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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
lehensasse bis lehenscurie (Bd. 12, Sp. 542)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) lehensasse, m. der zu lehen sitzt: lehensasz dem freisasz entgegen gestellt. weisth. 3, 674; er sei lehensatz oder freisatz. 725.
 
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lehensbesserung, f. melioratio feudi. Frisch 1, 597a.
 
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lehensbürde, f. onus feudi, was für last bei einem lehen ist, was man dagegen thun musz. ebenda.
 
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lehenschaft, f.
1) die eigenschaft als lehenmann: lehenschaft zieht keine unterthänigkeit nach sich. Pistorius thes. par. 6, 70.
2) die belehnung und das verliehene lehen selbst: alle lehenschaften der fryen handtlehengütter, und alle väll von den gotzhuszlütten, ouch alle vasznachthünr, gehörend ainem herren von sant Gallen und sinem gotzhus. weisth. 1, 218 (st. Gallen, von 1469); in solchen briefen bezeuget käyser Ludovicus IV dasz er die herzogthümbe zu Stettin, Pommern, Wenden, Cassuben .. von der mark, von der sie (wegen newlicher begnadigung) zu lehen giengen, genommen, und dem römischen reiche .. wieder vereiniget .. habe, also das die herzogen aus Pommeren an die marggrafen und die mark von derselben lehenschaft wegen nichtes zu fordern haben, sondern jhre herzogthümber und herrschaften fürbas ewiglichen zu rechten lehen unmittelbahr von dem reich empfahen sollen. Micrälius alt. Pommern 3, 331.
3) im bergbau bezeichnet lehenschaft dasjenige vertragsverhältnis, wonach ein bergwerksbesitzer sein bergwerk oder einen theil desselben auf eine gewisse zeit und gegen einen vereinbarten antheil am gewinne zum abbaue überläszt; ferner die genossenschaft der ein bergwerk in dieser weise übernehmenden bergarbeiter; das bergwerk oder der feldestheil, die so zum abbau überlassen sind; ein bergwerkseigenthum (bergwerk, stollen) überhaupt; endlich die genossenschaft der bei einem bergwerk als eigenlehner betheiligten personen. Veith bergwörterb. 323.
 
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lehenschafter, m. lehenhäuer. Veith 324.
 
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lehenschatz, m. laudemium. Haltaus 1231.
 
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lehenschein, m. schein über die ertheilung oder das empfangen eines lehens; lehnschein (im bergwesen, über ein gemutetes und bestätigtes lehen) mineral. lex. 362b.
 
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lehenschreiber, m. scripturarius. Maaler 267b; secretarius fori feudalis. Frisch 1, 597c.
 
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lehenschuld, f. debitum feudale. ebenda.
 
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lehenschulz, m. scultetus qui praedium cum ipso officio feudale habet. ebenda; die erb- und lehnschulzenämter werden (nach der neuen preuszischen kreisordnung) aufgehoben. Frankf. journal vom 5. jan. 1873.
 
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lehenscurie, f. lehenhof, curia feudalis, der ort wo alle lehenssachen hingehören. Frisch 1, 597a.

 

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1) gaffen
 ... fieng er von neuem an mit weit offnen augen und gähnendem munde zu gaffen. Wieland 11, 254 ( Sylv.
 
2) gähnaffe
 ... machen, höhnend, wol wie pah! gesagt wird mit gähnendem munde: Amalia ( die um Petern wirbt ). nun, ihr
 
3) gähnen
 ... machte. 9, 13 ; am rande des gähnenden grabes. Göthe 8, 291 , ein vielgebrauchtes
 ... steigst ab in solcher gräuel mitten, im gräszlich gähnenden gestein. 41, 252 ;
 ... sie wird im mittelalter als gähnender rachen gebildet, im gähnenden grab wirkt das bild nach. ähnlich von der nacht:
 ... schwarz aus dem weiszen schaum klafft hinunter ein gähnender spalt. Schillers taucher;
 ... 2, 121 , sie wird im mittelalter als gähnender rachen gebildet, im gähnenden grab wirkt das bild nach.
 
4) geber
 ... geber , m. hiatus, gähnendes öffnen des mundes, der letzte geber eines sterbenden: das
 
5) genemeulen
 ... genemeulen , mit offnem ( gähnendem ) maule auf etwas blicken: unser schwermer ... gaffen
 
6) gewalt
 ... schwarz aus dem weiszen schaum klafft hinunter ein gähnender spalt, grundlos als giengs in den höllenraum.
 
7) gewand
 ... und nun von fern winkt gähnend das gespenst des alltags wieder im spinnwebgrauen, schleppenden
 
8) gienaffe
 ... 1, 1148. zu gienen B als einer, der gähnend oder dumm schauend, müszig den mund offen hat; vgl.
 
9) gienung
 ... ahd. gl. 3, 411, 41 St. - S.; der gähnende abgrund, spalte: ( die hölle ) heizet ouch baratrum, daz
 
10) grab
 ... personifizierenden gebrauchs zu einem ungetüm, mit einem rachen, der sich gähnend öffnet und die menschen zu verschlingen droht; wahrscheinlich wirkt das
 ... menschen zu verschlingen droht; wahrscheinlich wirkt das mittelalterliche bild vom gähnenden höllenrachen mit und noch nach. die hierher gehörigen prägungen zeigen
 ... hinüberzutreten. das grab gähnt: am rande des gähnenden grabes Göthe I 8, 297 W.;
 
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