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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schopfwolle bis schoppeisen (Bd. 15, Sp. 1563 bis 1564)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schopfwolle, f.: kurtzwollen, schärwollen, scoppwollen, tomentum, lana brevis ac concisa, quae e vestibus a fullone poliendo detrahitur. Calepin (1570) 1553.
 
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schopfwurz, f.: frumentaria schopffwurtz. Nürnberg. voc. von 1482 bei Dief. gloss. 249b.
 
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schöpfzeug, n.: schöpffzeug, antlia Dasypod.; schöpffzeug, sehe schöpffgeschirr. Hulsius 288b; antlia .. ein schöpffzeug, ein pompe, ein eymer oder schöpffkrug. Corvinus fons latin. 1, 54b; schöpf-zeug, schöpf-werck, n. machina hidraulica, ingegno, ordegno da attigner' acqua, come trombe, pompe Kramer dict. 2, 641c.
 
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schöplen, verb., plünderen einen, exinanire aliquem, spoliare Dentzler 2, 254b.
 
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schopp, n.
1) κοτύλη, ἡμίνα, hemyna, cotyla, schopp, viertheil einer masz. Frischlin nomencl. 155b (cap. 85); ξέστης, sextuarius, zween schopp, halb masz. ebenda; modiolus, halbachtmaas. Schottel 1407; schopp, das, itidem à schieben, modiolus, ein halb achtmas. Stieler 1782. s. zweites schoppen.
2) in hüttenwerken heiszt schopp oder stichseite die mauer im ofenstock bei dem floszofen, wodurch das geschmolzene eisen abgelassen wird Jacobsson 4, 294a.
 
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schöpp, m. 1) salzstein oder pfannenstein Adelung, siehe schepp th. 8, 2558. 2) in Aachen, stosz mit dem fusze, fusztritt Müller-Weitz 221.
 
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schöppchen, n. kleiner schoppen, gläschen bier oder wein: schöpplein, schöppchen, fogliettina, mezzettina Kramer dict. 2, 642b; ich bin ein Rheinländer, das heiszt, einer, der hinterm schöppchen bis in die wolken baut, und am ende auch dankbar zufrieden ist, wenn ein mäsziges häuschen zu stande kommt. Immermann memorab. 2, 397; bei dieser gelegenheit

[Bd. 15, Sp. 1564]


verlor er selbst das masz und verfiel einem trinken unzähliger halber schöppchen. Keller 2, 129; vor dem fenster knarrte ein eiserner reifen in einem haken und in dem reifen schenkte eine blecherne hand rotwein aus einem schöppchen in ein glas. 4, 95.
 
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schoppe, f. kurzes oberkleid, jacke. lehnwort aus dem roman., ital. giubba, giuppa, franz. jupe u. s. w., das seinen ursprung in arab. ǧubbah hat, s. Diez etymol. wb.4 166, also gleichen ursprungs mit den nebenformen schaube (theil 8, 2297 ff.) und joppe (theil 4, 2, 2336 f.). so mhd. schope, schoppe, schôpe, scheppe (neben gippe, jope) Lexer handwb. 2, 770 (auch als masc., s. die belege): ioppa .. schepp, schube Dief. gl. 307b; schop, scope, yoppe nov. gl. 221a; und sol werden den kellern .. das best gewandt, als er ze kirchen gaut, one harnasch, one wamsel, one schoppen. Grimm weisth. 1, 293;

swaʒ hœren sol ze ritterschaft,
des wirt dâ guote war genomen,
wan dar ist wunder in bekomen
der halsperg und der schôpe (var. schöpfe, schepe). troj. krieg 27967;

einer der hiesz der Schneitenpogen,
der trg ein schopen, unerlogen. Neith. fuchs 482 (
Bobertag narrenb. s. 168);

sin blate (brustharnisch) was ein alte schop.
Liliencron hist. volksl. 1, nr. 40, 321;

doch ein schoppe und ein wamsch und ein troge
ist auch drierlei,
und dot es vor ein kleit an. Alsf. passionssp. 5138;

ich han ein schopen wol gedret
mit panzerringen wol durchneet. fastn. sp. 194, 22.

nhd. besonders in der ältern sprache: amiculum manicatum ein jacke, schoppe Corvinus fons latin. 1, 322b; schoppe, gausape, joppe, winterkleid, amiculum manicatum Schottel 1407; schoppe autem, die, aliàs jeppe, die, est gausape, amiculum manicatum, quo cum convenit schaube, die, toga muliebris Stieler 1782; schopen, heiszet denen vornehmen jungfern in Straszburg das wambs, so auf besondere art gemacht ist, die ermel daran sind halb und offen, von entsetzlicher weite und um und um mit breiten flatterichten spitzen starck frisiret, die schöse hingegen daran sind nicht allzu lang, doch gehen selbige vornher über die schürtze oder das für - tuch gantz spitzig hinunter zu. frauenz.-lex. 1758 (vgl. schöpplein). in neuern mundarten meist als masc.: schweiz. schopa, m., plur. schöpa männerrock, kurzes oberkleid der frauen Tobler 396b; bair. der schoppen, bekleidung des oberleibs beider geschlechter Schm. 2, 438; alemannisch schôpe, m. Frommann 6, 119, 31; in Nürnberg die und der schoppn (neben schauben) 2, 422, 47; sie richtete sich eben vom jäten auf und ging zu ihrer schoppe, die unfern von ihr auf einem steinhaufen lag, um sie anzuziehen. Ludwig 2, 72.
 
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schöppe, m., s. DWB schöffe.
 
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schöppe, f., nebenform zu schuppe, squama (s. daselbst): aber das schwert sprang uff (von dem drachen), als ob er uff ein ambosz geschlagen het, so gar hert schöppen hat er. Morgant d. riese 41, 19 Bachmann.
 
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schoppeisen, verb.?:

wolt jr mich also inn meinem hausz schoppeissen
und als ein einfeltigs schäflin umbziehen?
Wirsung Calistus z 3.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für