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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schopficht bis schopflerche (Bd. 15, Sp. 1555 bis 1556)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schopficht, adj. mit einem schopf versehen. schöpficht, geschöpft, adj. crestato, ciuffato, ciuffuto, it. cuffiato, cappelluto, ein schöpficht hun, eine schöpfichte lerche, taube. Kramer dict. 2, 640a, oberd. schopfet: item glatzig (ist) besser und gesunder, dann schopffet an der stirnen. Paracelsus opp. (1616) 1, 586 B.
 
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schopfig, adj. das einen schopf hat, cristatus Frisch 2, 219c; ein blumenkopf heiszt schopfig, wenn er an der spitze blätter hat, wie die ananas; ebenso eine ähre Campe.
 
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schöpfkanne, f. kanne zum schöpfen Campe.
 
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schöpfkelle, f. urceolus, capula, haustrum Stieler 914, cuiller à puiser Eggers kriegslex. 1, 623: schöpff-kelle, ist ein meistens von kupffer rund und hol ausgetriebenes kleines behältnisz mit einem langen eisernen stiel versehen, wormit man das wasser aus denen ständern in denen küchen zu schöpffen pfleget. frauenz.-lex. 1759; s. auch öconom. lex.2 2640. Jacobsson 4, 37a, dafür auch in nd.-mitteld. form schöpkelle: die schöpkellen waren meist silber. — in technischen verwendungen:
1) bei den seifensiedern ein kupfernes rundes gefäsz an einem stiel, womit der geschmolzene talg aus dem kessel in den talgtopf geschöpft wird. Jacobsson 4, 37a.
2) bei den färbern ein kleines gefäsz, womit man die blume und den schmutz von der blauküpe abnimmt. ebenda.
3) in eisenhütten eine eiserne, mit thon belegte kelle, womit das flüssige metall aus dem schmelzofen oder der sammelgrube geschöpft und in die thönernen formen gegossen wird. ebenda. Scheuchenstuel 217.
4) in glashütten kelle mit eisernem stiel, womit das glas aus dem schmelzhafen in den arbeitshafen übergeschöpft wird Jacobsson 7, 268b.
5) cazza, cazzuola da cavar' il pesce cotto ò fritto dalla padella. Kramer dict. 2, 641b.
 
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schopfknappe, m., dasselbe wie schopfhäuer. Scheuchenstuel 217.
 
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schöpfkopf, m., dasselbe wie schöpfbuhne. Jacobsson 7, 268b.

[Bd. 15, Sp. 1556]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöpfkrücke, f. in papiermühlen eine lange hölzerne stange mit einer durchlöcherten scheibe zum umrühren des zeuges in der bütte, auch buttkrücke Jacobsson 1, 340b.
 
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schöpfkrug, m.: antlia, instrumentum vel machina, quâ vel aque i fontibus aut fluminibus exhauriuntur, vel nautea et sentina è navi, ein schöpffzeug, ein pompe, ein eymer oder schöpffkrug. Corvinus fons lat. 1, 54b. — dazu das deminutiv: schöpffkrieglein in eynem wasserrad, modiolus Dasypod.
 
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schöpfkübel, m. mastello, mastellino col manico lungo, it. corto da attignere Kramer dict. 2, 641b; besonders bei der feuerwehr ein kübel, womit man das wasser aus den groszen kufen in die spritzen gieszt. Jacobsson 4, 37a.
 
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schöpflein, n. , demin. zu schopf.
1) zum ersten schopf: schöpflein, ciuffetto, ciuffarello, crestarella di piume, ein schöpflein haar Kramer dict. 2, 640c, cristula Frisch 2, 219c, so schon mhd.:

sô ich ir stirne sêhe blôʒ,
und mîn schopfil wêre grôʒ
mit cruspelechtin endin!
Nic. v. Jeroschin 18929.

übertragen, räuschlein (s. DWB schopf 9, b):

der küng facht redlich an z lachen,
er wirt schier ein gts schöppfly han. trag. Joh. Q 6.


2) zum zweiten schopf: schöpffly (das) porticula Maaler 360c.
 
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schopflerche, f. haubenlerche, alauda cristata Nemnich, so genannt wegen ihres schopfes (s. daselbst 6, a) Behlen 5, 548. Höfer 3, 111.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für