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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schoszbartel bis schöszchen (Bd. 15, Sp. 1598 bis 1599)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schoszbartel, schuszbartel, m. (besonders in mitteldeutschen gegenden üblich) geck, hasenfusz, spaszmacher Schmidt 208; mensch, der blödsinnig, närrisch ist oder sich so stellt; schuszbartel, lebhafter, übereilt handelnder mensch Kehrein 1, 365; schoszbartel, einfältiger, possenreiszerischer mensch Vilmar 374; bei Frischbier 2, 313a wird neben der gewöhnlichen bedeutung noch bezeugt 'weiberfreund, der zum schosieren neigt', vgl. im übrigen Schm. 2, 480. Reinwald 1, 150. Bernd 279. Spiesz 228. der zweite theil ist Barthel, Bartholomaeus (vgl. die zusammensetzungen mit -trine, -michel, -hans); zum ersten vgl. zweites schosz 3, b.
 
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schoszbeere, f. rhamnus frangula Pritzel-Jessen; beere des faulbaums, schiesz-, scheiszbeere.
 
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schosz-, schooszbein, n. das schambein Campe.
 
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schoszblatter, f.: schôsblôder, f. blatter am augendeckel Haltrich plan z. vorarbeiten für ein idiot. d. sieb.-sächs. volkssprache 115.
 
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schoszblei, -bleihe, f. name der bleien im zweiten und dritten jahre Campe; die bleie ist eine art weiszfisch, cyprinus latus (theil 2, sp. 99).
 
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schoszbrett, n., mhd. schoʒ-, schuʒ-, schutzbret, querbrett z. b. in einer schleuse Lexer mhd. handwb. 2, 781. Schm. 2, 479. eigentlich fallbrett, das heraufgezogen und herabgelassen werden kann (vgl.schoszgatter); vgl. niederd. schot, riegel-, scheide-, querwand.

[Bd. 15, Sp. 1599]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schosz-, schooszbuch, n. lieblingsbuch (wie schoszkind, schoszjünger): alle meine schoosbücher von Herder, Goethe, Sterne, Swift. J. Paul lit. nachl. 4, 263.
 
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schoszbuch, n. das buch, in dem die schoszbaren güter und personen mit der höhe der abgabe eingetragen sind Adelung; schatz- et schoszbücher, vulgo gabellarum et collectarum libri Stieler 256; nd. schotbok Schiller-Lübben 4, 124a.
 
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schoszbühne, f. eine schutzvorrichtung in der grube über dem füllort Jacobsson 4, 38b.
 
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schoszbürger, m. abgabenpflichtiger bürger Kobbe Bremen u. Verden 1, 233.
 
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schöszchen, n.
1) dim. zu erstem schosz; schöszchen, plur. die rockschösze, frackschösze; schöszkengreifer, die spediteure, die sich an die ans land steigenden schiffskapitäne hängen Frischbier 2, 313a. Schemionek Elbingsche mundart 36 (siehe schöszel, n.).
2) kleines schiebefenster, besonders wenn es in einem gröszeren angebracht ist Albrecht 206a. vgl. nd. schot, riegel, schiebethür Schiller-Lübben 4, 124a. Richey 239. Mi 76a. Stürenburg 233b. nd. schötken schublade Woeste 234b.
3) schöszchen, schoszkäulchen, wie schusser, schösser, zweites schosz (3, a), kügelchen, mit denen die kinder spielen (Mitteldeutschland).
4) schöszchen, weck, milchbrötchen Klein provinzialwörterb. 2, 139. Kehrein 366. Pfister 267 (das brot wird in den backofen geschossen).

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für