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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schorfig bis schörgochs (Bd. 15, Sp. 1577)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schorfig, adj. mit schorf (1) behaftet, bedeckt, vgl. DWB schorficht, mnd. schorvich, schorvedich, s. Schiller-Lübben 4, 122a, nd. scorvich, schorvech, scabidus, aspidus Dief.-Wülcker 844, mnl. schorft, schorftigh, scabiosus Kilian, vgl. auch engl. scurvy; in neuern nd. mundarten schorvig brem. wb. 4, 676, schörvig Schütze 4, 61. Danneil 186b. Schambach 184b. Stürenburg 232. ten Doornkaat Koolman 3, 136a, schorfig Dähnert 412a, schorwig, -welig Woeste 230b. dafür schorbig, scabiosus Frisch 2, 221a: wann einer ein geringes, schorbiges, böses haupt hab, so gehe er nicht zum scharffrichter, und begehrt dasz er ihm den kopf abhaut. Schuppius 326; und was das grindige, schorbige haupt begehre, das thun die andere glieder. 327, s. auch Hupel 211. — im wasserbau sagt man schorfig oder schorrig von einem deiche, wenn dessen böschung oder grüne bekleidung nicht mehr ganz rein und glatt ist Jacobsson 4, 38a. 7, 268b. Krünitz 147, 748. brem. wb. 4, 676.
 
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schorflattich, m. der grindwurz, eine art sauerampfer, als heilmittel gegen den grind gebraucht, rumex acutus Nemnich, rumex obtusifolius, mnd. schorfladeke, - lodeke, - laddeke, - loddich, - löddig Schiller - Lübben 4, 122b. Pritzel - Jessen; schorfladeke lappa ebenda.
 
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schorfmoos, n. bezeichnung der flechte, lichen Nemnich. vgl. DWB schorfflechte.
 
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schorfrabe, m. frischer schorf über einer wunde Schütze 4, 61. Frischbier 2, 311b.
 
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schorfschaf, n. ovis scabiosa Frisch 2, 221a.
 
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schorgärtlein, n. hortus parvus qui fodiendo colitur, im nider-teutschen Frisch 2, 220c. doch auch bair.: haus, scheuer, schorrgärtlein, peunt. Ansbacher quelle bei Schm. 2, 459.
 
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schörge, m., nebenform zu scherge (s. theil 8, 2584 ff.):

wann der babst heiszt morden und wörgen
lauffens wie henckers knecht und schörgen.
B. Waldis päpstl. reich C 3a.


 
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schörgel, m. eine fischart, sterlet, acipenser ruthenus Nemnich.
 
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schörgen, verb. schieben, stoszen; nebenform zu schürgen, s. daselbst: schoergen, impellere, trudere Scherz-Oberlin 1433; so im älteren nhd.: damit, wenn ander leut den karren schmieren, schieben und schörgen, das sie einhemmen und weren. Mathesius fastenpred. 96a; mundartlich, schieben, s. Schm. 2, 467. Schmidt 207. Spiesz 226. Reinwald 1, 148. Keller 41. Müller-Weitz 221.
 
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schörgkuh, f., auch schubkuh, kuh, die auch als zugthier verwendet wird Spiesz 226. vgl. DWB schörgochs.
 
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schörgochs, m., vgl. DWB schörgkuh: zwen funffjährige schörgochsen. Frankf. urk. von 1642 bei Dief.-Wülcker 844.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für