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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöpfmesser bis schöpfrahmen (Bd. 15, Sp. 1556 bis 1557)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöpfmesser, n.: schepffmässer (dz) knyppmässer, scalprum futorium Maaler 349c und Frisch 2, 174b; schöpffmässer Maaler 360c (vgl. DWB schöpfbrett).
 
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schöpfmühle, f. mühlwerk, um wasser aus teichen, kanälen, gräben u. s. w. zu schöpfen. Jacobsson 4, 37b. Adelung.
 
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schöpfnagel, m. bei schmiedehämmern ein massiver nagel, der das abrutschen des hammers vom helm (baum) hindert. Scheuchenstuel 217.
 
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schöpfnisz, f. schöpfung, geschöpf, beschaffenheit; nur in den ältern dialekten: mhd. schephenisse Lexer handwb. 2, 706, mnd. scheppenisse, schippenisse, schippenis, schipnisse, schippense Schiller - Lübben 4, 101; creatura ... geschepnisse Dief. gloss. 155c, plasmatio schepnisse 440c.
 
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schopfpapagei, m. papagei mit einem schopf (s. daselbst 6, a) auf dem kopfe, kakadu Oken 7, 366.
 
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schopfpavian, m.: der schopfpavian (cynocephalus niger) unterscheidet sich von den bis jetzt beschriebenen hundsköpfen durch seinen stummelschwanz. Brehm illustr. thierl. 1, 89.
 
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schöpfprobe, f. probe, um die qualität geschmolzener metalle zu ermitteln, indem man eine gewisse menge der geschmolzenen

[Bd. 15, Sp. 1557]


masse aus dem schmelztiegel ausschöpft und in feuchte asche gieszt Jacobsson 4, 37b. Karmarsch-Heeren3 7, 778 f.
 
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schöpfpütte, f. ein kleiner senkrechter schacht zum ausschöpfen der sole aus den schöpf- oder laugwerken Scheuchenstuel 217. Veith 369.
 
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schöpfquelle, f. puteus, aqua putealis Stieler 1493; fontana ò acqua viva e sorgente da cui può attignere chi vuole Kramer dict. 2, 641c: sie wissen, wie sehr bey hirtenvölkern, zumal im warmen orient, brunnen und schöpfequellen die versammlungsörter des volks sind. Herder 10, 81 Suphan; bildlich: weil die damalige sprachmengerei der höfe und gelehrten .. in das volk herunter sank und also noch für uns bei ihm als schöpf-quelle gemeiner sprechart bleibt. J. Paul vorsch. der ästhet. 1, 219.
 
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schöpfrad, n.
1) haustinabulum .. schepffrad Dief. gl. 273c; haustrum .. schopff-, wasser-, zugradt. ebenda; schöpffrad mit dem man wasser aufzeücht (das) haustrum Maaler 360c; ruota da pozzo, machina per attignere dell' acqua, it. ruota à bottacci posta in fiume ò acqua corrente che girando vuota i bottacci in un cannale per adacquare i prati Kramer diction. 2, 641c; rota aquam hauriens Frisch 2, 220b; ein von flieszendem wasser getriebenes rad, mit kästen oder einmern an den schaufeln, die sich unten mit wasser füllen und dieses oben ausgieszen Jacobsson 4, 37b. öcon. lex.2 3640. Eggers kriegslex. 2, 834 f.; unten am flusse sind schöpfräder angebracht, um die tiefer liegenden pflanzungen nach gefallen zu wässern. Göthe 27, 52; dann that er, wie einer, der sich erschöpft hat, — und räthselte vom schöpfrad:

ein wesen, zwischen luft und wasser,
halb fisch, halb vogel, sich bemüh'nd,
stets von sich selbst hinabgezogen,
wie's aufzustreben sich erkühnt;
in seiner arbeit kläglich stöhnend
und unablässig thränen sprüh'nd,
es darf in seiner qual nicht rasten,
als bis dadurch der boden grünt.
Rückert (1882) 11, 486 (35. makame).

bildlich: als in diesen trauerwochen das schöpfrad der zeit zwei neue thränenkrüge im herzen der menschheit einschöpfte und in die ewigkeit hinausgosz. J. Paul Hesp. 4, 108; aber warum ruht er (der tote)? .. weil das herz aus seiner brust geschnitten ist, weil darin das feuerrad der entzückung, das schöpfrad der thränen nicht mehr geht. Tit. 1, 189; durch alle diese schöpfräder der erkenntnisz (wodurch man erkenntnis gewinnt, wie lecture u. a.) strömte Roquairol's liebe hindurch und half treiben und schöpfen. 2, 198; das schöpfrad der zeit, das mit unzähligen herzen aufsteigt und sie voll blut schöpft und das sie ins grab ausleeret und sterben lässet. Kampanerthal 67.
2) ein rad in einem uhrwerke, s. DWB schöpfer II, 3, a. Adelung. Jacobsson 4, 37b.
 
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schöpfrahmen, m. in der papierfabrikation die form, worin das papier geschöpft wird, bestehend aus einem hölzernen rahmen mit einem feinen messingdraht-gitter Karmarsch-Heeren3 7, 779, vgl. 6, 507.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für