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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schoszfasz bis schoszgerinne (Bd. 15, Sp. 1601 bis 1602)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schoszfasz, n. eine kufe von etwa hundert quart, die in brauereien gebraucht wird, 'die vor dem hahn des bottigs steht, und in die der meisch gezapft werden kann' Jacobsson 4, 38a (so genannt, weil man die flüssigkeit hineinschieszen läszt).
 
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schosz-, schooszfehler, m. gewohnheitsmäsziger, lieblingsfehler, wie schoszsünde gebildet: sie können seine künftigen schooszfehler daraus abnehmen. Rabener 6, 184.
 
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schosz-, schooszfell, n. schurzfell, starke schürze die den schosz bedeckt, wie sie handwerker, arbeiter tragen; schosfell, cinto di pelle d'un artigiano Kramer deutsch-ital. diction. (1702) 2, 643c; verzeichnet bei Adelung und Campe; das wort ist besonders in niederd. (als schōtvel) gegenden zu hause, vergl. Schiller-Lübben 4, 128b. Richey 236. brem. wb. 4, 679. Woeste 231a. ten Doornkaat Koolman 3, 140b, nld. schoot-vel Kilian. schoszfell ist zugleich name einer augenkrankheit der pferde: so ein rosz faist umb den kopff ist, wässerige augen oder schoszfell hat. Seuter roszarznei (1599) 147, s. oben fleugfall (richtiger fleugfell) th. 3, 1773; wahrscheinlich ist ein trübender überzug des auges, eine art schürze, die das auge bedeckt, gemeint.
 
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schoszfinger, m. finger, mit dem man zum schusse den bogen spannt, ostfries. schotfinger W. Grimm kl. schriften 3, 433.
 
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schoszforke, f. zweizinkige gabel zum aufladen von heu, stroh, garben u. ä. Frischbier 1, 202b, s. DWB schoszgabel.

[Bd. 15, Sp. 1602]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schoszfrei, adj. frei von abgaben, s. zweites schosz 2: schoszfrey, immunis a tributis Stieler 559; schoszfreye einwohner, häuser, güter Adelung; hierzu schoszfreiheit, f.
 
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schosz-, schooszfutter, n., s. DWB futter II, 7, theil 4, 1, sp. 1074.
 
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schoszgabel, f. (vgl.schoszforke): item 12 gr. vor zwo schoszgabeln. probsteirechnung des jungfrauenklosters in Arnstadt von 1479; auch schweizerisch: schoszgabel, eiserne gabel mit zwei zacken Stalder 2, 348; hölzerne gras- und heugabel mit drei eisernen zinken Hunziker 230 (ebenda hübsches volksrätsel: e hölzigi mueter, drü isigi chind, rot-mr's g'schwind); der eine redete vom misthaken, der andere von einer schoszgabel. Gotthelf Uli der knecht 119 Vetter. nd. schotgaffel Woeste 230b. das wort erklärt sich durch schieszen in der bedeutung von schieben, gleiten lassen, befördern; s. DWB schosse 1 f., schossel, schössel 2 und 3, schosser, schösser 2.
 
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schoszgatter, n. (daneben m. in älterer sprache), fallgatter im thore, cataracta portarum urbis Frisch 2, 221c; in anderer verwendung: schuszgatter, schoszgatter, schutzgatter, ein gatter- oder gitterthor, das sich vor dem ausflusz eines wassers befindet, welches daselbst seinen schusz, d. i. schnellen lauf hat (hier also ist die ursprüngliche bedeutung nicht mehr gefühlt) Jacobsson 4, 69a. auch die zweite bedeutung ist alt, so war besonders in Nürnberg ein- und ausflusz der Pegnitz mit schoszgattern versehen, s. Lexer mhd. handwb. 2, 782; vgl. weiter zum gebrauche in älterer sprache unter schuszgatter; niederd. schotgadder Schiller-Lübben 4, 125b;

nach dem liesen sie herab-fallen
die eysren schoszgatter am thor,
sperten die andren feint darvor.
H. Sachs 16, 411, 4 Keller-Götze;

auff ewr begrebnusz-thurn thut fliehen,
last die schoszgattern nider-ziehen. 20, 224, 20.


 
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schoszgeld, n. geld, das als abgabe gezahlt wird Lexer mhd. handwb. 2, 782.
 
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schoszgerinne, n.: schoszgerinne, auf den bergwercken, canalis, darein das zerstoszene erz flieset, in quem terra metallica contusa effluit Frisch 2, 221c; auszerdem 'ein wasserbett, worin das pochwasser aus dem pochtrog durch das vorsetzblech geht' Jacobsson 4, 38b; bei mühlen die leitung, die das wasser aus dem mühlgraben auf das rad führt. ebenda. in gleicher anwendung schuszgerinne.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für