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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schorlamieren bis schornen (Bd. 15, Sp. 1578 bis 1579)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schorlamieren, verb. stallen (?), jetzt unbekanntes fremdwort: mit einem hengst, der in der flucht schorlamirt, kan man versäumt werden, dasz einem der feind auf den hals henket. Claus narr (1602) 241 (vergleiche den familiennamen Schorlemer?).
 
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schorlamit, m. ein schwarzes glänzendes mineral, dem titanit ähnlich Karmarsch-Heeren3 7, 779 (zu schörl?).
 
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schorlet, s. DWB schörl.
 
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schörlfleck, m. verstreuter fleck schörl in lava oder porphyr Jacobsson 7, 269b. ähnlich schörlglimmer, schörlgranate, schörlkorn, schörlkrystall, schörlpyramide, schörlsäule, schörlspath, s. ebenda.
 
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schörling, m. beschorener, pfaffe (vgl.schorkopf): darumb ist Hertzheimer zu raten, etc. das er bey zeit, und mit ehren ausreisse, der teufel gleube dem schörlinge, und pfaffen mehr. Luther 6, 115b (vgl. briefe 4, 503); hette noch vor zwentzig jaren einer sollen von dieser legenden Chrysostomi halten, das ein einiges stücklin drin erlogen were, er hette müssen zu asschen verbrand werden, on alle barmhertzigkeit, .. so strenge giengen die schörlinge, prediger, mönche, inquisitores hereticæ pravitatis, mit der sachen umb, so ernstlich musten wir die lügen gleuben, und jren vater, den teufel fürchten und anbeten, dazu seine schörlinge und plattinge feiren. 504b. auch schürling: trotz aller teufel, pletting und schürling. 324a. in Hessen von geschorenem wollenvieh: xxxv hamels schorlynges hüde in einer Homberger rechnung v. 1416, schorlinges felle Kasseler rechnung von 1453 bei Vilmar 366 (scheint jetzt verschollen zu sein).
 
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schörlpunkt, m., vgl. DWB schörlfleck: die säulen sind von ziemlich festem korn, dichtem bruch, mattschwarz mit schwarzen schörlpunkten und lauchgrünen olivinen reichlich angefüllt, die sich zuweilen in faustgroszen massen darin finden. Forster ansichten 1, 45.
 
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schormaus, f. 1) die kleine feldmaus, mus arvalis Nemnich. 2) mus subterraneus dict. lat.-germ. (Frankf. 1610) 120; schormaus, sive erdenmaus, mus subterraneus, appellant etiam kellermaus Stieler 1257. 3) maulwurf, vgl. schermaus (th. 8, 2590) und scharrmaus (sp. 2220): schor- corrupt. scheer - maus, f. talpa, v. maulwurf Kramer dict. 2, 643b. Frisch 2, 220c.
 
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schormist, m. zusammengescharrter mist, vgl. DWB schoren 2, c; straszenkehricht, so schon mhd., s. Lexer handwb. 2, 772; swer uf dem marcte lat schormist oder andern mist oder holtz ligen. quelle bei Schm. 2, 459; jetzt besonders schweizerisch, 'der

[Bd. 15, Sp. 1579]


ohne strohlagen aus kurzem dünger, humus, abfall, zusammengescharrte mist, der für die wiesen verwendet wird' Hunziker 230.
 
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schormühle, f. poliermühle (s. DWB schoren 2, f) in nadelfabriken u. ähnl. Schm. 2, 459. Karmarsch-Heeren3 7, 779.
 
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schorn, m.
1) erdscholle: ahd. scorn glebola, scorno gleba Graff 6, 551, vgl. auch Förstemann namenb. 22, 1315; schorn, erdscholl, une motte de terre Hulsius 288b; später nur noch in hess.-thür. mundarten a) erdscholle, b) ein längliches weizengebäck Schm. 2, 469. Vilmar 366. Hertel 42, sprachschatz 220.
2) gerichtsbank, vgl. DWB scharn (theil 8, 2211 f.) und schranne:

da das Pilata haws stat
und dy schorn, da man in hat
geurtailt vnnsern herrn Jhesus Krist. kayser Fridrichs moerfart 212, s. zeitschr. für d. phil. 23, 35.


 
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schornen, verb., auch schoren, schuren stehlen, in der hannov. gaunersprache, aus zigeuner. čorav (sanskr. coráyati).

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für