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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schönerträumt bis schönfasz (Bd. 15, Sp. 1506 bis 1507)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schönerträumt, adj.:

neue freude, neuen schmerz,
bey schönerträumten bildern, zu empfinden.
Gotter 1, 3.


 
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schönfahrmast, m. hiesz nach Germ. 7, 498 der hauptmast eines schiffs. vgl. das folgende.
 
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schönfahrsegel, n. das grosze segel, das untersegel des hauptmastes Eggers kriegslex. 2 (1757), 323. Adelung. Jacobsson 4, 35b. Sallmann 31b, auch schönfahrtsegel Bobrik 611b, in einer quelle des 15. jh. bei Frischbier 2, 311a schonferszel, vielleicht, weil das segel nur bei schönem wetter gebraucht wird? Adelung

[Bd. 15, Sp. 1507]


vermutete umdeutung aus einem unverstandenen niederd. worte. thatsächlich begegnet daneben schoversegel Campe. Bobrik 611a, ndl. schooverseyl, velum medium, velum maximum Kilian, das, wie die übergangsform des 15. jahrh. zeigt, als im grunde dasselbe wort betrachtet werden darf. es bleibt jedoch zweifelhaft, ob diese form, wie Campe meint, wirklich die ursprüngliche ist oder ob darin eine entstellung aus schönfahrsegel vorliegt, weil sich auch dafür keine sichere etymologie geben läszt. darf ndl. schoove, merges, schooven, colligere in fasciculos herangezogen werden? Bobrik gibt a. a. o. auszerdem als ndl. schoonvartzeil an, als dän. skonfarsejl, als schwed. skonnvalssegel.
 
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schönfaltig, adj. schöne falten werfend: graf Kraft von Toggenburg steigt in hochrotem, schönfaltigem gewand auf einer leiter zum söller der geliebten empor. Keller 6 (1895), 83.
 
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schönfärben, n. die thätigkeit des schönfärbers Jacobsson 7, 268a, vom gutfärben unterschieden: die französische regierung hatte .. das gutfärben und schönfärben getrennt, zum groszen vortheil aller, denen, es sey zu welchem gebrauch, zu wissen nöthig war, dasz sie mit haltbar gefärbten zeugen oder gespinnsten gewissenhaft versorgt würden. Göthe 54, 146.
 
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schönfärber, m. der färber, der mit 'hohen und hellen' farben zu färben weisz, im gegensatze zum schwarzfärber, der nur mit tiefen, dunklen farben färbt, der buntfärber, kunstfärber Adelung. tinctor artifex, excellens Stieler 434, kunstfärber, tintore, artista di varii, anzi de' rari colori Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 639a, tinctor, cujus colores optimi atque durabiles sunt Frisch 2, 219a. eigentlich also nach schön 1, a, dann aber in der auffassung an schön 2 angelehnt: sechstens sind insgemein an groszen orten bereits einige fabricken vorhanden, wobey sich presser, tuchscheerer, schönfärber und andre professionisten befinden. Möser patr. phant. 1 (1775), 184. vom gutfärber unterschieden, in anderem sinne: die polizey fand nun die aufsicht über beiderlei arten der färberei (gut- und schönfärben) bequemer, indem dem gutfärber ebenso wohl verboten war vergängliche materialien in der werkstatt zu haben, als dem schönfärber dauerhafte. Göthe 54, 147. bildlich: die seele ist der schönfärber des körpers. J. Paul lit. nachl. 4, 25.
 
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schönfärberei, f.
1) das gewerbe des schönfärbers,
2) seine werkstatt Campe: sie (10 tuchmacher) sind nicht im stande, die kosten einer eignen walkmühle, einer schönfärberey und andere erfordernisse zu übertragen. Möser patriot. phant. 1 (1775), 185.
 
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schönfärbergesell, m. gesell, gehülfe eines schönfärbers: jetzt hing sich auf der strasze ein schönfärbergesell an ihn. Mörike ges. schriften 2 (1878), 117.
 
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schönfärberin, f. zu schönfärber, übertragen: (ein schwarzfärber sagt:) schwarz ist auch eine würdige farbe, wird in allen ehrenämtern getragen, und dann Lehnchen habe ich ja dich, du bist eine schönfärberin, denn wo ich dich sehe, werde ich vor freuden scharlachroth im gesichte. Arnim 1 (1839), 252.
 
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schönfarbig, adj., schöne farbe habend: einige verzierung der schrift mit schönfarbigen tinten gehörte an sich schon zum klösterlichen schreibewerk. Keller 6 (1895), 39.
 
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schönfasz, n. im hüttenwerk ein von holzschienen geflochtener, einer futterschwinge ähnlicher korb, worin die kohlen auf die schmelzöfen getragen und hineingesetzt werden. Jacobsson 7, 268a.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für