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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöpflöffel bis schöpfquelle (Bd. 15, Sp. 1556 bis 1557)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöpflöffel, m. cucchiaro grande e largo per pigliare, cavare dell' acqua ò altra cosa. Kramer dict. 2, 641c; niederd. schep-lepel ten Doornkaat Koolman 3, 112a. — insbesondere
1) in blaufarbewerken ein eiserner löffel, womit das blaufarbenglas aus den häfen geschöpft wird.
2) bei den färbern ein kupferner löffel an hölzernem stiel, womit die farbe aus einem gefäsz in das andere geschöpft wird.
3) in glashütten eine grosze kelle zum überschöpfen des glases aus dem schmelzhafen in den arbeitshafen Jacobsson 4, 37a.
 
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schopfmeise, f. haubenmeise Nemnich, kleine meisenart, die einen schwarzen federbusch (s. erstes schopf 6, a) mit weiszen spitzen auf dem kopfe hat, parus cristatus Adelung. Krünitz 147, 730. Höfer 3, 111.
 
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schöpfmesser, n.: schepffmässer (dz) knyppmässer, scalprum futorium Maaler 349c und Frisch 2, 174b; schöpffmässer Maaler 360c (vgl. DWB schöpfbrett).
 
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schöpfmühle, f. mühlwerk, um wasser aus teichen, kanälen, gräben u. s. w. zu schöpfen. Jacobsson 4, 37b. Adelung.
 
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schöpfnagel, m. bei schmiedehämmern ein massiver nagel, der das abrutschen des hammers vom helm (baum) hindert. Scheuchenstuel 217.
 
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schöpfnisz, f. schöpfung, geschöpf, beschaffenheit; nur in den ältern dialekten: mhd. schephenisse Lexer handwb. 2, 706, mnd. scheppenisse, schippenisse, schippenis, schipnisse, schippense Schiller - Lübben 4, 101; creatura ... geschepnisse Dief. gloss. 155c, plasmatio schepnisse 440c.
 
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schopfpapagei, m. papagei mit einem schopf (s. daselbst 6, a) auf dem kopfe, kakadu Oken 7, 366.
 
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schopfpavian, m.: der schopfpavian (cynocephalus niger) unterscheidet sich von den bis jetzt beschriebenen hundsköpfen durch seinen stummelschwanz. Brehm illustr. thierl. 1, 89.
 
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schöpfprobe, f. probe, um die qualität geschmolzener metalle zu ermitteln, indem man eine gewisse menge der geschmolzenen

[Bd. 15, Sp. 1557]


masse aus dem schmelztiegel ausschöpft und in feuchte asche gieszt Jacobsson 4, 37b. Karmarsch-Heeren3 7, 778 f.
 
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schöpfpütte, f. ein kleiner senkrechter schacht zum ausschöpfen der sole aus den schöpf- oder laugwerken Scheuchenstuel 217. Veith 369.
 
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schöpfquelle, f. puteus, aqua putealis Stieler 1493; fontana ò acqua viva e sorgente da cui può attignere chi vuole Kramer dict. 2, 641c: sie wissen, wie sehr bey hirtenvölkern, zumal im warmen orient, brunnen und schöpfequellen die versammlungsörter des volks sind. Herder 10, 81 Suphan; bildlich: weil die damalige sprachmengerei der höfe und gelehrten .. in das volk herunter sank und also noch für uns bei ihm als schöpf-quelle gemeiner sprechart bleibt. J. Paul vorsch. der ästhet. 1, 219.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für