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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schossieren bis schoszkiel (Bd. 15, Sp. 1603)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schossieren, verb., s. DWB schose sp. 1583; das wort ist wol mit zweitem schosz 3, b zu verbinden.
 
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schossig, adj. triebe hervorbringend, in trieben aufschieszend (zu zweitem schosz 1); schössig für schüssig Tobler 399b; nd. schötig, triebig, leicht und gut schieszend, wachsend ten Doornkaat Koolman 3, 140a.
 
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schoszicht, schooszicht, schöszicht, adj. (zu erstem schosz): schosicht, sinuosus, striatus, follicans, amplus, laxus, sinuatus Stieler 1912.
 
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schoszig, schooszig, schöszig, adj. wie das vorhergehende: schoyszick, nd. schoetich, schotich, gremiosus Dief.-Wülcker 845, vergl. Schütze 4, 59; gewöhnlich umgelautet in zusammensetzungen wie lang-, kurz-, breitschöszig. hessisch schōszig, eirund, oval Pfister 267. Kehrein 366.
 
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schössing, f. vel schössinke, jaculus Dief. 283a; s.schoszschlange.
 
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schosz-, schooszjacke, f., schoszjäckchen, enganliegende damenjacke mit schöszen. in entsprechender anwendung in der männertracht: der pferdehändler .. mit seiner langen figur und der kurzen schooszjacke. Immermann Münchh. (1841) 1, 141.
 
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schoszjahr, n., besonders im plur. schoszjahre, jahre des wachsthums: ein rüstiges mädchen in den besten schoszjahren. Adelung.
 
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schosz-, schooszjünger, m. Johannes, Jesu lieblingsjünger (s. erstes schosz 4, h); dann freier lieblingsschüler, -anhänger, liebling überhaupt Adelung: dieser bischof von Cambrai — eigentlich von Patmos, da er Christi zweiter schoszjünger sein könnte. J. Paul Levana 1, 127; ohngeachtet er eben nicht ihr schooszjünger war. Musäus volksm. 2, 59 Hempel. schoszjüngerin, f., scherzhafte bildung: nehm' er sich, wie er wolle, fiel Paula, die schosjüngerinn Cölestinens, ein. Kl. Schmidt kom. dicht. 494; wie viele selige Adams von 16 jahren werden grade jetzt in ihrer sieste im grase des paradieses liegen und aus theilen ihres eignen herzens dessen künftige schooszjüngerin erschaffen sehen. J. Paul Titan 1, 134.
 
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schosz-, schooszkatze, f. (vgl. schoszhund): sogenannte schooshunde, schooskatzen und schoosvögel. J. Paul aus des teufels papieren 1, 58.
 
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schoszkelle, f. 'das hinter den sitzen auf den post-wagen angemachte behältnüsz zu kleinen kästgen' Frisch 2, 221c, vergl. Jacobsson 4, 38b; das wort ist hauptsächlich in mittel- und norddeutschen gegenden zu hause: schoszkelle, sitz auf dem vordertheile des wagens (gewisz, weil sich unter dem sitz ein verschlieszbarer raum zur aufnahme von gepäck u. ä. befindet oder befand) Hertel thür. sprachsch. 220, vergl. Jecht 99b. Kleemann 20b; schuszkelle, rundliger anbau am arbeitswagen, hinter der deichsel, in welchem der fahrende sitzt Pasch Altenburger bauerndeutsch 100; der hohle packraum in wagen oder schlitten Frischbier 1, 354b; nd. schottkell, ein schlag oder klappe hinten am fracht- oder postwagen, worauf das im wagen nicht raum findende gepackt wird Dähnert 412b; schottkell, raum im hinterwagen, vom sitz bis zum schlusz des wagens Mi 76b; als ich nun vor das posthausz kam, und die geschwinde post schon völlig besetzt war, so wolte mich der postilion nicht mit nehmen, doch that er mir den vorschlag, dasz ich mich hinter in die schoszkelle setzen solte. Schelmuffsky 98 neudr. zur erklärung des wortes vgl. oben theil 5, sp. 511 unter kelle. es ist ursprünglich entweder ein hohler raum gemeint, der verschlossen werden kann, denn nd. schot ist riegel, quer-, sperrwand u. ä.; dat schott an der döre, riegel brem. wb. 4, 680; oder aber wir haben an einen beweglichen kasten zu denken, der herein und herausgeschoben werden kann, vgl. niederd. schötken, s. DWB schoszlade, schublade Woeste 230b; das schosz, schublade, schubkasten Müller-Weitz Aachener mundart 222.
 
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schoszkiel, m. der junge, noch kleine halm, der am schossenden getreide zum vorschein kommt Adelung; s. kiel 3, a, theil 5, sp. 675.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für