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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöpfkelle bis schopflilie (Bd. 15, Sp. 1555 bis 1556)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöpfkelle, f. urceolus, capula, haustrum Stieler 914, cuiller à puiser Eggers kriegslex. 1, 623: schöpff-kelle, ist ein meistens von kupffer rund und hol ausgetriebenes kleines behältnisz mit einem langen eisernen stiel versehen, wormit man das wasser aus denen ständern in denen küchen zu schöpffen pfleget. frauenz.-lex. 1759; s. auch öconom. lex.2 2640. Jacobsson 4, 37a, dafür auch in nd.-mitteld. form schöpkelle: die schöpkellen waren meist silber. — in technischen verwendungen:
1) bei den seifensiedern ein kupfernes rundes gefäsz an einem stiel, womit der geschmolzene talg aus dem kessel in den talgtopf geschöpft wird. Jacobsson 4, 37a.
2) bei den färbern ein kleines gefäsz, womit man die blume und den schmutz von der blauküpe abnimmt. ebenda.
3) in eisenhütten eine eiserne, mit thon belegte kelle, womit das flüssige metall aus dem schmelzofen oder der sammelgrube geschöpft und in die thönernen formen gegossen wird. ebenda. Scheuchenstuel 217.
4) in glashütten kelle mit eisernem stiel, womit das glas aus dem schmelzhafen in den arbeitshafen übergeschöpft wird Jacobsson 7, 268b.
5) cazza, cazzuola da cavar' il pesce cotto ò fritto dalla padella. Kramer dict. 2, 641b.
 
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schopfknappe, m., dasselbe wie schopfhäuer. Scheuchenstuel 217.
 
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schöpfkopf, m., dasselbe wie schöpfbuhne. Jacobsson 7, 268b.

[Bd. 15, Sp. 1556]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöpfkrücke, f. in papiermühlen eine lange hölzerne stange mit einer durchlöcherten scheibe zum umrühren des zeuges in der bütte, auch buttkrücke Jacobsson 1, 340b.
 
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schöpfkrug, m.: antlia, instrumentum vel machina, quâ vel aque i fontibus aut fluminibus exhauriuntur, vel nautea et sentina è navi, ein schöpffzeug, ein pompe, ein eymer oder schöpffkrug. Corvinus fons lat. 1, 54b. — dazu das deminutiv: schöpffkrieglein in eynem wasserrad, modiolus Dasypod.
 
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schöpfkübel, m. mastello, mastellino col manico lungo, it. corto da attignere Kramer dict. 2, 641b; besonders bei der feuerwehr ein kübel, womit man das wasser aus den groszen kufen in die spritzen gieszt. Jacobsson 4, 37a.
 
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schöpflein, n. , demin. zu schopf.
1) zum ersten schopf: schöpflein, ciuffetto, ciuffarello, crestarella di piume, ein schöpflein haar Kramer dict. 2, 640c, cristula Frisch 2, 219c, so schon mhd.:

sô ich ir stirne sêhe blôʒ,
und mîn schopfil wêre grôʒ
mit cruspelechtin endin!
Nic. v. Jeroschin 18929.

übertragen, räuschlein (s. DWB schopf 9, b):

der küng facht redlich an z lachen,
er wirt schier ein gts schöppfly han. trag. Joh. Q 6.


2) zum zweiten schopf: schöpffly (das) porticula Maaler 360c.
 
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schopflerche, f. haubenlerche, alauda cristata Nemnich, so genannt wegen ihres schopfes (s. daselbst 6, a) Behlen 5, 548. Höfer 3, 111.
 
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schöpflich, adj. , fast nur in zusammensetzungen:
1) was geschaffen werden kann, mhd. in unschepfelich Lexer handwb. 2, 705; vgl. schöpflichkeit.
2) was geschöpft werden kann: hausibilis schopfflich Dief. gl. 273a. Stieler 1911 und Kramer 2, 641c, s. DWB schöpfbar. zumeist in unerschöpflich.
3) nur in den ältern dialekten auch für 'dichterisch, erdichtet', vgl. DWB schof 6, sp. 1439. so alts. scoplîco, poetice Straszb. gl. 81, s. Heyne kl. altnd. denkm.2 93, ahd. scoflîh Graff 6, 455, mhd. schophlich Lexer handwb. 772. nachtr. 361:

gnge irdenkent in lugene
unde vgent die ze samene
mit schoflichen worten. Trierer Silvester 21 Kraus.


 
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schöpflichkeit, f. et usitatius erschöpflichkeit, sufficientia, vacuitas, egestio Stieler 1912. — mhd. schepflicheit, creabilitas: alleʒ, daʒ geschaffen oder geschepfet ist, daʒ ist niht unde disem ist verre unde vremde alliu geschaffenheit und alliu schepflicheit. d. mystiker 2, 234, 40.
 
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schopflilie, f. lilienartige blume mit einem dicken laubschopf über der traube, eucomis, basilaea Oken 3, 563 f.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für