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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schonenswürdig bis schönfahrsegel (Bd. 15, Sp. 1506)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schonenswürdig, adj., dasselbe wie das vorige: ein schonenswürdiger unantastbarer greis. Herder bei Campe. davon schonenswürdigkeit, f. Campe.
 
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schoner, m. der schont Campe.
1) persönlich, schoner, et verschoner, parcens, condonans, praetermittens, connivens, clemens, indulgens Stieler 1910, conservatore, risparmiatore Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 640b; von gott:

nur murre nicht, ...
wenn, deinem dünkel nach, der schoner
des frevlers stolz zu lange trägt!
Gotter 1, 415.


2) unpersönlich, ein stück tuch zur schonung der kleidung, serviette, schürze u. dgl., ebenso nd. ten Doornkaat Koolman 3, 134b, im heere ein um die schulter geschlungenes und an den obersten knöpfen des waffenrocks befestigtes stück tuch zur verhinderung der abnutzung des rocks durch das gewehr.
 
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schoner, m. 'eine art in England üblicher platter schaluppen, welche zum anlanden sehr bequem sind' Adelung. Jacobsson 4, 35b, schuner, schooner, ein kleineres, zweimastiges, scharfgebautes schiff Bobrik 614b. ten Doornkaat Koolman 3, 139b. der name ist gleich der schiffsart selbst, wie Adelung bemerkt, englischen oder nach Webster eigentlich amerikanischen ursprungs (schooner, scooner), soll zu anfang des 18. jh. entstanden sein und mit dem mundartlichen to scoon, steine über wasser gleiten lassen, zusammenhängen, vergl. Skeat2 531a. ebenso mndl. schooner, schoener, schwed. dän. skooner (dän. auch skonnert), franz. schouner, span. ital. skuna. Bobrik a. a. o.
 
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schöner, m., substantiviertes schön, s. dieses 2, a, β.
 
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schöner, m. der schönt, nd. schôner, gerät zum reinigen, bürste, besen mit langem stiel ten Doornkaat Koolman 3, 134b. vgl. DWB schönen 1, a, γ.
 
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schonerig, adj. zum schonen geneigt, sparsam, in Ost- und Westpreuszen: der junge ist sehr schônerig. Frischbier 2, 310b.
 
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schönern, verb. schöner machen, lusernisch schienern Zingerle 50a. in der schriftsprache nur in der zusammensetzung verschönern üblich.
 
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schönerraritätenkasten, m. kasten voll schöner raritäten, guckkasten: jeder hat doch seine reihe in der welt, wie im schönerraritätenkasten. Göthe br. 1, 247 Weim. ausg. (10. sept. 1770). im nom. getrennt geschrieben: Schäckespears theater ist ein schöner raritäten kasten, in dem die geschichte der welt vor unsern augen an dem unsichtbaaren faden der zeit vorbeywallt. d. j. Göthe 2, 42. daneben schönraritätenkasten: ich guckte nur drein wie das kind in schön-raritäten kasten. ders. in Mercks briefs. 1, 139.
 
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schönerträumt, adj.:

neue freude, neuen schmerz,
bey schönerträumten bildern, zu empfinden.
Gotter 1, 3.


 
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schönfahrmast, m. hiesz nach Germ. 7, 498 der hauptmast eines schiffs. vgl. das folgende.
 
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schönfahrsegel, n. das grosze segel, das untersegel des hauptmastes Eggers kriegslex. 2 (1757), 323. Adelung. Jacobsson 4, 35b. Sallmann 31b, auch schönfahrtsegel Bobrik 611b, in einer quelle des 15. jh. bei Frischbier 2, 311a schonferszel, vielleicht, weil das segel nur bei schönem wetter gebraucht wird? Adelung

[Bd. 15, Sp. 1507]


vermutete umdeutung aus einem unverstandenen niederd. worte. thatsächlich begegnet daneben schoversegel Campe. Bobrik 611a, ndl. schooverseyl, velum medium, velum maximum Kilian, das, wie die übergangsform des 15. jahrh. zeigt, als im grunde dasselbe wort betrachtet werden darf. es bleibt jedoch zweifelhaft, ob diese form, wie Campe meint, wirklich die ursprüngliche ist oder ob darin eine entstellung aus schönfahrsegel vorliegt, weil sich auch dafür keine sichere etymologie geben läszt. darf ndl. schoove, merges, schooven, colligere in fasciculos herangezogen werden? Bobrik gibt a. a. o. auszerdem als ndl. schoonvartzeil an, als dän. skonfarsejl, als schwed. skonnvalssegel.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für