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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
lehenband bis lehener (Bd. 12, Sp. 539)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) lehenband, n. das band des lehenträgers zu seinem lehenherrn: das lehnband wird allgemein der ablösung zugeführt. thronrede des kaisers von Österreich vom 15. mai 1869.
 
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lehenbar, adj., mhd. lêhenbære, für ein lehen geeignet: eine auszführliche lehensregistratur .. darinnen die lehnbahre stücke in- und auszerhalb landes .. beschrieben wird. Löhneys regierkunst (1679) 743a; lehenbar wird ein kind im 13ten jahre. Frisch 1, 597a; ein lehenbares fürstentum, principatus qui feudum est vel fieri potest. ebenda.
 
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lehenbauer, m. ein bauer der sein gut zu lehen hat.
 
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lehenbrief, lehensbrief, m. litterae investiturae, libellus clientelaris. Frisch 1, 597a: wenn ... diejenige absterben, und nicht mehr sein, denen sonst nach erforderung der lehenbriefe das lehen gebührete. Löhneys regierk. 743b; die auszfertigung der lehnbriefe, nach inhalt der alten uhrkunden. 743a; er zeigte mir seinen lehnbrief von anno 1762. Göthe 43, 155.
 
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lehenbuch, n. register der lehengüter. Frisch 1, 597a; buch des lehenrechts: als daʒ lehenbuoch seit. Schwabensp. cap. 131.
 
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lehenbürger, lehensbürger, m. ein bürger, welcher von einem lehensherrn etwas zu lehn hat.
 
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lehendienst, m. ritterdienst, servitium vasalli equo: versagung der lehendienste, denegatio servitiorum feudalium Frisch 1, 597a;

dann fahre wohl, landfriede! dann, lehndienst, gute nacht!
dann ists der freie ritter, der alle welt verlacht.
Uhland ged. 361.


 
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lehendienstbarkeit, f.: mouvance, servitus praedii beneficiarii, lehen-dienstbarkeit. wohlredendes wörterb. 1, 620a.
 
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lehenempfänger, lehensempfänger, m.
1) dem etwas geliehen wird. lehnsempfänger Kant 5, 108.
2) der ein lehen bekommt: lehensempfänger qui feudum accipit Frisch 1, 597a.
 
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lehenempfängnis, lehensempfängnis, f. die erhaltung eines lehens: der under theil der zelten, under welchen die lehenempfängnusz vorgieng. Zinkgref apophth. 1, 44; einem lehnprobsten .. der bei der lehnempfangnüsz das wort thut. Löhneys regierkunst 743a; dafür lehensempfahung investiturae actus Frisch 1, 597a.
 
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lehener, m.
1) der darleiher: der reiche herrschet über den armen, und wer borget, ist des leheners knecht. sprüche Sal. 22, 7.
2) einer der etwas zu lehen trägt.
3) besitzer eines lehens, bauerngutes (vergl. DWB lehen 4). Schm. 1, 1464 Fromm.
4) bergmeister, der die gruben lehenweise vergibt, lêner Lexer mhd. wb. 1, 1860; sonst in den zusammensetzungen afterlehner und eigenlehner, der fremdes oder eigenes grubenfeld bebaut. Veith 323.

 

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1) gaffen
 ... fieng er von neuem an mit weit offnen augen und gähnendem munde zu gaffen. Wieland 11, 254 ( Sylv.
 
2) gähnaffe
 ... machen, höhnend, wol wie pah! gesagt wird mit gähnendem munde: Amalia ( die um Petern wirbt ). nun, ihr
 
3) gähnen
 ... machte. 9, 13 ; am rande des gähnenden grabes. Göthe 8, 291 , ein vielgebrauchtes
 ... steigst ab in solcher gräuel mitten, im gräszlich gähnenden gestein. 41, 252 ;
 ... sie wird im mittelalter als gähnender rachen gebildet, im gähnenden grab wirkt das bild nach. ähnlich von der nacht:
 ... schwarz aus dem weiszen schaum klafft hinunter ein gähnender spalt. Schillers taucher;
 ... 2, 121 , sie wird im mittelalter als gähnender rachen gebildet, im gähnenden grab wirkt das bild nach.
 
4) geber
 ... geber , m. hiatus, gähnendes öffnen des mundes, der letzte geber eines sterbenden: das
 
5) genemeulen
 ... genemeulen , mit offnem ( gähnendem ) maule auf etwas blicken: unser schwermer ... gaffen
 
6) gewalt
 ... schwarz aus dem weiszen schaum klafft hinunter ein gähnender spalt, grundlos als giengs in den höllenraum.
 
7) gewand
 ... und nun von fern winkt gähnend das gespenst des alltags wieder im spinnwebgrauen, schleppenden
 
8) gienaffe
 ... 1, 1148. zu gienen B als einer, der gähnend oder dumm schauend, müszig den mund offen hat; vgl.
 
9) gienung
 ... ahd. gl. 3, 411, 41 St. - S.; der gähnende abgrund, spalte: ( die hölle ) heizet ouch baratrum, daz
 
10) grab
 ... personifizierenden gebrauchs zu einem ungetüm, mit einem rachen, der sich gähnend öffnet und die menschen zu verschlingen droht; wahrscheinlich wirkt das
 ... menschen zu verschlingen droht; wahrscheinlich wirkt das mittelalterliche bild vom gähnenden höllenrachen mit und noch nach. die hierher gehörigen prägungen zeigen
 ... hinüberzutreten. das grab gähnt: am rande des gähnenden grabes Göthe I 8, 297 W.;
 
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