Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schönfärber bis schönfüszig (Bd. 15, Sp. 1507)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schönfärber, m. der färber, der mit 'hohen und hellen' farben zu färben weisz, im gegensatze zum schwarzfärber, der nur mit tiefen, dunklen farben färbt, der buntfärber, kunstfärber Adelung. tinctor artifex, excellens Stieler 434, kunstfärber, tintore, artista di varii, anzi de' rari colori Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 639a, tinctor, cujus colores optimi atque durabiles sunt Frisch 2, 219a. eigentlich also nach schön 1, a, dann aber in der auffassung an schön 2 angelehnt: sechstens sind insgemein an groszen orten bereits einige fabricken vorhanden, wobey sich presser, tuchscheerer, schönfärber und andre professionisten befinden. Möser patr. phant. 1 (1775), 184. vom gutfärber unterschieden, in anderem sinne: die polizey fand nun die aufsicht über beiderlei arten der färberei (gut- und schönfärben) bequemer, indem dem gutfärber ebenso wohl verboten war vergängliche materialien in der werkstatt zu haben, als dem schönfärber dauerhafte. Göthe 54, 147. bildlich: die seele ist der schönfärber des körpers. J. Paul lit. nachl. 4, 25.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfärberei, f.
1) das gewerbe des schönfärbers,
2) seine werkstatt Campe: sie (10 tuchmacher) sind nicht im stande, die kosten einer eignen walkmühle, einer schönfärberey und andere erfordernisse zu übertragen. Möser patriot. phant. 1 (1775), 185.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfärbergesell, m. gesell, gehülfe eines schönfärbers: jetzt hing sich auf der strasze ein schönfärbergesell an ihn. Mörike ges. schriften 2 (1878), 117.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfärberin, f. zu schönfärber, übertragen: (ein schwarzfärber sagt:) schwarz ist auch eine würdige farbe, wird in allen ehrenämtern getragen, und dann Lehnchen habe ich ja dich, du bist eine schönfärberin, denn wo ich dich sehe, werde ich vor freuden scharlachroth im gesichte. Arnim 1 (1839), 252.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfarbig, adj., schöne farbe habend: einige verzierung der schrift mit schönfarbigen tinten gehörte an sich schon zum klösterlichen schreibewerk. Keller 6 (1895), 39.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfasz, n. im hüttenwerk ein von holzschienen geflochtener, einer futterschwinge ähnlicher korb, worin die kohlen auf die schmelzöfen getragen und hineingesetzt werden. Jacobsson 7, 268a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfeiler, m. eine art weintrauben, die kürzer und grünlicher sind als die gutedel genannten, und die rebe, die sie trägt Adelung. Jacobsson 4, 35b, schönfeygler reben 7, 268a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfleck, m., dasselbe wie schönpflaster: so soll man über künsteleyen in derselben (der ausarbeitung), als wie über schönflecke hinsehen. Winckelmann 2, 424.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfleckchen, n., demin. zum vorigen, gleicher bedeutung Adelung (unter schönpflaster): auf seiner (des busens) linker erhöhung lag ein mondförmiges schönfleckchen angeheftet durch gummi. Thümmel Wilh. (1768) 70;

eine schöne, das haar gallischgetürmt, blitzend von edelstein,
und die wange mit schönfleckchen besä't!
Voss im Gött. musenalm. von 1774 s. 169.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönflecklein, n., dasselbe wie das vorige, fucus, quem vulgo vocant muscarium, gall. mouche, schwarze ins gesicht geklebte flecklein, maculae nigrae adscititiae in facie foeminarum quarundam Frisch 2, 219a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
schönfüszig, adj. schöne füsze habend:

vergleichbar der Penthesilea an mut
und liebreiz, schönfüszig.
Leuthold ged.4 252.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für