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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schönmaler bis schönrederisch (Bd. 15, Sp. 1523)
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[Bd. 15, Sp. 1523]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schönmaler, m. der ins schöne malt (s. dieses unter schön 4, f), bildlich, etwas schöner darstellt als es ist Campe.
 
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schönmalerei, f. das malen ins schöne Campe, vgl. das vorige. von wirklicher geleckter, gekünstelter malerei, vgl. DWB schönmacherei: es handelte sich nicht um jene höhere schönmalerei, wie sie der motive stibitzende meister handhabte. Keller 3 (1894), 44. unsinnlich: die schönmahlerei der mittel. Benzel-Sternau bei Campe.
 
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schönmasz, n. das schöne richtige verhältnis, die schöne übereinstimmung aller theile eines ganzen, eurythmie Campe: aber dieser beste geschmack setzt eine solche geistige aufschlieszung für alle arten von schönheiten, ein solches rein- und schönmasz aller innern kräfte voraus, dasz .. ich nächst dem genie, das ihn nach entladung seiner geistigen vollsaftigkeit immer bekommt, nichts seltners kenne als ihn. J. Paul uns. loge 1, 133.
 
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schönmehl, n., s. DWB schön 6.
 
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schönmühle, f.:

ein mülner sasz im Beyerlandt
auff einer mül, die Schönmühl genant.
H. Sachs 9, 446, 3 Keller.

wol eigentlich eine mühle, auf der schönmehl gemahlen wird.
 
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schönmüller, m. der müller, der schönmehl mahlt, 'sich des klaren mehls befleiszigt' Jacobsson 7, 268a.
 
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schönmütze, f. neuere übersetzung der pflanzenbezeichnung eucalyptus W. Ulrich intern. wb. der pflanzennamen 86.
 
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schönpflaster, n., häufiger dem. schönpflästerchen, n., benennung kleiner schwarzer pflaster, die die damen des 17. und 18. jahrhunderts nach einer aus Frankreich gekommenen sitte ins gesicht und auf den sichtbaren theil des busens klebten, um die haut weiszer erscheinen zu lassen, eigentlich zur verdeckung kleiner fehler der haut dienend, schönfleckchen, schminkpflästerchen Adelung, von Campe als ehemals üblich bezeichnet, franz. mouche. vgl. Schultz alltagsleben 63 (wo belege für den brauch aus dem frauenzimmerlexicon und Abraham a S. Clara gegeben sind. er wird schon erwähnt bei Philander 1, 139. Simpl. 3, 349 Kurz): sie schminkt sich nicht, und nahm es für den gröszten schimpf an, als ich ihr nur im scherze ein schönpflästerchen unter das rechte auge kleben wollte. Rabener (1764) 1, 92; sie (die coquetten) arbeiten mit reiben und waschen, mit schönpflästerchen und putz immer dem alter entgegen. Lichtenberg 1, 157. Rabener stellt nach englischem vorbilde eine scherzhafte lehre von schönpflästerchen auf: der englische zuschauer hat in seinen tagen die glückliche erfindung gemacht, wie man aus der lage der schönpflästerchen entdecken könne, welche von den frauenspersonen in London zu den Whigs, und welche zu den Torys gehörten. dieses hat mich auf unser deutsches frauenzimmer aufmerksam gemacht, und ich glaube, das geheimnisz entdeckt zu haben, wie man aus der lage und menge der schönpflästerchen bey den meisten ihre gedanken und einbildungen errathen könne. 4, 252. auch männliche modegecken ahmten den brauch nach, vgl. Rabener 4, 254: käme ihm zu gleicher zeit einer von unsern geschminkten und mit schönpflästerchen schattirten jungen herrn vor die augen. E. Kleist (1771) 2, 139. im bilde: ich bin, was das anlanget, so gut als irgend jemand, ein autor, dasz ich meine kinder (dichterische erzeugnisse sind gemeint) für wohl so hübsche jungen halte, als andrer leute knaben, ob ich gleich der erste bin, zu gestehen, dasz sie hier und da eine unvergängliche pockennarbe verunzieret, und dasz sie manches muttermaal mit auf die welt gebracht haben, — und ich glaube es sey eine grosze narrheit, dergleichen fehler mit schönpflästerchen belegen zu wollen. Müller Siegfried von Lindenberg 1 (2), 208. in freierer bildlicher verwendung: die facultas lacrimatoria, dieses schönpflästerchen der deutschen poesie von Klopstock's höhe bis zu Dusch herab. H. Füszli d. jüngere an Lavater in Mercks briefs. 1, 60.
 
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schönreder, m. der schön zu reden weisz Campe, meist mit tadelndem beisinne. vgl. DWB schönredner.
 
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schönrederei, f. zum vorigen: schönrederey war nie des biedern Friedr. Carl von Moser's sache. Jenaer lit. zeitung von 1846 nr. 121, 484.
 
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schönrederisch, adj., dasselbe wie schönrednerisch.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für