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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schoppenbrauer bis schopperin (Bd. 15, Sp. 1567 bis 1568)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schoppenbrauer, m., niederd. schopen-brauer, 'brauerknechte, die nicht mehr bei einem wirte dienen, sondern in ihrem eigenen brote sitzen, den brauern aber für gewissen lohn bei jedem brau zu hülfe gehen' Richey 236. brem. wb. 4, 673. Schiller-Lübben 4, 118a. Dähnert 412a. Schütze 4, 60.
 
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schoppenglas, n. bierglas, das einen schoppen ( liter) enthält, bicchiere di vetro, dove cape .. una foghetta Kramer dict. 2, 642b: dasz sich in Mainz der kleinstädtische weinschwelg, hinter seinem hessischen mächtigen schoppenglase, an Napoleonischen erinnerungen gütlich that. Gutzkow rückblicke 163;

[Bd. 15, Sp. 1568]


siehst du izt, du lokrer specht?
dasz wir gottes gelbe sonne
für die Heidelberger tonne
berge, bäume, thürme, schlösser,
angesehn für schoppengläser.
Schiller 1, 213.


 
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schoppenkännlein, n.: da risz und schätt man den wein ausz potten, ausz pinten, ausz kelchen, napffen ... schoppenkännlein, stotzen. Garg. 83b.
 
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schoppenkrüglein, n. boccaletto da mezzetta Kramer dict. 2, 642b.
 
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schoppenschlag, m. afterschlag, die äste und wipfel der gefällten bäume Nemnich (zu dem ersten schopf 6, c?).
 
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schoppenstecher, m. einer, der viele schoppen weins aussticht (eigentlich mit dem stechheber aus dem fasse zieht, dann: austrinkt, s. daselbst 4, theil 1, 984): der ewige spaziergänger und schoppenstecher! Keller 8, 13; immer wieder erzählte man sich von finsteren anschlägen der Preuszen gegen die rheinische freiheit, und wer nur auf die losen worte der schoppenstecher hörte, mochte leicht an dem lande verzweifeln. Treitschke d. gesch. 2, 273.
 
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schoppenweise, adv. a mezzette Kramer diction. 2, 642b; nach schoppen, in ganzen schoppen Campe.
 
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schopper, m. einer, der schoppt, den verschiedenen bedeutungen des worts entsprechend, besonders in oberd. mundarten, farcitore, ingozzatore, strazzatore, ingrassatore Kramer dict. 2, 642c; im einzelnen
1) kapphanen-schopper, strozza- è ingozza-capponi etc. ebenda. vgl. DWB schoppen 3, a.
2) schiffszimmermann Schm. 2, 437, schiffmann der die fahrzeuge baut Schmid 475. Lexer handwb. 2, 772, vgl. DWB schoppen 3, b: es ist auch recht, ob ainem schopper an einem scheff umb gieng, das nicht gerecht gemacht wurd und zu chlain wär und wär dann, ob es ain vart gefürt wurd, so sol es der schopper vercheren in vierzehen tagen. österreich. weisth. 1, 87, 4—6; und sol auch chain schopper noch vertiger noch ausferig soleiche vercherte und übrige schef nicht hinleihen. 90, 17.
3) im Pinzgau 'derjenige bauernknecht, der bei der heuernte das heu auf dem heuboden niederzutreten hat, damit es, wie man dort sagt, abbrennen könne' Schm. 2, 437; 'der das heu festtreten und dem vieh durchs schopploch das futter geben musz' Schöpf 643.
4) in Baiern, schuhmacher (?) Klein 2, 140.
5) in der Schweiz, ein pfropfen um etwas zu verschoppen Stalder 2, 348.
6) in Schwaben schnuller, saugläppchen Birlinger 401b.
 
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schöpper, m. vliesz, schaffell, andere aussprache für schepper, s. theil 8, 2558 f.: schöpper, vellus, toison, ein klutwolle, ein buschlein wolle, so viel ein schaaf trägt. Schottel 1407. s. auch Stieler 1781. Kramer dict. 2, 643a.
 
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schopperholz, n. holz zum schiffbau Schm. 2, 437, vgl. DWB schopper 2.
 
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schopperin, f.
1) magd, die das geflügel zu nudeln hat Schm. 2, 437 (vgl. DWB schoppen 3, a).
2) wartefrau bei einer kindbetterin. ebenda. Klein 2, 140: einer sogenannten schopperinn oder bsicht gebührt nebst der kost und trunk wöchentlich 24 bis 30 kr. zu lohn. quelle vom jahre 1746 bei Schm. 2, 437, zur erklärung s. ebenda und die daher unter schoppen 1 angezogene stelle.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für