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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöffenhaus bis schöffenrecht (Bd. 15, Sp. 1445 bis 1446)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöffenhaus, n.: sindt sie desgleichen auff dem schoppenhause, so haben sie auch das talgerichte inne. Spittendorf 82, s. auch schöffenbank. als rechtsgrundsatz schöffenhaus ist frei. Wander 4, 313.
 
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schöffenimbs, m. festmahl der schöffen: eyn imsz das man nennet eyn scheffen imsz. mittelfränk. quelle des 15. jh. s. Germ. 25, 337; der neue judenrathmann sollte alsbald den eid zum rath schwören, zehn gulden der stadt fisko zahlen und dem judenrath den gewöhnlichen 'schöffenimbs' geben. Arnold deutsche freistädte 2, 479 (Wormser bestimmung von 1505).
 
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schöffenkammer, f.: schöpfen-kammer, wo die schöpfen zusammen kamen, camera scabinorum Frisch 2, 220a, mit verweis auf Pomarius Magdeb. chronik, vgl. Gengler stadtrechtsalterth. 125 f.
 
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schöffenkaute, f. versammlungsort der schöffen zu geheimen beratungen Scherz-Oberlin 1429. Haltaus 1073 f., siehe DWB kaute 4, theil 5, 364: eine andere seltenheit ist bey diesem gericht wahrzunehmen, gestalten die gericht - schöffen aufstehen und besonders gehen müssen. der ort, wo sie sich hin verfügen, ist nicht weit von dem gerichts-platz entfernet. er ist tieff, und heiszet des endes die schöffen-kaute. quelle (aus Crainfeld, amt Nidda) bei Haltaus 1074.
 
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schöffenkiste, f.: schöpfen - kiste Jülch. rechts - ordn. p. 147, worinnen die gerichts - siegel und bücher verwahrt wurden, arca scabinorum in curia Frisch 2, 220a.
 
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schöffenkuchen, m., mhd. scheffenkoichen, lebkuchen, den die schöffen zu gewissen jahreszeiten erhielten Wallraf 75.
 
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schöffenkunde, f. testimonium scabinorum: nach deme an etlichen gerichten missbreuchlich gehalten, das sie kein urkundt adir beweiss uffnemen willen, dan allein scheffenkunde, so an, und vür dem selbigen gericht gemacht, und auffgericht sein. Kölner quelle von 1538 bei Haltaus 1644.
 
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schöffenmeister, m. erster und oberster schöffe Campe, magister scabinorum Haltaus 1644, mhd. scheffenmeister Lexer handwb. 2, 681: Hugo Juldin schöffen-meister und andere viel schöffen. Straszb. quelle von 1230 (?) bei Haltaus a. a. o.; diese nachgeschriben scheffen daselbis mit namen Fritze Quaader scheffinmeystere, Conrad Fintschart u. s. w. Grimm weisth. 3, 422 (Selbold in der Wetterau 1407). nach Wallraf 75 schöffen, die ausgedient hatten (?): die geweldige ind verdeynde schöppenmeistere. urk. von 1401 s. ebenda.
 
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schöffenörterung, f., bez. schöppenörterung, responsa prudentum Stieler 1396.
 
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schöffenpferd, n. das beste pferd eines dorfschöffen, das bei dessen tode dem gerichtsherrn anheimfällt Adelung. Krünitz 147, 734.

[Bd. 15, Sp. 1446]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöffenrecht, n.: schöpfen-recht, jus tribunalis, als churfürst Friedrich II. bestätigt denen zu Brandenburg ihr schöpfen-recht, dasz sie nemlich den schöpfen-stuhl, collegium juris consultorum, behalten sollen. Frisch 2, 220a; es ist auch bey den germanischen völkern die ansicht gewesen, auf welcher die rechtsbücher einzeler völker, die schöffen rechte .. beruhten. Hugo encycl. (1835) 29.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für