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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
treischen bis trempe (Bd. 22, Sp. 103 bis 104)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) treischen, vb., treisch, m., s. DWB treuschen.
 
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treischer, n., ein fischereigerät: und sin diser die drey gezauwe und sacke mit namen, das worffgarn, ritschbrett und das treisscher, die under in (den fischern) in vorgeschreben masse virboden sin in fronwassern (a. d. j. 1410) Frankfurter zunfturkunden 1, 185; in genau gleichem zusammenhang bietet eine urkunde vom j. 1607 die form das treibschen 1, 210. ebenda: die setzegarn, die man nennet die dreyschgarn 1, 182.
 
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trellenblume, s. DWB trollenblume.
 
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trem, bezeichnung für branntwein; wohl identisch mit engl. dram kleines gewicht, kleine Menge, schnaps, von griech.-lat. drachma, aus der apothekersprache, s. Falk-Torp 1, 152; auch ins dän., norw., schwed. gedrungen: hast du etwan bis zu dem mittagsmahl noch eine zeit, so schaue nach einem thee, caffee, brandtewein oder sogenannten wadenzwicker, reiszmichnieder, trem, und dergleichen trank, er richtet den magen wieder in die alten falten ... und machet neue lust und muth zum fressen und saufen (1752) Tölpels baurenmoral 8.
 
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tremelle, tremeie, s. trimelle, trimeie.
 
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tremisse, f., s. DWB tremse.
 
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tremmel, m., s. DWB dremel teil 2, 1399; dazu gehört tremel, teuchel, hölzerne brunnenröhre Buck flurnb. (1931) 281. nachzutragen ist weiterhin die form trim(m)el, vgl. Buck a. a. o.; zu dremel 4 das sprichwort: hund, wann man ihn schlagen wil, findet man bald einen tremmel Friedrich Wilhelm sprichwörter-register (1577) x 1a; redensartlich: wortkarg spazieren, stehen, lehnen sie herum, gespreizt und kerzengerad — als hätten sie, wie das volkswort sagt, 'einen tremmel geschluckt' Rosegger schr. I 5, 361. von einem ceremonienstab: do des baupstes büttel das sahen, die die silbrin stecken oder trömel tragen Richental chron. d. Constanzer concils 77 lit. ver.; darnach ist gangen der Trumwitz, des hertzog von Sachsen marschalck, mit ainem trimel in der hand (beim einzug zum reichstag) chron. d. dtschen städte (Augsbg. 1500) 23, 88; tremel als dreschflegel von besonderer form s. Meyer-Lübke in wörter und sachen 1, 231 Meringer; in der soldatensprache: tremmel canne du tambour - major René Delcourt 168a. — zusammensetzungen: tremmelhaufe, haufe von knüppelholz: bei der ... sägemühle spielte auf hohen trämelhaufen ein liebliches mädchen Gotthelf ges. schr. (1855) 23, 72; tremmelweiher, auch trimmelweiher, 'ein wasser, in dem die tremel (hölzernen brunnenrohre) feucht gehalten werden' Buck flurnb. (1931) 281. —
 
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tremmeln, vb., prügeln, s. DWB dremeln teil 2, 1400: und het er sie vorhin rain abgedroschen oder gepängelt, tremmelt er sie noch vil härdter Lindener katzipori 85 lit. ver.

[Bd. 22, Sp. 104]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) tremmen, vb., 'in den pfeifenmanufakturen den überflüssigen thon von der geformten pfeife ... wegnehmen' Voigtel hochdtsch. hwb. 3, 420b. aus dem engl. trim 'in ordnung bringen, ausputzen'? vgl. DWB trimmen. notiert bei Adelung 4, 667; Schrader dtsch.-frz. 2, 1380; Hoyer-Kreutter 1, 776. dazu tremmer 'arbeiter, der das tremmen verrichtet' Schrader, Adelung u. a. und tremmkopf, 'der beim tremmen in den kopf der pfeife gesteckt wird, damit er nicht zerbreche' Schrader a. a. o.
 
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tremolo, n., dass. wie tremulant 1; von ital. tremolo, daher früher masc.: der tremolo oder das beben der stimme J. Mattheson vollk. capellmeister (1739) 114; 'tremolo ist ein scharffes zittern der stimme über einer gröszeren note, so den nächsten claven mit berühret' Zedler univ.-lex. 45, 386; auch 'streichereffect durch rasches hin- und herstreichen bei gleicher tonhöhe' Moser musikwb. 125.
 
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trempe, f., s. DWB tremse.