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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schönleidend bis schönmädchen (Bd. 15, Sp. 1521 bis 1522)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schönleidend, adj.: schönleidende schwäche rührt. Meyer Dya Na Sore 3, 458.
 
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schönlein, n., schwäb. schönele 1) eine schöne sache, in der kindersprache, 2) von einzelnen 'blumen' in einem vortrage, einer predigt Schmid 477.
 
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schonlich, adj. in verschonlich, dasselbe wie schonbar, verschonbar Stieler 1910.
 
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schönlich, adj., schönbar et schönhaft, pulchellus, bellulus, bellatulus, et idem est quod schön. Stieler 1756, eigentlich adverbialbildung zu schön, ein mhd. schônlîche, -lîchen voraussetzend (bezeugt ist nur aus frühmhd. zeit ein subst. schônlîche, f. claritas Lexer mhd. handwb. 2, 770, als dessen obliquer

[Bd. 15, Sp. 1522]


casus das adv. angesehen werden kann), mnd. schônliken, auf schöne, herrliche, freundliche weise Schiller-Lübben 4, 117a, in oberd. mundarten in lediglich adverbialem gebrauche nach schön 5 fortlebend, meist mit unorganischem d hinter n, schuəndle, freundlich, in der dankformel: dank dir gott schuəndle. Hintner 216, schoandla', schuendla' wie schoane, schuen, adv. lieb, zärtlich, schonend, auch leise, still Lexer kärnt. wb. 225, ebenso schu~ali' (Ober - Inn), schua~dla' (Ulten), schoandle' Schöpf 643: schu~ali' auftreten, einen schoandle' behandeln ebenda. Stalder verzeichnet ein sinnentsprechendes schonlich, adj. und adv. mäszig, moderatus und als gegentheil unschonlich 2, 347, vgl. DWB schonen, parcere. daneben bietet er schonlich in gleichem sinne wie schonig (s. das zweite schonig oben), also nach schön 1, a: schonliches wetter. ebenda. im sinne von schön 2 erscheint adverbiales schönlich in der folgenden stelle:

die (frau Venus) war so schönlich zgericht,
das an jr was vergessen nicht.
Thurneisser archid. (1575) 37b.

in verwandter bedeutung gebraucht Bürger einmal schönlich, jedoch mehr wie 'dem schönen ähnlich' (vgl. weiszlich neben weisz und ähnliches), mit verächtlichem nebensinne, prädicativ adjectivisch oder adverbial, im bilde:

lecke, so will man, die form (des liedes) nur schönlich; ihr wäszrichter inhalt
mache nicht wohl und nicht weh, schmecke nicht sauer noch süsz! 95a.


 
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schönliebchen, n. kosende bezeichnung der geliebten. Campe.
 
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schönliebhaberei, f.: wem er (Voltaire) uns mit alle der philosophie und schönliebhaberei der denkart ohne moral und veste menschliche empfindung denn in die hände liefere? Herder 5, 583 Suphan.
 
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schönling, m.
1) bezeichnung eines kleinen, auszerordentlich schönfarbigen fisches, der besonders im mittelmeer vorkommt, der meerjunker, regenbogenfisch, labrus iulis. neuer schauplatz der natur bei Campe.
2) in demselben werke wird nach Campe im anschlusz an diese bezeichnung schönling als verdeutschung von petit - maître vorgeschlagen. vgl. DWB schönherr.
3) den zweyten sohn nun nannte der alte sultan Gripik. — diesz heiszt in der gemeinen sprache, herr der gläubigen, Schönling (anm.: so paraphrasirt der Araber, und der übersetzer braucht auch dieses wort, weil es, wenn auch nicht gebräuchlich, doch verständlich ist). — diesen namen .. gab ihm der vater darum, weil er alles, was ihm unter die hände kam, verschönerte, es mochte die verschönerung vertragen oder nicht. Klinger 6, 291.
 
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schönlockig, adj.:

list, wie sie keine gekannt von den frau'n auch die vorwelt
allen die einst da gelebt schönlockige töchter Achaias.
Voss Odyssee 2, 120 (ἐπλοκαμῖδες);

die fürstlichen angesichte,
schönlockig, schön von nasen, augen und brauen.
Rückert (1882) 12, 22.


 
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schönmacherei, f. von zierlicher, sauberer malerei, mit dem nebensinne des gekünstelten, vgl. DWB schönmalerei: möchten die künstler unserer tage endlich doch einsehen, dasz eben diese saubere pedantische schönmacherei auf dem weiszen papier auf sie aus einer zeit übergegangen ist, in welcher niemand gemälde begehrte, sondern nur fleiszige, geleckte zeichnungen, diese meist copien. Rumohr 3 reisen nach Italien 208.
 
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schönmachung, f. exornatio, expolitio Stieler 1195. im sinne von schön 1, c, unsinnlich: ich weisz nicht, was übels dise schönmachung oder entschuldigung bringt. Bolz Terenz (1544) 101a.
 
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schönmädchen, n. als name für eine kuh:

Schönmädchen und Blüming
brummten am trog, und leckten die hand, und lieszen sich kraueln.
Voss 2, 280.

in ähnlicher verwendung schönmädel, als hundename:

wie Fusan sich wohl gar ans schwartze wild gewagt?
und wie Schönmädel sich im fuchs-trab sehr verletzet?
Günther 404.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für