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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schopper bis schoppnudel (Bd. 15, Sp. 1568 bis 1569)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schopper, m. einer, der schoppt, den verschiedenen bedeutungen des worts entsprechend, besonders in oberd. mundarten, farcitore, ingozzatore, strazzatore, ingrassatore Kramer dict. 2, 642c; im einzelnen
1) kapphanen-schopper, strozza- è ingozza-capponi etc. ebenda. vgl. DWB schoppen 3, a.
2) schiffszimmermann Schm. 2, 437, schiffmann der die fahrzeuge baut Schmid 475. Lexer handwb. 2, 772, vgl. DWB schoppen 3, b: es ist auch recht, ob ainem schopper an einem scheff umb gieng, das nicht gerecht gemacht wurd und zu chlain wär und wär dann, ob es ain vart gefürt wurd, so sol es der schopper vercheren in vierzehen tagen. österreich. weisth. 1, 87, 4—6; und sol auch chain schopper noch vertiger noch ausferig soleiche vercherte und übrige schef nicht hinleihen. 90, 17.
3) im Pinzgau 'derjenige bauernknecht, der bei der heuernte das heu auf dem heuboden niederzutreten hat, damit es, wie man dort sagt, abbrennen könne' Schm. 2, 437; 'der das heu festtreten und dem vieh durchs schopploch das futter geben musz' Schöpf 643.
4) in Baiern, schuhmacher (?) Klein 2, 140.
5) in der Schweiz, ein pfropfen um etwas zu verschoppen Stalder 2, 348.
6) in Schwaben schnuller, saugläppchen Birlinger 401b.
 
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schöpper, m. vliesz, schaffell, andere aussprache für schepper, s. theil 8, 2558 f.: schöpper, vellus, toison, ein klutwolle, ein buschlein wolle, so viel ein schaaf trägt. Schottel 1407. s. auch Stieler 1781. Kramer dict. 2, 643a.
 
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schopperholz, n. holz zum schiffbau Schm. 2, 437, vgl. DWB schopper 2.
 
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schopperin, f.
1) magd, die das geflügel zu nudeln hat Schm. 2, 437 (vgl. DWB schoppen 3, a).
2) wartefrau bei einer kindbetterin. ebenda. Klein 2, 140: einer sogenannten schopperinn oder bsicht gebührt nebst der kost und trunk wöchentlich 24 bis 30 kr. zu lohn. quelle vom jahre 1746 bei Schm. 2, 437, zur erklärung s. ebenda und die daher unter schoppen 1 angezogene stelle.
 
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schöpperlein, n., et schäpperlein, das, crotalum Stieler nachschusz 25b.
 
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schopperstatt, f. schiffsbaustelle Schm. 2, 437.
 
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schoppet, n.: das schoppet, oder verschoppig, stypticus lati, strictivus, a, um. Dasypodius.
 
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schoppicht, adj.
1) einen schoppen enthaltend, da una foglietta, etc., schoppichtes glas Kramer dict. 2, 642b. bei Campe schoppig.
2) zu schoppe, f.: schoppicht, jackicht, et juppicht, gausapatus Stieler 892.
 
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schoppig, adj., s. schoppicht 1.
 
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schöpplein, n.
1) kleiner schoppen, vgl. DWB schöppchen: ein schöpplein wein, modiolus vini Stieler 1782; denn schon mancher biedermann hat ihm freundlich die hand dafür gedrückt und gefragt: wollt ihr kein schöpplein trinken? Hebel 2, 169; der wirth aber, während er ihm ein schöpplein holte, sann hin und her. 3, 59; derlei leute saszen einige in der gaststube, hatten ihre halben schöpplein vor sich. Gotthelf Uli der knecht 125 Vetter;

[Bd. 15, Sp. 1569]


und als die schneider nach hause kam'n,
da saszen sie beim wein.
da tranken ihrer neunzig,
neunmal neunundneunzig
an einem schöpplein wein. wunderhorn. 2, 236 Boxberger.


2) demin. zu schoppe, f. jacke, schweizerisch auch tschöpli, elsässisch schöpel: schöple on ermel (das) leybrock, exomis Maaler 360d; schöpel, heisset denen Straszburgischen bäuerinnen das kleine wambs so um den hals und vorn herunter auch um die hände an denen ermeln mit breiten peltzwerck verbrähmet und auffgeschlagen ist. frauenzimmerlexicon 1758; Lisabethli (geht zur kirche) .. allemal, wenn es ein neues seidenes tchöpli bekommen. Gotthelf Uli d. knecht 189 Vetter; Trinette entschuldigte sich, dasz sie noch mit der näherin zu thun gehabt, die ihr das mäsz zu einem neuen tschöpli habe nehmen müssen. 280;

mein vatter, kauff mir in der stadt
zu einem schöplein ein blobes tuch.
H. Sachs 3, 3, 28a.


 
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schoppnudel, f. pastello da strozzar' uccellami Kramer dict. 2, 642c; längliche stücklein taig, die gänse und hüner damit zu schoppen und zu mästen, turunda, particula farinae sive bolus e massa farinae factus ad saginandos anseres vel gallinas, fartilia Frisch 2, 220b, vgl. DWB schoppen 3, a.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für