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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schönrederisch bis schönschreibekunst (Bd. 15, Sp. 1523 bis 1524)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schönrederisch, adj., dasselbe wie schönrednerisch.
 
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schönredner, m. der schöne reden hält Campe, meist mit dem nebensinne des gekünstelten: und aus eben diesem grunde können alle schriften eines Plotin und Jamblich wohl eine menge theosofischer schönredner und groszsprecher ... aber keinen Apollonius machen. Wieland 25, 333; der staatsredner

[Bd. 15, Sp. 1524]


der alten war nichts weniger als bloszer advokat, diplomat oder schönredner. Schlosser weltgesch. 4, 150. auch wie lobredner durch einen objectiven genitiv ergänzt: groszes vorbild, erste stimme und gleichnisz gottes auf erden (Adam), wie würdest du dich in einem der heutigen nachkommen deines namens, dessen höchstes ideal es geworden, brauchbarer höllenprediger des staats, leidiger tröster der unterdrückten oder philosophischer schönredner einer untauglichen idealmenschheit zu seyn — wie würdest du dich in ihnen erkennen! Herder 6, 314 Suphan.
 
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schönrednerei, f. zum vorigen: da sie (die schreibart) nicht selten von allzugesuchter zierlichkeit und geschwätziger schönrednerey .. entstellt werde. Wieland 36, 270; die extreme des characterdramas sind trockenheit und härte der sprache aus streben nach wahrheit des ausdruckes; das des lyrischen situationsdramas ist schönrednerei aus streben nach schönheit. Ludwig (1891) 5, 207.
 
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schönrednerisch, adj. zu schönredner: schönrednerische sophistik. Becker weltgesch. 13, 94.
 
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schonrippe, f.: bair. scho~ripp (schonripp oder schorripp?), der theil der rippen samt dem daran befindlichen fleisch, der von jeder hälfte eines am rückgrat auseinander gehackten rindes übrig bleibt, nachdem der vordere theil derselben, die zwerchrippen, weggehauen sind Schm.2 2, 428. vgl. schamrippe oben th. 8, 2122, mit dem es nach Schmeller jedoch nicht identisch sein soll.
 
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schönroggen, m., s. DWB schön 1, d.
 
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schonsam, adj. fähig, geneigt zu schonen, schonend Campe, nd. schoonsaam, verkürzt schoonsen brem. wb. 4, 671. besonders
1) vom schonen, erhalten der kleider, vgl. DWB schonen 1, b, β, αα: he is schoonsen up sien tüg. brem. wb. a. a. o., ein schonsamer mensch, schonsam sein Campe.
2) allgemeiner, sparsam, haushälterisch, vgl. DWB schonen 1, b, β, γγ; in adverbialer fügung: man moot'r schoosam mit um gaan. brem. wb. a. a. o.
 
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schonsamkeit, f. zum vorigen Campe.
 
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schönsäulig, adj. schöne säulen habend, in der baukunst zur bezeichnung der säulenweite, wo die säulen sechs und einen halben modul von einander entfernt sind, übersetzung des Vitruvischen eustylon. Eggers 1 (1757), 809.
 
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schönschmeckend, adj., vgl. DWB schön 3, b. im sinne von schmecken, olere: der mist (des thiers guessides) ist gar schœnsmeckend und smecket pisem geleich. Megenberg 140, 27.
 
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schönschreibekunst, f. kunst schön zu schreiben, kalligraphie Campe.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für