standen sie all in der blumigen au des Skamandros.
Voss Il. 2, 467;

erztlich gebeut sie uns der wunderbaren seirenen
zaubergesang zu meiden, und ihre blumige wiese. Od. 12, 159;

der blumige zarte schmetterling. Tieck ges. nov. 1, 25; die blumigen, lichten stunden rücken vor dem auge des menschen vorüber. J. Paul Hesp. 3, 171; die blumige welt des mondes. herbstbl. 3, 266; es ist weniger die kunst, als das blumige, fröliche, hohe farbenspiel, wobei man auch bei regenwetter immer in den sonnenschein zu sehen glaubt, was mich zu dieser malerei (der glasmalerei) hinzieht. Hegner 4, 175.
 
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blümlein, n. flosculus, blümelein, blümchen, wo schon stellen angeführt wurden:

ich seh auf breiter heide
gar manches blümlein stan,
sie sind gar wol bekleidet,
grosz freud hab ich daran.
Hoffm. ges. 26;

jetzt thun die blümlein blühen,
viel schöne röck anziehen. 59;

und demnach solch werklin von vielerlei mancherhand blümlein zusammengeraft und gesamlet ist. bienenk. 6a; man heiszt selten ein k blümlin, sie hab dann ein bunten flecken. Frank spr. 2, 52a; wie man dann ein kue nit umbsonst bläslein heiszt, sie hab dann ein blümlein. Katziporus g 2.
 
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blumreich, was blumenreich, geblümt:

das feld mit blumreich grünem kleid.
Weckherlin 224.


 
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blumwerk, künstliche zierrat am gebälk und getäfel: inwendig war das ganze haus eitel cedern, mit gedreten knoten und blumwerg, das man keinen stein sahe. 1 kön. 6, 18; schnitzwerg von ausgehöleten cherubim, palmen und blumwerg inwendig und auswendig. 6, 29. die neueren ausgaben ändern in blumenwerk. Frischlins nomencl. 314 gibt: schön und blumwerk, picta vestis, palmata. in anderm sinn Spangenberg lustg. 446: also wird alles grünend gewächs ein meien genant, auch wol etwan von allerlei blumwerk gemachte sträusz also (d. i. meien) geheiszen.