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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schoszdeputation bis schosseln (Bd. 15, Sp. 1599)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schoszdeputation, f. so hiesz in hansestädten die commission, die das schosz, die einkommensteuer veranlagte.
 
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schosz-, schooszdichter, m. lieblingsdichter Hamann (1825) 7, 76; vgl. DWB schoszbuch, -jünger, -kind.
 
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schoszdirne, f. gehilfin des melkens, im winter aufseherin über die schafe; sie vertritt den schosser (s. dieses) Schm. 2, 478.
 
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schosse, f.
1) schosse, die bäckerschaufel, womit der geformte teig in den ofen geschoben wird; so schles. Weinhold 87b (ebenda kuchenschusse aus Stoppe), vgl. Kehrein 365.
2) schosse, vulva Campe, bair. 's gschōsl, österr. das gschos, nach franz. chose Schm. 2, 479.
 
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schoszechtig, adj. (zu zweitem schosz 1): schosszächtig, das vil schossz hat, cymosus Maaler 361a.
 
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schosz-, schooszeid, m. eid, bei dem der rockzipfel angefaszt wurde Grimm rechtsalterth. 158. 899. Schmeller 2, 480; zu erstem schosz 1.
 
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schoszeid, m. jusjurandum propter censum Frisch 2, 221b; die eidliche angabe über die höhe des einkommens, wonach der zu zahlende schosz veranlagt wurde; zu zweitem schosz 2.
 
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schosz-, schooszeinung, f.: in die schoseinung und gehorsam der heil. kirchen bringen möchte. quelle des 15. jh. bei Haltaus 1645. s. erstes schosz 4, e.
 
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schossel, schössel,
1) schössel, n., daneben schöszlein, schösserlein, schöszling, der hänfling (von seinem schieszenden fluge?) Schm. 2, 480. s. schösserle.
2) der schössel, bäckerschaufel, mit der das brot in den ofen geschoben (geschossen) wird Campe; vgl. Müller-Weitz Aachn. mundart 222. s. DWB schosse 1 und zweites schosz 3, d.
3) schossel, f. schrotleiter, womit aufgeladen wird (Österreich) Jacobsson 7, 270b. Klein provinzialwb. 2, 140.
4) schossel, f. überlebhafte, gedankenlose person (eigentlich person, die einen schusz, schosz hat, s. zweites schosz 3, b) Schm. 2, 479; als m. schossel, verrückter, alberner mensch Schemionek (Elbing) 36, vgl. Kehrein 365. verbreiteter ist schussel, fem. Pfister 271. Reinwald 2, 115. Spiesz 228. Bernd 279; die schassel (franz. chasser) Müller-Weitz Aachener mundart 207. bei Frischbier ist bezeugt schōsel, schūsel, loddriger, alberner, dummer, halbverrückter mensch (umgedeutet nach schose, franz. chose, alberner streich) 2, 312b.
 
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schöszel, n. (zu erstem schosz), herabhängender theil des rockes, der jacke Weinhold 87b. Schöpf 644. Schmeller 2, 480, s. DWB schöszchen; bei dem schöszel bekommen. med. maulaffe 477. mhd. schôʒel, schʒel, theil der rüstung Germania 24, 145. s. oben erstes schosz 2.
 
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schosseln, schusseln, verb. gedankenlos, übereifrig hin und her rennen, s. Schm. 2, 480 und schossel 4. schusseln ist weiter verbreitet. bei Frischbier 2, 312b schōseln, schūseln dumme, alberne streiche machen (wie schōsel, schūsel von einer so gearteten person); schuseln, nachlässig, oberflächlich etwas thun Bernd 279.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für