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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schosz- bis schoszblei (Bd. 15, Sp. 1598)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schosz-, schooszaltar, m.:

wer diesem schoosz-altar zu opffern nicht begehrt,
der ist viel billiger des engen stranges wehrt.
Hofmann v. Hofmannswaldau ged. (1695) 170.

s. erstes schosz 5, a.
 
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schoszbalg, m. derjenige theil am halme des getreides, aus dem die ähre hervorsprieszt Jacobsson 4, 38b. Frischbier 2, 313a: diese sollte die schoszbälge an der frucht aufflösen, wann sich die ähren beginnen herfürzuthun. anm. weisheit lustg. 30.
 
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schoszballe, schoszballen, m., in gleichem sinne wie das vorhergehende: das das getreidich in deme schoszballen bleib. Stolle chronik 191.
 
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schosz-, schooszband, n. schürzenband (schweizerisch): schooszaböndel Tobler 399a; s. erstes schosz 3.
 
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schoszbank, n. 'lange, schmale bank in bauernstuben, die man leicht schiebt, schieszt' Kehrein 1, 366 nach Schmidt 208, vergl. Jacobsson 4, 38b; vielleicht ursprünglich an der wand befestigt und aus dieser hervorschieszend; s. zweites schosz 3, a. Pfister 267.
 
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schoszbar, adj., schosz tragend, zu schosz, abgabe verpflichtet, s. zweites schosz 2. mhd. schoʒbære Lexer mhd. hdwb. 2, 781, vgl. Haltaus 1649; schoszbare güter, güter, auf denen abgaben lasten Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 644a; schoszbare hufe im gegensatz zu freien hufen Frisch 2, 221b; schoszbare unterthanen Adelung; hierzu schoszbarkeit, f. bei Campe: was die vicarien fur werntlich stadt guter, der stad schoszbar, zu sich bracht. quelle von 1493 bei Dief.-Wülcker 844; nd. skotbar: were aver dar en borger edder borgersche inne, edder dede scotbar were. d. städtechr. 16, lxiii, 81. in neuerem gebrauche ist schoszbar entsprechend dem zurückweichen von schosz ungewöhnlich geworden.
 
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schoszbartel, schuszbartel, m. (besonders in mitteldeutschen gegenden üblich) geck, hasenfusz, spaszmacher Schmidt 208; mensch, der blödsinnig, närrisch ist oder sich so stellt; schuszbartel, lebhafter, übereilt handelnder mensch Kehrein 1, 365; schoszbartel, einfältiger, possenreiszerischer mensch Vilmar 374; bei Frischbier 2, 313a wird neben der gewöhnlichen bedeutung noch bezeugt 'weiberfreund, der zum schosieren neigt', vgl. im übrigen Schm. 2, 480. Reinwald 1, 150. Bernd 279. Spiesz 228. der zweite theil ist Barthel, Bartholomaeus (vgl. die zusammensetzungen mit -trine, -michel, -hans); zum ersten vgl. zweites schosz 3, b.
 
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schoszbeere, f. rhamnus frangula Pritzel-Jessen; beere des faulbaums, schiesz-, scheiszbeere.
 
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schosz-, schooszbein, n. das schambein Campe.
 
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schoszblatter, f.: schôsblôder, f. blatter am augendeckel Haltrich plan z. vorarbeiten für ein idiot. d. sieb.-sächs. volkssprache 115.
 
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schoszblei, -bleihe, f. name der bleien im zweiten und dritten jahre Campe; die bleie ist eine art weiszfisch, cyprinus latus (theil 2, sp. 99).

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für