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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schokolade bis scholar (Bd. 15, Sp. 1447 bis 1448)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schokolade, f. mischung aus cacao, zucker und gewürz (meist vanille), sowie das daraus bereitete getränk Campe. Jacobsson 5, 345b. Karmarsch-Heeren3 2, 333 ff. Schultz alltagsleben 163. deutsche schreibung des gewöhnlichern chocolate, das aus franz. chocolat stammt. dieses selbst geht mit span. chocolate, ital. cioccolata auf ein mexikanisches chocollatl (zusammensetzung aus choco, cacao, und latl, wasser) zurück, s. Diez

[Bd. 15, Sp. 1448]


etymol. wb.4 100. nach franz. chocolat, m. findet sich im 18. jh. auch der schokolat:

als Zahren auf vom heiszen sofa sprang,
und endlich nun herab in seinen magen
den schokolat so selbstzufrieden schlang.
Göckingk 2, 218 (schlittenf. 4, 6);

die gewöhnliche form stimmt im geschlecht zum ital.: eh die schokolade gemacht ist madam, unterhalten sie mich. Schiller Fiesko 2, 2; man bringt schokolade. ebenda (dagegen: mir im wein oder im chokolade zu vergeben. räuber 4, 2 schausp.);

schon trommelt's zur parade!
wo bleibt die schokolade?
Bürger 21b;

sie .. tranken, wenn der tag begann,
bald thee, bald schokolade.
Hölty 26 Halm.

dazu die zusammensetzungen: siebenb. tschokoladibechercher, in Siebenbürgen name der Marienglocken, campanula medium Pritzel - Jessen.
 
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schokolatfrucht, frucht des cacaobaums, theobroma cacao Nemnich.
 
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schokoladekanne, f. kanne, worin man die schokolade aufträgt Campe.
 
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schokoladequirl, m. ebenda.
 
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schokoladeschenk, m. schenkwirt, der schokolade ausschenkt. ebenda.
 
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schokoladetafel, f. ebenda.
 
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schokoladetasse, f. ebenda.
 
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schokolade(n)topf, m. topf zum kochen der schokolade, mit stiel, schnauze und einem deckel, der in der mitte ein loch für den quirl hat, meist kupfern und inwendig verzinnt Jacobsson 4, 35a.
 
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schol, f. schlachthaus, alemannisches wort: schol, da man die gedärme wäscht, lavationis intestinorum locus Dasypodius bei Frisch 2, 218c (nicht in der ausg. von 1537); metzg oder schol (die) laniena, carnarium, laniarium, macellum Maaler 289b; jetzt noch mundartlich schol, f. schlachthaus Hunziker 229. Seiler 262b, fleischbank, fleischscharren Klein 2, 140 (Durlach).
 
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schol, adj. begegnet nur mundartlich in verschiedenen bedeutungen, scheint aber dem md. und nd. gebiete gemeinsam zu sein: westerw. school, mager, dürr, trocken; lech, leck (von gefäszen) Schmidt 207. in Coblenz leck, verlechzt Klein 2, 139. nd. seicht, niedrig, so besonders schol plögen von dem ersten, flachen pflügen (in Schleswig, Holstein, Mecklenburg), auch schol water s. niederd. korrespondenzbl. 5, 96. 6, 13 f. 7, 55. 10, 26 f. (dasselbe wort?)
 
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scholar, m., gelehrte nebenform zu schüler (vgl. daselbst): ein scholar, vom lateinischen scholaris, der bey einem etwas lernet, und kein sing-schüler, oder gemeiner schüler in einer öffentlichen schule ist, discens. er hat viel scholaren, magnum discentium coetum habet Frisch 2, 231c. auch nach Adelung vornehmer als schüler (ebenso Campe im erg.-wb.), und daher besonders gebraucht von solchen, die auszerhalb der schulen eine anständige kunst oder wissenschaft erlernen; doch bemerkt schon Krünitz 147, 604 f., dasz man dafür wieder in neuester zeit angefangen habe schüler zu sagen; scholar werde von den schülern der obersten gymnasialclassen gesagt. heute ist scholar durchaus ungebräuchlich. nach Weigand 2, 628 bereits im 17. jahrh. vorhanden, doch begegnet es schon im 16., s. Germ. 28, 401; seltener scholare oder in gelehrter weise scolar geschrieben, s. die belege: mit selbigem ross macht der grave seiner compania ... vil kurzweil und gelechters, gleichwol sie ine anders nit kanten, dann das er ein Deutscher und ain scholar were. Zimm. chron.2 3, 258, 13 Barack; denn wie man die scholarn von ehren wegen binlein ... heiszet. Mathesius Sar. 24a; du gehst deiner profession nach, und rafst scholaren zusammen, wo sie zu kriegen sind. Schiller kab. u. liebe 1, 1; die zeit sei längst vorbei, da die kunst mit dem handwerk verbunden gewesen und der scholare von stadt zu stadt habe wandern können wie jeder andere handwerksgesell. Keller 2, 99. übertragen:

dem hunde, wenn er gut gezogen,
wird selbst ein weiser mann gewogen,
ja deine gunst verdient er ganz und gar,
er der studenten trefflicher scolar.
Göthe 12, 63.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für