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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schottenwasser bis schottgewicht (Bd. 15, Sp. 1613 bis 1614)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schottenwasser, n. wässerige theile, die beim käsemachen zurückbleiben: den keychenden unnd engbrüstigen ist gt wo man jnen das schottenwasser von eselmilch under kümilch z essen gibt. Forer thierb. 43b. s. schotten, m.
 
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schottenziger, m. oder sauerschotten wird nach Schm. 2, 487 aus dem süszen schotten, der beim absieden des käsewassers aufwärts steigt, und dem zu boden sinkenden sauren bereitet. s. DWB schotten, m. und ziger.
 
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schottenzucker, m. milchzucker aus nachmolke Stalder 2, 349.
 
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schotter, m. zerbröckeltes, zerriebenes gestein, einzelne auf ebenem felde vorkommende blöcke, findlinge, verwandt mit schutt, schütten; das wort erweist durch seinen stammvocal md. herkunft: geröll, wie es vom wasser abgesetzt wird Schm. 2, 487. Oken 1, 635. besonders auch von den kleingeschlagenen steinen zum befestigen der straszendämme Kehrein 366; bei Pfister 271 schutter.
 
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schotterde, f. erde, die aus einem graben ausgeworfen und zur befestigung der ufer verwandt wird Jacobsson 4, 39a; s. DWB schott, n. 3.
 
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schotterig, adj., bei Steinbach 2, 501 mit der nicht ganz klaren glossierung remissus angeführt, vielleicht als nebenform von schitterig aufzufassen. dagegen von schotter abgeleitet im sinne von 'aus geröll bestehend': schotteriger untergrund.
 
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schötterlein, n. oder schöttelein, breiige masse, die aus zerschnittenem braten, zerstoszenen krebsen u. ä. mit beigesetzten eiern u. ähnl. bereitet wird; braten-, hennen-, krebs-, leber-, spinatschötterlein Schm. 2, 487; kärnt. tschötterle, in heiszes schmalz geschlagene eier Lexer 225. der name stammt wol von dem brodelnden, zischenden geräusch beim bereiten solcher speisen; vgl. DWB schattern, DWB schättern, DWB schettern, schöttern.
 
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schottern, verb. erzittern (vgl. DWB schotten, verb.); in dieser eigentlichen bedeutung in schlesischer mundart: ich schottere, trepido, fremo; in gleichem sinne ich erschottere Steinbach 2, 501; der buchdrucker lachte unterdessen, dasz ihm der bauch schotterte. Simpl. 2, 273, 22 Kurz; wie musz ihm das herz geschottert haben (vor angst). quelle des 17. jahrh. bei Schm. 2, 487. in weiter entwickelter bedeutung: schottern, balbutire (mit der stimme zittern), erubescere, verecundari. voc. von 1482 bei Lexer mhd. handwb. 2, 775; zerschottern, transitiv, zertrümmern 3, 1080. eine ableitung von schotter, geröll, geklopfte steine liegt vor in beschottern: kiessand, mit dem die wege beschottert sind. zeitungsnotiz aus Frankfurt a. M.
 
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schöttern, verb. klappern, anfangen zu sieden cimbr. wb. 228b; s. DWB schettern.
 
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schottert, m. ungeschwänztes huhn Nemnich. Klein prov.-wb. 2, 141 (Coblenz); schottert, schätter, schetter Kehrein 366

[Bd. 15, Sp. 1614]


(hier auszerdem zur bezeichnung eines weiberrockes). bei Wander sprichw.-lex. 4, 330 der plural schottern. das wort ist wol zu schitter, schetter, locker, lückenhaft, erbärmlich in beziehung zu stellen. siebenb. schutich bedeutet verstümmelt Haltrich plan zu vorarb. für ein idiot. u. s. w. 22b.
 
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schottgewicht, n., s. DWB schott 1.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für