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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöps(en)leder bis schor (Bd. 15, Sp. 1572)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöps(en)leder, n.: und soll dem herrn geben zween weisse von schöpsenleder gemachte handschuhe an einem weissen sommerladen hesseln stabe. Grimm weisth. 3, 411.
 
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schöpsmagen, m.: einen schöpsmagen zu füllen. Coler hausb. 2, 66b.
 
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schöps(en)mäszig, adj. nach art eines schöpses oder dummkopfes, dumm Campe.
 
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schöpssack, m. bei den fleischern, der magen eines schöpses mit den kaldaunen (vergl. DWB schöpsbutten) Jacobsson 7, 268b. Krünitz 147, 746. Hertel sprachsch. 220. — schöps- sive schepssack, idem quod hamelsack (scrotum vervecinum) Stieler 1658.
 
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schöps(en)schlägel, m., dasselbe wie schöpskeule, s. daselbst.
 
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schöps(en)schulter, f. spalla di castrato Kramer dict. 2, 643a.
 
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schöps(en)talg, n. hammeltalg Jacobsson 7, 268b.
 
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schöpsviertel, n.: klopffet ein schöpsviertel mit einem holtze mürbe. frauenzimmerlex. 1772; schöps-viertel gebraten mit salbey gespicket. 1773.
 
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schöpswurm, m., in Schlesien sprichwörtlich er hat einen schöpswurm im kopfe, von einem confusen, verdrehten menschen Wander 4, 327, vgl. DWB schöpsdrehe.
 
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schöpszunge, f.: selbst dem groszen Montesquien hat man den vorwurf gemacht, dasz er seinen klimatischen geist der gesetze auf das trügliche experiment einer schöps-zunge gebauet (var.: auf das experiment mit einer gefrornen und aufgethaueten kalbszunge gegründet) habe. Herder 13, 268 Suphan (ideen 7, 3).
 
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schor, m. f. , begegnet mundartlich in den verschiedensten bedeutungen.
1) als nd. nebenform zu schur, vgl. daselbst. so bei Steinbach 2, 494 schor (der) tonsura, doch nur der etymologie wegen angesetzt; nd. in der übertragenen verwendung, die das masc. schur im nhd. regelmäszig hat (s. dieses und Steinbach a. a. o.), 'ärger, verdrusz', hei het mek dat taun schôr edân. Schambach 184b. — sonst als fem., so nd. schôr, schur, von schafen, schnitt des klees Schambach 184b. Woeste 230b. auch in Aachen,

[Bd. 15, Sp. 1573]


ernte, en schor hafer, korn Müller-Weitz 221. vgl. DWB scheren I, 1, b, theil 8, 2571 und schwed. skörd ernte.
2) mhd. schor, schorre, schwaches masculinum, felszacke, s. DWB schorren. — schor, f. schaufel, haue, s. DWB schore.
3) auszerdem als masc. a) in Aachen der scho'r, pl. schör, scholle Müller-Weitz 221. b) in Hamburg früher für 'hausherr' Schütze 4, 58 f.
4) als fem. a) kette, in der weberei. b) zeitabschnitt, weile Woeste 230b. c) für schar, s. daselbst.
5) im siebenb. auch als neutr., a) die jung-bürgerschaft einer nachbarschaft gegenüber der altschaft. b) plankenabtheilung von dielenlänge Haltrich 48a.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für